Sakralchakra öffnen: Übungen, um das Svadhisthana zu heilen

Die sieben Chakren können kraftvolle Ankerpunkte sein, wenn du dich tiefer mit dir und deiner Persönlichkeit auseinandersetzen möchtest. Hier erfährst du, welche Chakren es gibt und welche Bedeutung ihnen zukommt. Wenn du dich mit deinen Emotionen, deinem Liebesleben oder deiner Kreativität befassen willst, ist es ratsam dich genauer mit dem zweiten Chakra, dem Sakralchakra (Sanskrit: Svadhisthana), zu beschäftigen.

Svadhisthana ist die Kraft, die Menschen zusammenbringt, um Energie, Emotionen und Ideen zu teilen.
Wanda Badwal

Das Sakralchakra: Bedeutung und Eigenschaften

Das Svadhisthana-Chakra befindet sich im Unterleib, etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel und umfasst somit die Blase, die Nieren und unsere Fortpflanzungsorgane. Unsere schöpferische Lebenskraft, Kreativität, Beziehungen, Fortpflanzung, Sexualität und vor allem unsere Emotionen – all das sind die Hauptthemen des zweiten Chakras. Vor allem im zweiten Lebensjahr spielt das Sakralchakra eine wichtige Rolle und wird geprägt. Wir lernen unsere Bedürfnisse auszudrücken.

 

Symptome eines blockierten Sakralchakras

Wenn ein Chakra blockiert ist, drückt sich das in bestimmten körperlichen oder psychischen Symptomen aus. Im Svadhisthana-Chakra können dies zum Beispiel folgende sein:

  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Verlust von Lebensfreude
  • Schwierigkeiten, Intimität und Berührungen zuzulassen
  • Angespannt und ängstlich sein
  • Gefühle werden oft unterdrückt oder können nicht ausgedrückt werden
  • Kein Gespür für körperliche Grenzen
  • Starke Stimmungsschwankungen.

Im Gegensatz dazu, fühlst du, dass dein zweites Chakra im Gleichgewicht ist, wenn du dich ganz im Fluss des Lebens fühlst, wenn du dich wohl in deinem Körper fühlst, offen für Neues und Veränderungen bist und Freude an Bewegung und kreativen Prozessen hast.

 

Sakralchakra-Übungen

Um Blockaden in deinem zweiten Chakra zu lösen, beziehungsweise dieses zu stärken, können dir verschiedene Übungen helfen. Dabei solltest du wissen, dass sich die Übungen stets gut für dich anfühlen sollten. Überfordere dich nicht, wenn du an einer bestimmten Stelle nicht weiterkommst, sondern gib dir Zeit und gehe liebevoll mit dir selbst um.

 

Journaling- und Reflexionsfragen für das Sakralchakra

Journaling und Reflexionen sind effektive Methoden, um herauszufinden, was sich gerade in deinem Inneren abspielt. So kannst du dir deiner Gefühle bewusst werden und mit ihnen arbeiten. Lege dir etwas zu schreiben bereit und beantworte folgende Fragen, ohne lange darüber nachzudenken. Gehe so intuitiv wie möglich vor. 

  • Was stellt in einer Beziehung die größte Herausforderung für dich dar? Gibt es Muster in deinen Beziehungen?
     
  • Kannst du Gefühle gut zulassen oder unterdrückst du sie? In welchen Situationen bist du nicht mit deinen Gefühlen verbunden?
     
  • Wie kreativ bist du? Wo könntest du deine Kreativität fördern?
     
  • Was sind die wichtigsten Werte in deinem Leben? Notiere mindestens fünf Stück.
     
  • Wie gehst du mit deiner Sexualität um? Möchtest du etwas verändern?

Sakralchakra-Yoga-Übung: Stehende Figur 4

Aus yogischer Sicht helfen Hüftöffner dabei, schwierige Emotionen zu lösen und Anspannungen loszulassen. Daher eignen sich für das zweite Chakra vor allem auch hüftöffnende oder -dehnende Asanas. Die Stehende Figur 4 (Eka Pada Utkatasana) ist die ideale Übung, um dein Sakralchakra zu stärken. Sie kräftigt die Beinmuskulatur, dehnt die äußere Hüft- und Gesäßmuskulatur und entlastet den Rücken. Außerdem wirkt sie beruhigend und löst Stress und Ängste. 

  • Komme in einen aufrechten Stand. Entspanne die Schultern und atme tief ein und aus.
     
  • Drücke dein linkes Standbein fest in den Boden, für einen sicheren einbeinigen Stand. 
     
  • Lege dann deinen rechten Fußknöchel über deinen linken Oberschenkel oberhalb des Knies. 
     
  • Wichtig ist, dass du deinen Fuß aktiv flext, um deine Kniegelenke zu schützen.
     
  • Bringe die Handflächen in Gebetshaltung vor dem Herzen zusammen.
     
  • Mit der Ausatmung beuge dein linkes Standbein und bringe das rechte Knie nach außen, bis du eine Dehnung in der rechten äußeren Hüfte spürst.
     
  • Halte den Blick fokussiert auf eine Stelle. 
     
  • Bleibe hier für 10 - 20 lange Atemzüge.
     
  • Komme einatmend zurück zum Stehen und wechsle die Seite.

Diese Übung kannst du nutzen, wann immer du das Gefühl hast, dass du etwas sakrale Stärkung brauchst oder etwas aufarbeiten möchtest, dass dich blockiert. Eine regelmäßige Yoga-Praxis hilft dir außerdem, deine Lebensenergien zu erwecken.

 

Sakralchakra-Meditation

Die folgende Meditation lässt dich eine tiefe Verbindung zu deinem zweiten Chakra aufbauen. Wie auch beim Wurzelchakra, solltest du diese jedoch nicht länger als fünf Tage am Stück praktizieren, um negative Effekte zu vermeiden. 

  • Begib dich in einen aufrechten Meditationssitz und schließe die Augen.
     
  • Erwecke den Körperbereich, der in Verbindung mit dem Svadhisthana-Chakra steht, den Unterleib, indem du zunächst deine Hände aneinanderreibst, bis Wärme zwischen den Handflächen entsteht und deine Hände dann auf deinen Unterbauch legst.
     
  • Spüre, wie sich der Unterbauch mit jeder Einatmung ausdehnt und mit jeder Ausatmung zusammenzieht. Spüre in deinem Unterleib das Pulsieren, die Lebendigkeit und die Wärme.
     
  • Schwinge in deinem Sitz leicht von rechts nach links und spüre die Geschmeidigkeit und Liquidität deiner Zellen.
     
  • Erlaube dem Element des Sakralchakras, Wasser, dich weich zu machen. Fühle, was auch immer es in diesem Moment zu fühlen gibt, ohne es zu bewerten oder zu verurteilen.
     
  • Atme tief ein und aus. Spüre das Wasser in deinen Körperzellen, nimm diese Geschmeidigkeit mit in deinen Tag. Senke das Kinn, schenke dir selbst und deinem Unterleib ein Lächeln der Anerkennung. Namaste.

 

Alltagsrituale für das Sakralchakra

Das Element des zweiten Chakras, Wasser, hält zusammen, belebt und hat eine fließende und starke Energie. Die Verbindung zum Wasser ist deshalb ein kraftvolles Ritual für das Svadhisthana-Chakra. Ein Bad nehmen, in einem See schwimmen, in einer warmen Quelle baden – all das stärkt deine Sakral-Energie.

In Achtsamkeit ein Bad oder eine Dusche zu nehmen wirkt klärend. Du säuberst dabei nicht nur deinen physischen Körper, sondern auch deinen energetischen.
Wanda Badwal

Was ebenfalls deinen ganzen Körper „in Fluss“ bringt, sind Bewegungen wie Tanzen oder Yoga (zum Beispiel Tantra Yoga). Erforsche, welche Praxis dein Körper braucht. Da auch das Thema Sinnlichkeit eine große Rolle für das zweite Chakra spielt, unterstützt und heilt alles, was dir dazu einfällt: Kerzen anzünden, Blumen kaufen, den Körper verwöhnen. Überlege, was dir in deiner Weiblichkeit und in deiner Sexualität guttut.

 

Fazit: Dein Sakralchakra heilen

Alles, was also ein Wohlgefühl in dir auslöst, unterstützt und heilt dein Sakralchakra. Wann immer Situationen auftauchen, in denen du dich nicht im Fluss mit dir und deinem Leben fühlst, ist es wichtig, darauf zu vertrauen, dass du alle Tools an der Hand hast, um mit deinem zweiten Chakra zu arbeiten. Du hast die Kraft, dein Svadhisthana-Chakra zum Leuchten zu bringen und dich in deinem Körper und in deiner Gefühlswelt zu Hause zu fühlen.