Atmung: Warum sie so wichtig ist

Meditation & Achtsamkeit
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Die Kraft des Atems: Ruhe und Gelassenheit für dein Wohlbefinden

Dein Atemrhythmus läuft ganz selbstverständlich ab, und erst, wenn er ins Stocken gerät oder dir die Luft ausgeht, wird er dir bewusst. Doch das richtige Atmen ist maßgeblich an deinem Wohlbefinden beteiligt. Die richtige Atemtechnik steigert dein körperliches und seelisches Wohlbefinden, bringt tiefe Entspannung und hilft dir sogar beim Einschlafen.

 

Richtig atmen: wenn Stress die Abläufe stört

Ein erwachsener Mensch bringt es auf etwa zwölf Atemzüge pro Minute. Eine entspannte und tiefe Bauchatmung stimuliert deine inneren Organe, verbessert den Zellstoffwechsel, die Durchblutung, die Verdauung, dein Immunsystem und deine seelische Verfassung positiv. Häufig stört Stress deine Atmung, du atmest schnell und flach in den Brustbereich hinein. Die flache Atmung beeinflusst das vegetative Nervensystem, Herzschlag und Blutdruck steigen. Doch mit der richtigen Atemtechnik erreichst du eine Atemfrequenz, die dein Herz weniger schnell pochen lässt und dir auch in Stresssituationen mehr Entspannung und Gelassenheit schenkt.

 

Yoga oder Meditation – deine Spiritualität ist der Weg zu einer gesunden Atmung

Meditation und Yoga sind uralte Lehren, die in buddhistischen Klöstern ihren Ursprung haben. Die Vipassana zählt zu den ältesten Meditationsformen. Sie soll Einsicht und Achtsamkeit lehren, die geistige, also spirituelle Lebenseinstellung stärken und so den Weg zu einem erfüllten Leben ebnen. Zuerst bringst du durch Konzentration und Atemübungen deinen Gedankenfluss zur Ruhe. Pranayama nennt man im Yoga die Atemtherapie, die zu mehr Gelassenheit, Gesundheit und Vitalität führen soll. Atmungsübungen und Entspannung sind Wege zur Achtsamkeit – dem bewussten Lenken deiner Sinne. Wichtig ist, dass du Kontakt zu deinem Atem aufnimmst, auf deine Atemzüge achtest und dich entspannst. Auch andere Entspannungstechniken wie das Autogene Training oder die Muskelentspannung nach Jacobson funktionieren über die Konzentration auf Atmung und Körper.

 

Übung: Die Magic Minute

Bewusst Atmen ist gar nicht so schwer: Du kannst es an jedem Ort ganz einfach und spontan ausprobieren. Bewusst Atmen bedeutet letztendlich nämlich nichts anderes, als dass du zu hundert Prozent deinen Fokus auf deinen Atem lenkst und somit den Zustand der Gedankenleere erreichst. Katja Sterzenbach nutzt hierfür die Magic Minute, in der du dich eine Minute lang voll auf dich und deinen Atem konzentrierst. In ihrem Video zeigt sie dir, wie es geht. 

 

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Erlerne Achtsamkeit, lebe im Hier und Jetzt

Die Achtsamkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Meditation, denn Entspannung beginnt im Kopf. Lenkst du die Konzentration während der Meditation auf deinen Atem, kommen deine Gedanken zur Ruhe, du befindest dich körperlich und mental im Hier und Jetzt. Yoga verbindet körperliche und geistige Übungen miteinander. Asanas – die Körperübungen – stehen hier im Mittelpunkt. Aber auch hier ist Achtsamkeit ein wichtiger Faktor des Gelingens. Das Ziel ist, Seele, Geist und Körper in Einklang zu bringen, mehr Ruhe, Gelassenheit und Konzentration zu erlangen. Sowohl in der Mediation als auch im Yoga wird oft der sogenannte Body-Scan durchgeführt. Während dieser meditativen Übung geht es darum, deine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, aber nicht zu bewerten. Auch diese Übung lenkt deine Konzentration auf die Gegenwart, denn Gedanken über Vergangenheit und Zukunft treten in den Hintergrund.

 

Die richtige Atemtechnik zum Einschlafen

Du kannst Atemübungen zur Entspannung erlernen, die dir auch nach einem langen und stressigen Tag beim Einschlafen helfen. Hierbei geht es um einen Atmungszyklus, der deinem Körper mehr Sauerstoff zuführt, beruhigend wirkt und den Puls senkt: Atme durch die Nase ein und zähle bis vier, danach hältst du dem Atem für sieben Sekunden an. Nun legst du die Zungenspitze an den Gaumen hinter deine oberen Schneidezähne und atmest weitere acht Sekunden durch den Mund aus. Diese Atmungstechnik wiederholst du insgesamt vier Mal. Wende diese Atemtechnik nicht nur zum Einschlafen an, sondern auch dann, wenn du nervös oder ängstlich bist. Dabei spielt es keine Rolle, ob du stehst, sitzt oder liegst.

 

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