Glücklich allein - Das Alleinsein als Aufruf, sich selbst zuzuwenden

Meditation & Achtsamkeit

Alleinsein hat nichts mit Einsamkeit zu tun. Während die Einsamkeit ein unangenehmer Zustand sein kann, ist das Alleinsein eine wohltuende Pause vom dauerhaften Leben in Gemeinschaft. Fallen die äußeren Einwirkungen und Kontakte weg, öffnet sich ein Zeitfenster voller Möglichkeiten zur Selbstzuwendung.

 

Was bringt dir das Alleinsein?

Die Statistik sagt, dass Menschen im Allgemeinen rund 35 Prozent ihrer Zeit allein verbringen. Die individuelle Wahrnehmung spricht jedoch eine andere Sprache. Ständig bist du von ganz verschiedenen Menschen umgeben, die mit dir kommunizieren, deine Hilfe benötigen, dir Aufträge erteilen oder einfach nur anwesend sind. Hinzu gesellen sich die elektronischen Helfer mit ihrem Output an Informationen, News und Aufforderungen zur Kontaktaufnahme. Das ist die alltägliche Situation, aus der heraus der Wunsch nach dem Alleinsein erwächst. In erster Linie ist es dann die Ruhe, die du begrüßt. Endlich hast du Zeit, die Gedanken zu ordnen und dich zu fokussieren. Hast du dieses Zeitfenster großzügig bemessen, bietet sich zudem eine unschätzbare Chance zur Selbstfindung. Nutze sie!

 

Genieße dein Glück allein – Selbstliebe lernen und stärken mit Ritualen

Rituale geben Halt und Orientierung, weil sich ihre Abläufe wiederholen. Sie sind der schützende Rahmen für deinen Tauchgang in die Tiefe. Du allein bestimmst, welche Rituale du einsetzt, um bewusst eine kleine Ich-Zeit einzuläuten und zu genießen.

  • Ordne jedem Ritual einen wiederkehrenden Rhythmus zu (zum Beispiel wöchentlich oder monatlich).
  • Fixiere den Termin in deinem Zeitplan.
  • Stärke deine Achtsamkeit durch Rituale aus Genuss, Aktivität, Wellness oder Meditation.

Indem du dich mit deinen Gedanken und Gefühlen in den Mittelpunkt stellst und dich selbst lieben lernst, kommen beim regelmäßigen Alleinsein vergessene Wünsche, Ideale und Verdrängtes zum Vorschein. Sie stärken deine Entscheidungsfähigkeit und beflügeln dich in deinem Tun. Notwendige Veränderungen und Korrekturen in allen Lebensbereichen fallen dir dadurch leichter.

 

Lass dich nicht beirren: allein glücklich zu sein, ist kein Egotrip

Vielleicht reagiert die Umwelt irritiert auf deine plötzliche Achtsamkeit im Umgang mit dir selbst. Was man der Familie und den Freunden noch mit einfachen Worten erklären kann, stößt im Kollegenkreis und bei Bekannten mitunter auf Unverständnis. Gern wird der Wunsch nach dem Glück allein als purer Egoismus oder vorübergehender Spleen betrachtet. Was bei dieser Betrachtungsweise jedoch völlig übersehen wird, sind die positiven Folgen deines achtsamen Umgangs.

Deine Persönlichkeit wird an Ausstrahlung und Souveränität gewinnen. Vielleicht wirst du zum geschätzten Fels in der Brandung, weil du dich weniger stark beeinflussen lässt. Du kannst jede Art von Druck besser kompensieren. Durch dein bewusstes Alleinsein und die Selbstzuwendung wachsen wunderbare Fähigkeiten, wie die Gelassenheit oder die Großzügigkeit im Umgang mit anderen.

 

Wie du dahin gelangst

Bist du bereit, dich dem Alleinsein zu stellen? Wie bei allen Veränderungen ist es zunächst eine Idee, die dich begeistert. Das Abenteuer beginnt mit dem ersten Schritt: Für manche ist die Meditation ein idealer Beginn. Andere bevorzugen eine konsequente Tagesplanung und stellen ihr gesamtes bisheriges Programm um. Wer seine Schritte in einem Tagebuch festhält, kann dank der Notizen seinen Weg zur Selbstliebe bilanzieren und reflektieren. Liebst du die Natur? Dann nutze einsame Waldspaziergänge, eine kleine Bergtour oder einen Aufenthalt am Meer, um einen nachhaltigen Einstieg zu finden.

Behalte dein Wohlbefinden stets im Auge. Denk an die hilfreichen Rituale, die dein Alleinsein wunderbar umrahmen und schöpfe aus deinem inneren Reichtum.

 

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