Fastenzeit: 5 Alternativen für sinnvollen Verzicht

Leben & Balance

In nahezu jeder Religion findet man eine Zeit des bewussten Verzichts: Sei es der Ramadan im Islam, der Jom Kippur im Judentum oder die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag im katholischen Christentum. 

Traditionell wird in diesen Wochen auf feste Nahrung verzichtet. Die Fastenzeit soll so als Phase der Reinigung genutzt werden - sowohl für den Körper, als auch für die Seele.

In den letzten Jahren ist das Fasten zu einem regelrechten Trend gewachsen. Weniger jedoch aus Glaubensgründen, als vielmehr aus dem Wunsch heraus, Gewicht zu verlieren und den Körper zu entschlacken. 

Der Gesundheit oder Figur zuliebe auf das ein oder andere Glas Wein, Stück Fleisch oder Kuchen zu verzichten, ist sicher ein guter Plan, keine Frage.
Aber es geht noch besser: Wir liefern dir fünf Alternativen, auf die du dieses Jahr zur Fastenzeit verzichten kannst - und nebenbei der Umwelt, deinen Mitmenschen, deiner Selbstliebe und deinem Seelenfrieden etwas Gutes tust. 

 

1. Fastenzeit = Plasikfreie Zeit

Das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist zur Zeit präsenter und dringender als je zuvor - zu Recht! Ein großer Aspekt dabei ist das Thema Müll. Gerade Plastik schädigt Umwelt und Tiere erheblich - und nicht zuletzt auch dir selbst. Das Bewusstsein hierfür ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen - doch an der Umsetzung hapert es noch an der ein oder anderen Stelle. 

Dabei ist es überhaupt nicht schwer, deinen Kunststoff-Konsum einzuschränken: Hier findest du 7 einfache Tipps, um Plastikmüll einzusparen.

 

2. Good thoughts only: Sorgen fasten

Gehörst du auch zu den Grüblern unter uns, die sich nächtelang mit Sorgen im Bett herumwälzen - nur um dann meist festzustellen, dass das ausgemalte Worst-Case-Szenario gar nicht eintritt? 

Damit bist du nicht allein. Insbesondere Frauen neigen dazu, sich übermäßig in Sorgen und belastenden Gedanken zu verlieren. 
Diese Grübelei schränkt nicht nur die eigene Lebensqualität ein und trübt den Blick für die schönen Seiten des Lebens, sondern belastet häufig auch dein Umfeld. 
Warum also nicht die diesjährige Fastezeit einmal für ein Sorgenfasten nutzen? 

Wir unterstützen dich dabei mit unseren 5 Tipps, um sorgenfrei durchs Leben zu schreiten.

Fasten muss nicht immer Einschränkung oder Verzicht bedeuten - oft schaffen wir auch Raum für Neues.
Redaktion

3. Zeit, offline zu gehen: Digital Detox in der Fastenzeit

Hand aufs Herz: Wie oft ertappst du dich dabei, in einer stillen Sekunde »mal eben« dein Handy zu checken? 

Ob beim Warten auf den Bus, morgens in der U-Bahn, während des Mittagessens und oft sogar als letzte Tat am Abend und erste am Morgen - gefühlt sind wir 24/7 online. 

Anstatt uns auf den gegenwärtigen Moment zu fokussieren und achtsam zu sein, lenken wir uns ab und überfluten unser Hirn permanent mit Reizen. Das raubt nicht nur Unmengen an Energie. Nein, es erzeugt auch unnötig viele Stresshormone, was sogar zu ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden wie Schlafstörungen oder Verspannungen führen kann.

Sind es die auf Hochglanz polierten und oft umfangreich bearbeiteten Fotos in den Social Media wirklich wert? 
Ist es wirklich so schlimm, wenn du deiner Freundin einmal nicht innerhalb von zehn Minuten antwortest? 

Probiere es doch in der Fastenzeit erst einmal aus und unterziehe dich einem Digital Detox. Mit diesen 6 Tipps zur digitalen Abgrenzung fällt es dir sicherlich leichter als gedacht.

 

4. Versuch's mal mit Gemütlichkeit - Stress fasten

Leistungsdruck im Beruf, familiäre Verpflichtungen, Überforderungen, Krankheiten oder zu hohe Erwartungen an uns selbst - Ursachen für Stress kennen wir alle. Und ein gesundes Maß an Stress gehört zum Leben dazu. 

Für viele Menschen unserer Gesellschaft ist dieses gesunde Maß aber längst überschritten.
Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen, Heißhunger oder Appetitverlust bis hin zu depressiven Verstimmungen: Die Folgen von einem dauerhaft hohen Cortisolpegel sind nicht zu unterschätzen. 

Umso wichtiger, dir im Alltag immer wieder kleine Ruheoasen zu schaffen und stressigen, anstrengenden Phasen mit der richtigen inneren Einstellung zu begegnen. 

Das ist leichter gesagt als getan und gelingt nur durch regelmäßiges Üben. Denn oft werden wir uns stressigen Situationen erst bewusst, wenn wir mittendrin stecken, unser Herz bereits schneller schlägt, uns das Atmen schwerer fällt oder wir beginnen, nervös und angespannt zu reagieren. 

Um dies zukünftig zu ändern, eignet sich die diesjährige Fastenzeit perfekt. Lies hier alles zur inneren Ruhe und wie du sie findest
Nach deiner Fastenzeit sind die kleinen, aber feinen Tricks und Tipps im Kampf gegen den Stress längst zur Gewohnheit geworden und du kannst den Herausforderungen des Alltags künftig entspannter begegnen.

Nutze die Fastenzeit als Zeit der Achtsamkeit und finde wieder zu dir selbst und deinen Bedürfnissen.
Redaktion

5. Zuckerfreie Ernährung: Bewusster Verzicht

Zugegeben, eine Ernährung ohne Zucker klingt nicht besonders lebensfroh. Denn neben den offensichtlichen Übeltätern wie Schokolade, Kuchen, Eis oder Marmelade versteckt sich das Süßungsmittel auch in zahlreichen Lebensmitteln, in denen wir es zunächst nicht vermuten: In Ketchup, Konservengemüse und -obst, Fertigprodukten wie Salatsaucen oder Tütensuppen, in Fruchtsäften, Wurstprodukten ... 

Das klingt auf den ersten Blick nach Anstrengung und einer großen Portion Disziplin und Verzicht. 
Doch das täuscht: Ja, im ersten Schritt wird es möglicherweise eine ganz schöne Umstellung.
Aber wenn du dich erst einmal mit den zahlreichen Zuckeralternativen auseinandersetzt, wirst du eine große Fülle neuer Gerichte und Lebensmittel in deine Küche holen. 

Denn mit Zucker fasten meinen wir lediglich den raffinierten, weißen Haushaltszucker. 
Aber wusstest du, dass beispielsweise ungesüßtes Apfelmus, Trockenfrüchte oder Honig ganz wunderbare Alternativen sind, mit denen du den süßen Geschmack in deine Speisen zaubern kannst? 

Der Umstieg auf eine zuckerfreie Ernährung bringt aber nicht nur deinem Gaumen die ein oder andere freudige Überraschung, sondern auch deinem gesamten Körper und deiner Seele: 
Zu viel Zucker kann nämlich nicht nur zu zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden führen. Der Verzehr spricht dein Belohnungszentrum im Hirn an und dein Körper schüttet eine große Portion Serotonin, ein Glückshormon, aus. Leider hält dieser Effekt nicht lange an und löst rasch ein neues Verlangen und Heißhunger aus - du kannst schlimmstenfalls in eine Art »Zuckersucht« rutschen. 

Mehr zu den möglichen Auswirkungen von Zucker auf Geist und Körper und einem lohnenswerten Verzicht liest du in unserem Artikel Zuckerfrei - ein Leben ohne Zucker.

Noch ein kleiner Tipp:
Wenn du für die erste Umstellung noch etwas Inspiration brauchst, haben wir hier einige leckere, zuckerfreie Rezept-Vorschläge für dich, bei denen du das »süße Gift« gar nicht vermissen wirst:

 

Wie geht es nach der Fastenzeit weiter?

Damit du nach deiner persönlichen Fastenzeit nicht ratlos dastehst, noch ein kurzer Tipp zur Zeit danach. 

Wenn du während deiner Phase des Verzichts gemerkt hast, dass dir das ein oder andere Verhalten körperlich oder seelisch guttut, solltest du unbedingt versuchen, es dauerhaft in deinem Alltag zu verankern. 

Ganz wichtig dabei: Sei nicht zu streng mit dir selbst und erlaube dir den ein oder anderen bewussten »Ausrutscher«.
Andernfalls setzt du dich nicht nur unnötig unter Druck oder raubst dir gar ein Stück Lebensfreude und Freiraum. 

Wenn du dir also ein leckeres Stück Kuchen beim Bäcker gönnen möchtest oder dich morgens dabei ertappst, wie du als erstes deine Sozialen Netzwerke scannst: Das ist okay und völlig normal. 
Solange du nicht wieder ganz in alte Muster von vor deiner Fastenzeit zurückrutschst, die dir vielleicht nicht guttun, hast du bereits einen großen Schritt getan, dein Leben so zu gestalten, dass es dich gesund und glücklich macht!

 

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