Ruhe und Gelassenheit: mit 8 Tipps gelassener werden

Warum solltest du Gelassenheit lernen?

Sowohl im Beruf als auch im Privatleben gibt es reichlich Potenzial für Ärger. Gibt es bei dir Dinge, die dich aufregen? Oftmals ist das gar nicht so einfach, vor allem dann, wenn es sehr persönlich wird. So sind die Eltern meist ein Reizthema, bei dem die wenigsten Menschen gelassen bleiben können.

Das Verhältnis zu den Eltern verändert sich im Laufe der Zeit, und die erwachsenen Kinder übernehmen nach und nach Verantwortung für die Eltern. Trotzdem kommt es gerade hier immer wieder zu Spannungen, da man für Mutter und Vater immer ein Kind bleiben wird. Im Berufsleben hingegen gibt es immer wieder Menschen, die Machtgefüge ausnutzen und für Unruhe im Betriebsklima sorgen. Es ist gar nicht so einfach, da immer ruhig zu bleiben.

Wut und Frust vernebeln dir aber oft nur den Blick auf die eigentliche Situation und sind deshalb gar nicht hilfreich. Ärger und Stress rauben dir unnötigerweise Energiereserven. Fast jeder kennt das. Nach einer Konfrontation fühlen sich viele Menschen kraftlos und ausgelaugt. 

Diese Energie lässt sich viel besser nutzen, indem man gelassen an die Sache herangeht. Es heißt: Ruhe bewahren, denn Aufreger nutzen dir rein gar nichts, denn Wut und Frust vernebeln dir den Blick auf die eigentliche Situation und sie stiften nur Verwirrung. Stresssituationen bewältigst du am besten mit einer ordentlichen Portion Gelassenheit.

Vielen Menschen ist aber eben genau das fremd. Sie stehen ständig unter Strom, regen sich über alles und jeden auf. Und dann sind da noch die, die scheinbar nichts aus der Bahn wirft. Sie besitzen die nötige Selbstbeherrschung und das erforderliche Selbstbewusstsein, knifflige Situationen souverän zu lösen.

Gelassene Menschen sind belastbarer, erfolgreicher, glücklicher und zudem auch noch gesünder. Sie betrachten Krisen als eine Art Herausforderung, die es zu meistern gilt. Außerdem sind sie als Ruhepole der Gesellschaft beliebter als unruhige Hektiker.

 

Ruhe bewahren – wie werde ich gelassener?

Du möchtest in deinem Alltag in jeder Situation die Ruhe bewahren? Finde die richtige Einstellung zu deinen Problemen, lauf vor ihnen nicht davon, sondern pack sie tatkräftig und mit aller Entschlossenheit an.

Man kann Gelassenheit zwar lernen, aber es gilt erst einmal, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen. Solche Dinge sind leider nicht von einem Tag auf den anderen möglich. Wer schnell aufbraust, muss hart an sich arbeiten, damit dies nicht mehr vorkommt.

Häufig wissen andere Menschen ganz genau, wo deine Schwachstellen sind, und setzen dort gezielt an. Hier hilft es nur, bewusst neue Wege zu gehen und sich immer wieder daran zu erinnern, nicht in Denkfallen zu tappen. Denn meist sind es nicht die Dinge oder Situationen, die Schwierigkeiten machen, sondern nur der eigene Blick darauf.

Stresssituationen gelassen bewältigen: 8 Tipps

Zugegeben: In Stresssituationen mit Besonnenheit zu agieren, ist Schwerstarbeit. Wie wäre es, wenn du es als Sport betrachtest, Probleme siegessicher anzugehen, um deine Belastbarkeit zu trainieren?

  1. Ein gesundes Selbstwertgefühl sorgt dafür, dass du anderen Menschen gelassen begegnest.
     
  2. Des Weiteren hilft dir eine positive Grundeinstellung, in jeder Situation einen kühlen Kopf zu bewahren.
     
  3. Gestehe dir aber auch ein, dass du Fehler machst, die dich nicht gleich zum Versager abstempeln. Auch Niederlagen und Misserfolge gehören zum Leben.
     
  4. Übernimm für dein Leben und dein Handeln die Verantwortung, nutze aber auch – falls nötig – die Möglichkeit, andere um Hilfe zu bitten.
     
  5. Oft hilft es, nicht direkt in die Luft zu gehen, sondern die Situation zu reflektieren. Die eigene Wahrnehmung zu analysieren ist ein wichtiger Schritt, um ruhig zu bleiben. 
     
  6. Es ist ebenfalls hilfreich, Perfektionismus abzulegen. Häng deine Messlatte nicht zu hoch, um dein Ziel zu erreichen. Häufig reicht es völlig aus, wenn du deine Sache gut machst. 
     
  7. Mach dir klar, dass niemand deine Gedanken lesen kann und dies auch umgekehrt nicht der Fall ist. Das vermeidliche Wissen über die Gedanken anderer führt dann zu Unbehagen und Ärger. Diese Spekulationen sollten also tunlichst vermieden werden. Anstatt Ärger in dich hineinzufressen, analysiere lieber die Lage.
     
  8. Wenn die Lage aussichtslos erscheint, hilft auch etwas Abstand. Ein kurzzeitiger Rückzug ist also nicht immer schlecht. Denn in Ruhe über die Lage nachgedacht, sieht man viele Dinge ganz anders. 

 

Um Glück, Gelassenheit und Liebe muss man sich offensichtlich bemühen. Sie fallen einem nicht einfach so zu.
Thomas Hohensee

Innere Ruhe und Gelassenheit lernen mit der der 4-7-8 Methode

Die wichtigste Voraussetzung, um voller Kraft und Energie in den neuen Tag zu starten, ist ausreichender, wohliger Schlaf. Der amerikanische Mediziner Andrew Weil entwickelte eine Atemtechnik aus dem Yoga, die Anspannungen löst, dir zu schnellerem Einschlafen und einem erholsamen Tiefschlaf verhelfen kann – der wichtigsten Schlafphase überhaupt: die 4-7-8 Methode. 

  • Als Erstes nimmst du eine gemütliche Schlafposition ein. Die Rückenlage ist perfekt, sie ermöglicht dir freies Atmen.
     
  • Lege deine Zungenspitze locker vor die Schneidezähne deines oberen Gaumens. Verändere während der gesamten Übung die Lage der Zunge nicht.
     
  • Nun atmest du die komplette Luft mit spitzem Mund aus, bis sich dein Brustkorb leer anfühlt und deine Lungen bereit sind, eine große Menge frischer Luft aufzunehmen.
     
  • Jetzt atmest du entspannt in aller Ruhe durch die Nase ein und zählst dabei bis vier. Das langsame, tiefe Atmen senkt deinen Puls und füllt deine Lunge mit einer großen Menge frischem Sauerstoff.
     
  • Halte anschließend die Luft an und zähle ruhig bis sieben. Durch diese Atemtechnik können sich nun Verspannungen lösen. Bei sieben angelangt, atmest du bedächtig ganz tief wieder aus und zählst dabei bis acht.

Das Gelingen dieser Einschlafmethode hängt von ein wenig Übung ab. Beherrschst du sie perfekt, wende sie auch an, um Stresssituationen zu bewältigen und beruhige so deine Nerven und reguliere deinen Puls.

 

Fazit: Gelassenheit lässt sich trainieren

In stressigen Situationen gelassen zu bleiben, hat viele Vorteile. Menschen mit einer positiven Grundhaltung sind leistungsfähiger und kreativer. Mit Gelassenheit lassen sich alle Möglichkeiten erkennen und so kannst du die beste Möglichkeit wählen. So handelst du souverän und nicht durch Emotionen. Zudem werden diese Menschen deutlich weniger krank, da das Immunsystem nicht überfordert wird. Auch Depressionen sind für diese Menschen meist kein Thema. Außerdem macht Gelassenheit überaus attraktiv. Gute Gründe also, um an der eigenen positiven Grundeinstellung zu arbeiten.

Stelle dir immer bewusst die Frage, ob ein Interpretationsfehler möglich ist. Mach dir klar, dass niemand deine Gedanken lesen kann und dies auch umgekehrt nicht der Fall ist. Das vermeidliche Wissen über die Gedanken anderer führt dann zu Unbehagen und Ärger. Diese Spekulationen sollten also tunlichst vermieden werden. Anstatt Ärger in dich hineinzufressen, analysiere lieber die Lage.