Einfach entspannen - So leicht bringst du Entspannung in deinen Alltag

Meditation & Achtsamkeit

Vermutlich atmest du genau in diesem Moment ein und aus. Schließ deine Augen, wenn dir das möglich ist. Das wird dir helfen, deine Aufmerksamkeit auf den Atem zu lenken. Dein Körper tut gerade so viele Dinge. Dein Herz schlägt. Deine Lungen atmen Luft ein und aus. Das Blut wandert durch deine Adern. Dein Körper arbeitet ohne Anstrengung und ist dabei entspannt. So einfach geht’s. Ist das nicht wunderbar?

 

Ruh dich mal aus

Wenn Tiere sich im Wald verletzen, ruhen sie sich aus. Sie suchen sich einen ruhigen Platz und bleiben dort, ohne sich zu bewegen – oft viele Tage lang. Sie wissen, dass ihr Körper so am besten heilen kann. Während dieser Zeit nehmen sie weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich. Die Weisheit des Innehaltens und der Heilung ist in den Tieren immer noch lebendig; wir Menschen haben diese Fähigkeit jedoch verloren.

Das liegt daran, dass wir Menschen das Vertrauen verloren haben, dass unser Körper weiß, was zu tun ist. Sobald wir einmal Zeit für uns haben, geraten wir in Panik und machen viele verschiedene Dinge. Achtsames Atmen hilft uns, die Kunst des Ausruhens wieder zu erlernen. Achtsames Atmen ist wie eine liebevolle Mutter, ein liebevoller Vater, die ihr Baby im Arm wiegen und sagen: »Sorge dich nicht. Ich passe gut auf dich auf. Ruh dich einfach aus.«
 

Er ist wie ein Kurzurlaub, der dich zurückbringt zu deinem wahren Zuhause.
Redaktion

Nimm deinen Atem bewusst wahr

Hier kommt der wichtigste Schritt zur Entspannung: Ganz gleich, welche Gedanken, Gefühle oder Wahrnehmungen in dir sind, dein Atem ist immer für dich da, wie ein guter Freund. Kehr zum Atmen zurück, wenn Gedanken dich davontragen, starke Gefühle dich überwältigen oder du dich unruhig und zerstreut fühlst.

Bring deinen Körper und Geist zusammen und verankere deinen Geist. Sei dir der Luft bewusst, die in deinen Körper ein- und ausströmt. Durch dieses Gewahrsein wird dein Atmen ganz von selbst leicht, ruhig und friedvoll werden. Ob du gehst, Auto fährst, im Garten arbeitest oder am Computer sitzt, du kannst zu jeder Tages- und Nachtzeit zu diesem friedvollen Atmen zurückkehren.

 

Ein Vers zum Ausruhen

Der vietnamesische Meditations- und Achtsamkeitslehrer Thich Nhat Hanh hat eine Vielzahl von wunderschönen und hilfreichen Sätzen geschrieben, die dich darin unterstützen werden, dich zu entspannen. Den folgenden kleinen Vers kannst du jederzeit nutzen, um eine Mini-Pause einzulegen. Er ist wie ein Kurzurlaub, der dich zurückbringt zu deinem wahren Zuhause.

Ich atme ein und weiß, dass ich einatme.
Ich atme aus und weiß, dass ich ausatme.

Du kannst den Vers noch verkürzen – auch dann funktioniert er:

Ein.
Aus.

 

Ein Mußetag

Die meisten von uns haben verplante Tage und volle Kalender. Doch hast du in deinem Kalender auch genügend Freiräume? Tage ohne Termine und geplante Aktivitäten, die sich ganz von selbst entfalten, ohne Zeitdruck?

An einem solchen Tag hast du die Gelegenheit, dein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen. Vielleicht machst du allein oder mit einer Freundin eine Gehmeditation oder eine Sitzmeditation im Wald. Das ist eine spannende Erfahrung, da die meisten nicht wissen, dass man sich auch zu zweit entspannen kann, ohne zu reden. Möglicherweise hast du aber mehr Lust, etwas zu lesen, zu meditieren oder Yoga zu machen.

Erfahrungsgemäß ist ein Tag, an dem wir gar nichts vorhaben, eine riesige Herausforderung für uns. Haben wir einmal nicht verplante Zeit, langweilen wir uns schnell, suchen nach Unterhaltungsmöglichkeiten oder sehen uns um, ob es nicht etwas zu tun gibt. Hast du diese Tendenz an dir selbst auch schon mal beobachtet?

Ein Mußetag ermöglicht dir, die Angst vor dem Nichtstun zu verlieren. Vielleicht glaubst du, dass Nichtstun verschwendete Zeit sei. Doch das stimmt nicht. Deine Zeit ist vor allem dafür da, dass du bist – dass du lebendig und in Frieden bist. Denn erst dann kannst du entspannen.
 

Vergeude nicht dein Leben

Auf einem Holzbrett außerhalb der Meditationshalle vieler Zenklöster gibt es eine vierzeilige Inschrift. Die letzte Zeile lautet: »Vergeudet nicht euer Leben.« Unser Leben besteht aus Tagen und Stunden, und jede Stunde ist kostbar. 

Hast du deine Stunden und unsere Tage vergeudet? Vergeudest du dein Leben? 
 

Schenk dir und der Welt ein Lächeln

Ein Lächeln kann Hunderte Muskeln in unserem Gesicht entspannen, auch unser Nervensystem. Wir können den ganzen Tag über lächeln. Den meisten Menschen fällt es nicht leicht zu lächeln, dann sollten wir darüber nachdenken, warum das so ist. Geht es dir ähnlich? Zu lächeln bedeutet, dass wir wir selbst sind, dass wir souverän und unabhängig sind und nicht in Unachtsamkeit versinken. 

Das folgende kleine Gedicht kannst du von Zeit zu Zeit rezitieren, während du atmest und lächelst:

Ich atme ein und beruhige meinen Körper.
Ich atme aus und lächle.
Im gegenwärtigen Moment verweilend,
weiß ich, es ist ein wundervoller Moment.

Siehst du, es braucht gar nicht viel, um sich zu entspannen. Es geht überall und jeder Zeit und kostet nichts! Es braucht einzig und alleine deine eigene Bereitschaft, jeden Tag lebenswerter zu machen, damit du am Ende eines Tages mit einem Lächeln auf deinen Lippen sagen kannst: Ich habe heute keinen einzigen Moment vergeudet.
 

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