Die Bedeutung der Chakren

Meditation & Achtsamkeit

Die Chakren gehören genauso zu dir wie deine Knochen, deine Muskeln und Nervenbahnen. Allerdings sind sie im Unterschied zu ihnen unsichtbar. Sie sind bis auf das Kronenchakra vom Steißbein bis zum Scheitelpunkt auf dem Kopf entlang der Wirbelsäule angesiedelt und physiologisch mit unseren Nervengeflechten verbunden.  

Chakren kreisen permanent, allerdings unterscheidet sich die Drehrichtung von Chakra zu Chakra. Dreht sich eines dieser Chakren nicht, oder weist es eher eine stark elliptische Drehung auf, so ist seine Energie gestört. Je nach Stärke wirkt sich die Störung auf das körperliche, emotionale oder spirituelle Leben eines Menschen aus. Liegt zum Beispiel beim Wurzelchakra eine Störung vor, so kann der Mensch große Schwierigkeiten mit materiellen Dingen wie Geld oder Arbeit haben. Ist hingegen sein Kehlkopfchakra blockiert, wird wahrscheinlich ein mangelnder Selbstausdruck des Menschen vorliegen. 

 

Antennen ins Universum

Chakren werden mit Antennen verglichen, die Radiowellen auffangen und diese über ein Radio in Klang verwandeln. Die Chakren empfangen Schwingungen aus dem Kosmos und aus der Umwelt und verteilen sie über den ganzen Körper in den Nadis. Liegt bei einem bestimmten Chakra eine Störung vor, so ist es, als würde der Empfänger, also der Mensch, einen bestimmten Radiosender nicht wirklich klar empfangen können. 
 

Oft braucht es weniger, als du denkst, um deine Chakren zum Fließen zu bringen. Eine regelmäßige Yogapraxis, einfache Achtsamkeitsübungen und Meditationen können hierbei unterstützen.
Redaktion

1. Chakra: Muladhara- oder Wurzelchakra

Das Wurzelchakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule, zwischen Anus und Genitalien. Seine Aufgabe besteht darin, dich zu erden. Das Grundprinzip dieses Chakras und seine zentralen Themen lauten: Lebenswille, Überleben und Urvertrauen. 

Auf der körperlichen Ebene wird das Wurzelchakra dem Anus, Mastdarm, Dickdarm und den Nebennieren zugeordnet. Die entsprechenden Drüsen sind die Nebennieren, die unter anderem Adrenalin produzieren. Körperliche Störungen dieses Chakra machen sich in Prostataproblemen, Frauenleiden und Nierenproblemen bemerkbar.

Seelische Störungen machen sich hier in Form von existenziellen Ängsten, Mangel an Vertrauen und an Orientierungslosigkeit bemerkbar. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Entwicklung des Urvertrauens in das Göttliche.

Es wird dem Planeten Merkur, dem Element Erde, der Farbe Rot, dem Mantra Lam (gesprochen “Lang“) und der Sinneswahrnehmung Riechen zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Edelsteinen Achat, Blutstein, Blutjaspis, Granat und Rubin und in der Aromatherapie den Düften Zeder und Gewürznelke. 

 

2. Chakra: Swadisthana- oder Sakralchakra

Das Sakralchakra befindet sich am unteren Ende deiner Wirbelsäule im Bereich des Kreuzbeins. Sein Grundprinzip lautet Sexualität auf einer sinnlichen und gefühlvollen Ebene zu erleben. 

Körperlich wird es den Fortpflanzungsorganen, den Nieren, der Blase sowie allen Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Sperma und allen Verdauungssäften zugeordnet. Die entsprechenden Drüsen sind die Keimdrüsen, die Eierstöcke, die Prostata und die Hoden. Körperliche Störungen dieses Chakras machen sich in Form von Verstopfung, Kreuzschmerzen und Knochenerkrankungen bemerkbar. 

Seelische Störungen äußern sich in Form von Süchten, sexueller Unlust und geistiger Kraftlosigkeit. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Findung und den Ausdruck der eigenen Kreativität. 

Das zweite Chakra wird dem Planeten Venus, dem Element Wasser, der Farbe Orange, dem Mantra „Vam“, der Sinneswahrnehmung Schmecken zugeordnet. In der Edelsteintherapie steht dieses Chakra in Verbindung mit den Edelsteinen Karneol und Mondstein und in der Aromatherapie mit den Düften Ylang-Ylang und Sandelholz.

 

3. Chakra: Manipura- oder Solarplexuschakra

Das Solarplexuschakra hat seinen Sitz oberhalb des Bauchnabels. Das Grundprinzip dieses Chakras lautet Willenskraft zu stärken, die eigene Persönlichkeit zu finden und den Umgang mit Selbstkontrolle zu erlernen.

Körperlich wird es dem Verdauungssystem, dem Magen, der Milz, der Leber, der Gallenblase und dem vegetativen Nervensystem zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Bauchspeicheldrüse, die bei der Verdauung der Nahrung eine zentrale Rolle spielt. Körperliche Störungen dieses Chakras machen sich in Form von Verdauungsstörungen, Magenproblemen, Diabetes und Übergewicht bemerkbar.

Seelische Störungen machen sich in Form von Aggressivität, Unsicherheit, Alpträumen und Schlafstörungen bemerkbar. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Entwicklung eines gesunden Ichgefühls. 

Das Solarplexuschakra wird dem Planeten Mars, dem Element Feuer, der Farbe Gelb, dem Mantra “Ram“, der Sinneswahrnehmung Sehen zugeordnet. In der Edelsteintherapie steht dieses Chakra in Verbindung mit den Edelsteinen Tigerauge, Bernstein, Edeltopas und Zitrin und in der Aromatherapie mit den ätherischen Ölen Lavendel, Bergamotte und Rosmarin. 


 

Chakren Übersicht

4. Chakra: Anahata- oder Herzchakra

Das Herzchakra hat seinen Sitz im Brustraum und bildet den Mittelpunkt des Chakrasystems, da es die drei unteren physisch-emotionalen Zentren mit den drei oberen geistig-spirituellen verbindet. Bei diesem Chakra geht es darum, die Erfüllung des Daseins durch Liebe zu erfahren, Mitgefühl und Menschlichkeit zu entwickeln. 

Körperlich wird dieses Chakra dem Herz, dem oberen Rücken, dem Brustkorb, der Brusthöhle, den Lungen, dem Blut- und Kreislaufsystem und der Haut zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Thymusdrüse. Sie spielt besonders bei Kindern und Jugendlichen bis zum 14. Lebensjahr eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Feinstofflich wird es dem Prinzip Harmonie, Vergebung, Hingabe und Mitgefühl zugeordnet. Körperliche Störungen dieses Chakras machen sich in Form von Blutdruckstörungen, Herz- und Lungenkrankheiten bemerkbar. 

Seelische Störungen äußern sich in Form von Gefühlskälte, Kontaktschwierigkeiten, mangelnder Abgrenzung. Auf der spirituellen Ebene geht es hier um die Entfaltung von Liebe.

Das Herzchakra wird dem Planeten Jupiter, dem Element Luft, der Farbe Grün, dem Mantra “Yam“, sowie der Sinneswahrnehmung Tasten zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Edelsteinen Rosenquarz, Smaragd, Rhodonit, Malachit und Jade und in der Aromatherapie dem Rosenholz.

 

5. Chakra: Vishudda- oder Kehlkopfchakra

Das Kehlkopfchakra hat seinen Sitz auf der Höhe des Kehlkopfes. Bei diesem Chakra geht es besonders um Kommunikation, Kreativität und um die persönliche Ausdruckskraft.

Körperlich wird es dem Hals, dem Nacken, dem Kieferbereich, der Stimme, der Luftröhre, der Speiseröhre und den Armen zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Schilddrüse, die u.a. den Stoffwechsel reguliert. Körperliche Störungen machen sich hier durch Schilddrüsenerkrankungen, Nackenschmerzen und Sprachstörungen bemerkbar. 

Seelische Störungen machen sich in Form von Hemmungen sowie einem Mangel an Ausdrucksmöglichkeiten bemerkbar. Auf der spirituellen Ebene geht es darum, mit einer tieferen Wahrheit in Kontakt zu kommen. 

Das Herzchakra wird dem Planeten Saturn, dem Element Äther, der Farbe Grün, dem Mantra “Ham“ sowie der Sinneswahrnehmung Hören zugeordnet. In der Edelsteintherapie gehört es zu den Edelsteinen Aquamarin, Türkis und Chalzedon und in der Aromatherapie dem Salbei und Eukalyptus. 

 

6. Chakra: Ajna- oder Stirnchakra

Das Stirnchakra hat seinen Sitz zwischen den Augenbrauen, in der Mitte der Stirn. Bei dem sechsten Chakra geht es in erster Linie darum, sich für die eigene Intuition zu öffnen, um die Erkenntnis des wahren Seins zu erlangen und darum, sich für die göttliche Inspiration zu öffnen. 

Körperlich wird es dem Gesicht, den Augen, den Ohren, der Nase, den Nebenhöhlen, dem Kleinhirn und dem zentralen Nervensystem zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Hirnanhangsdrüse. Körperliche Störungen machen sich bemerkbar durch Kopfschmerzen und Erkrankung der Sinnesorgane. 

Seelische Störungen dieses Chakras sind spürbar durch Konzentrationsstörungen, Lernschwäche und Ängstlichkeit. Auf der spirituellen Ebene geht es um die Erlangung von Weisheit. 

Das Stirnchakra ist dem Planeten Uranus, aber keinem Element mehr zugeordnet. Es wird der Farbe Indigo/Violett, dem Mantra “OM“ sowie dem siebten Sinn und übersinnlicher Wahrnehmung zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Steinen Lapislazuli, indigoblauer Saphir, Sodalith und in der Aromatherapie der Minze und dem Jasmin.
 

7. Chakra: Sahasrara- oder Kronenchakra

Das Kronenchakra befindet sich am Scheitelpunkt des Kopfes. Hier geht es um die spirituelle Erkenntnis, Erleuchtung und vollkommene Selbstverwirklichung. Fließt das Scheitelchakra auf optimale Weise, empfindet man tiefsten Frieden, universelle Liebe und erfährt das reine Sein. Körperlich wird es dem Großhirn zugeordnet. Die entsprechende Drüse ist die Zirbeldrüse, die man auch als Sitz der Seele bezeichnet. 

Körperliche Störungen machen sich durch Immunschwäche und chronische Krankheiten bemerkbar.

Seelische Störungen können sein: Depression, Verwirrung und Realitätsflucht. Auf der spirituellen Ebene geht es hier um die Erlangung der Erleuchtung. 

Das Kronenchakra wird dem Planeten Neptun, aber keinem Element mehr zugeordnet, seine Farbe ist Violett, Weiß und Gold, es wird dem Mantra “OM“ und keiner Sinneswahrnehmung zugeordnet. In der Edelsteintherapie den Edelsteinen Amethyst und Bergkristall und in der Aromatherapie den Düften Olibanum und Lotus. 


 

Oft braucht es weniger, als du denkst, um deine Chakren zum Fließen zu bringen. Eine regelmäßige Yogapraxis sowie einfache Achtsamkeitsübungen und Meditationen können dich hierbei sehr unterstützen. 
 

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