Auf der Suche nach Selbstliebe

Meditation & Achtsamkeit

Bringst du deinen Mitmenschen Verständnis und Mitgefühl entgegen, während du im Umgang mit dir selbst streng und unnachgiebig bist, fehlt es dir möglicherweise an Selbstliebe. Auf der Suche nach Selbstliebe ist Achtsamkeit ein hilfreicher Begleiter. Sie lehrt dich, dir mit Wertschätzung und Anerkennung zu begegnen und dich so anzunehmen, wie du bist.

 

Unterscheide zwischen Selbstliebe und Egoismus

Selbstliebe wird häufig negativ assoziiert, mit Egoismus, Überheblichkeit oder Selbstverliebtheit verwechselt. Ein Egoist handelt nur zugunsten seiner eigenen Person, ist überheblich, betrachtet sich als Maßstab aller Dinge und nimmt dabei keinerlei Rücksicht auf die Gefühle anderer. Ein gesundes Ego kann sich zwar durchsetzen, erkennt aber Grenzen und lässt seinen Mitmenschen Raum zur freien Entfaltung. Menschen ohne Selbstachtung stellen große Ansprüche an sich selbst und verzeihen sich keine Fehler. Sie passen sich an, wissen genau, was andere von ihnen erwarten und akzeptieren ihre eigenen Bedürfnisse nicht. Erkennst du dich in letzterem wieder, suche die Selbstliebe in dir und finde sie in der meditativen Achtsamkeit.

 

 

Verstehe Selbstliebe richtig

Nahezu jeder Mensch trägt die Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe in sich. Die Wertschätzung anderer wirkt wie eine Droge. Dein Gehirn reagiert auf Zuspruch mit der Ausschüttung von Dopamin, einem sogenannten Glückshormon. Nun tritt das Belohnungssystem des Hirns in Aktion, denn das will – logischerweise – unbedingt mehr davon. Viele Menschen geben für die ersehnte Wertschätzung sogar ihre eigenen Pläne und Ziele auf. Ein Mensch ohne Selbstwertgefühl kämpft ständig um die Anerkennung anderer. Er wehrt sich gegen die Selbstliebe, denn er will nicht als selbstsüchtig und egoistisch gelten. Doch genau diese gibt jedem Menschen Sicherheit und Stärke. Du verlierst die Angst vor dem Verlust von Anerkennung, befreist dich und gehst offen auf andere Menschen zu. Du hast keine Angst mehr, auf Ablehnung zu stoßen.

 

Wecke die Selbstachtung in dir

Was du über dich denkst, entscheidet darüber, ob du glücklich oder unglücklich bist. Abwertende Gedanken schaden dir nur. Selbstliebe hingegen macht attraktiv, verleiht dir eine positive und offene Ausstrahlung: Die Erwartungen anderer Menschen sind zweitrangig, du gehst mit Kränkungen und Verletzungen lockerer um. Dein neues Selbstvertrauen macht dich in privater und beruflicher Hinsicht erfolgreicher, denn du glaubst an deinen Erfolg. Misserfolge verlieren ihren Schrecken, deine Risikobereitschaft steigt und Entscheidungen fallen dir leichter. Du tust alles dafür, dass es dir gut geht.

 

So bekommst du mehr Selbstvertrauen

Empfindest du kein Mitgefühl für dich, braucht dein Ego Hilfe. Die Stimme deines inneren Kritikers begleitet dich auf Schritt und Tritt. Sie ist dein größter Feind – mach sie zu deinem besten Freund. Baue Selbstwertgefühl auf, zeige Verständnis für dich und deine Schwächen. Ein bestimmtes Maß an Selbstkritik ist sicherlich okay, überhäufst du dich allerdings unerbittlich und dauerhaft mit Selbstvorwürfen, wirst du garantiert unglücklich. Sprich dir selber Mut zu und habe Geduld mit dir. Machst du etwas besonders gut, lobe dich. Gestehe dir aber auch Schwächen ein, denn alle Menschen haben welche und machen Fehler. Behandle dich wie deinen besten Freund – liebevoll und großzügig.

 

Kultiviere achtsam deine Eigenliebe

Eigenliebe ist der Grundstein eines erfüllten Lebens. Weil du glaubst, du bist nie gut genug, quälst du dich mit Selbstzweifeln bis hin zum Selbsthass. Stoppe die selbstzerstörerische Gedankenflut mittels Achtsamkeit. Die Achtsamkeitsmeditation setzt bei deinem Denken an. Erkenne den negativen Kritiker in dir und distanziere dich von ihm. Nimm dich so an, wie du bist. Beobachte deine Gedanken liebevoll, ohne sie zu bewerten. Du kannst deine Gedanken kontrollieren, ihnen etwas Positives hinzufügen, über sie lachen oder einfach nicht mehr so wichtig nehmen. Du entscheidest vollkommen frei darüber, wie es dir geht.

 

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