Nobody´s perfect! - Mehr Zufriedenheit durch weniger Perfektionismus

Meditation & Achtsamkeit

Wie ist es um deine innere Zufriedenheit bestellt? Strebst du nach absoluter Perfektion? Bleibst du dabei stets ganz bei dir? Bevor du tief in das unendliche Universum der Perfektion eintauchst, solltest du deine innere Stimme aktivieren. Perfektionismus hat zwei Seiten: Einerseits ist er eine starke Triebfeder in allen Lebensbereichen und kann dich zu hohen Leistungen motivieren. Andererseits lässt er Ideale geradezu in den Himmel wachsen und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass du bei dem Versuch, sie zu erreichen, frustriert wirst. Deshalb gilt: weniger ist mehr!

 

Achtest du auf dein Selbstwertgefühl und deine Zufriedenheit?

Erfolg und Anerkennung in allen Lebensbereichen sind eine feine Sache. Sie garantieren Zufriedenheit. Doch ob im Beruf oder im Privatleben: Allzu oft sind es fremde Ziele, denen man sich unterordnet. Entspricht man diesen Erwartungen, folgt eine Belohnung. Im Lob steckt jedoch auch ein Fünkchen Manipulation. Wohl formuliert und schmeichelnd dargebracht, legt das Lob ganz beiläufig die Latte wieder ein wenig höher. Ein simples Beispiel: Dir ist ein wunderbarer Apfelkuchen gelungen. Für diese herausragende Leistung wirst du über alle Maßen gefeiert. Von diesem Zeitpunkt an trägst du die Krone der Apfelkuchenkönigin. Und jeder geht davon aus, dass du jederzeit wieder einen Apfelkuchen bäckst und deine hervorragende Leistung wiederholst oder steigerst. Der lustige und ewig strampelnde Hamster in seinem Rad wurde erfolgreich in die Spur gesetzt. Fazit: Nimm das Lob wissend und mit einem Lächeln an. Es steigert dein Selbstwertgefühl und macht dich zufrieden. Lass dich jedoch nicht auf den metaphorischen Apfelkuchen reduzieren.

 

Wie hältst du es mit der Achtsamkeit?

Lange bevor die Achtsamkeit als Sonderform der Persönlichkeitsentwicklung am Horizont der westlichen Psychotherapie erschien, schrieb Goethe folgende Worte:

                               „Warum in die Ferne schweifen?

                               Sieh, das Gute liegt so nah.

                               Lerne nur das Glück ergreifen,

                               Denn das Glück ist immer da.“

Diese Zeilen sagen dir: Bleib bei dir und richte deine Aufmerksamkeit und dein Streben auf deine Zufriedenheit und deine Ausgeglichenheit aus. Es spricht nichts gegen den Blick über den Tellerrand, aber du musst vor allem auch die positiven Dinge in deiner nahen Umgebung schätzen lernen. Geht dir dieser Gedanke völlig ab, entgeht dir eine große Portion Zufriedenheit, weil sich immer wieder der kleine Zweifel einschleicht: Könnte es nicht noch besser sein?

 

Warum bewunderst du Menschen für ihre vermeintliche Perfektion?

Natürlich vergleichst du dich mit anderen. Du siehst deren „Perfektionsleben“ und fragst dich, wann oder ob du das je erreichst. Deine Zufriedenheit nimmt ab, es macht dich unglücklich, dass dein Leben „schlechter“ ist. Über den Vergleich des eigenen Lebens mit dem Leben der anderen Menschen verortet und bewertet man sich selbst. Das kann inspirierend sein, um sich selbst Ziele zu stecken. Fällt dieser Vergleich aber allzu kritisch aus, sabotierst du dich selbst. Hilflosigkeit macht sich hier gerne breit und du hast das Gefühl, dass dein Leben nie so gut, so aufregend, so spontan sein wird, wie das der Anderen. Aber hast du mal ganz genau hingeschaut? Ist es wirklich besser oder einfach nur anders? Lerne diesen Unterschied kennen! Denn: Das perfekte Leben gibt es nicht. Du wirst nie das Gesamtbild der anderen Menschen, mit denen du dich vergleichst, zu sehen bekommen. Es sind immer nur Ausschnitte.

Niemand ist perfekt und deshalb kannst du ganz getrost sein: deinen Perfektionismus ablegen, wird dich nicht „schlechter“ oder „besser“ als jemanden machen. Jeder Mensch ist anders. Akzeptierst du das, bist du viel freier.

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