Wohnung ausräuchern gegen negative Energien

Es gibt diese Momente, da fühlen wir uns einfach etwas unwohl. Ob wir nicht mehr gut schlafen oder ungern nach Hause kommen – oft können wir gar nicht genau festmachen, woher die negativen Gedanken und Gefühle kommen und was uns stört.

Die Wohnung auszuräuchern kann da eine gute Möglichkeit sein, neu anzufangen und sich von dem unsichtbaren Ballast zu befreien sowie seine Wünsche gen Himmel zu tragen.

Bereits bei den indigenen Völkern im Schamanismus galt das Räuchern als zeremonielle Reinigung und als Methode zur Vertreibung böser Geister. Aber auch heute ist das Räuchern wieder ein gerne angewandtes Ritual in verschiedensten Kulturen und Religionen, um negative Energie loszuwerden. In den letzten Jahren hat sich in den sozialen Medien mit dem sogenannten »Space Clearing«, das alte Prägungen eines Raumes aufheben soll, ein regelrechter Trend entwickelt. Dabei gibt es verschiedenste Wege, sich selbst und seine Räume zu reinigen. 

 

Wann sollte ich meine Wohnung ausräuchern?

Nach negativen Erlebnissen solltest du in Erwägung ziehen, deine Umgebung zu räuchern. Aber auch eine Party mit vielen Gästen, ein Einzug in eine neue Wohnung oder eine Pechsträhne können Anlässe sein, ein Reinigungsritual mit Rauch in deinem Wohnraum durchzuführen. 

Folgendes kann negative Energien hinterlassen, obwohl alles in Ordnung scheint:

  • ein Konflikt oder eine Auseinandersetzung
  • Krankheit
  • ein Todesfall und Trauer
  • ein Einbruch oder schlimmer Vorfall
  • der Einzug in die neue Wohnung
  • eine große Party

Negative Energien sind meist Schwingungen in der Luft, die durch die physikalischen Eigenschaften des Rauchs gebunden werden können und sich so buchstäblich aus der Luft verziehen. Die energetische Reinigung kann man sich dabei ähnlich vorstellen wie eine normale Reinigung in Form von Putzen. So wie wir den Staub aus unseren Wohnungen kehren, können wir auch die negativen Schwingungen binden und mit dem Rauch aus dem Fenster befördern. 

Es besteht außerdem die Möglichkeit. sich beim Räuchern nach den Mondphasen zu richten oder einen symbolischen Zeitpunkt, wie einen Jahres(zeiten)wechsel zum Anlass zu nehmen. Beispiele für den Einsatz ohne negative Energien oder Ereignisse sind z.B.:

 

Der Rauch verströmt eine wohlige Atmosphäre und wirkt harmonisierend.
Redaktion

Mit welchen Kräutern die Wohnung räuchern?

 

1. Salbei für die Reinigung

Vor allem dem Reinigen und Räuchern mit Salbei wird eine hohe Wirkungsweise nachgesagt. Bei Räuchern der getrockneten Blätter werden viele negative Ionen freigesetzt – die wirken sich, da ist die Bezeichnung etwas irreführend, positiv auf unsere Umgebung und die Vibrationen aus. Salbei hat eine ähnliche Wirkung wie Salzwasser (das ebenfalls gerne zum Reinigen von Räumen genommen wird). Denk einfach mal an das befreiende Gefühl, wenn man am Strand sitzt und einem der Wind die salzige Luft um die Ohren pustet.

Vor allem weißer Salbei ist eine heilige Pflanze, die schon die indigenen Völker zum Räuchern benutzten. Er kann negative und verbrauchte Energien vertreiben – wenn der Rauch sich verzieht, ist der Raum geklärt und voller positiver Schwingungen. Beim Reinigen mit Salbei solltest du erlauben, dass der Rauch alles umhüllt, was von negativer Energie befreit werden soll: dich selbst, deinen Raum und, wenn du welche hast, deine Kristalle und Talismane. 

Anleitung: 

  • Weißen Salbei kannst du in getrockneter Form bereits zu Bündeln zusammengeknotet kaufen, aber auch lose Blätter kannst du in einem feuerfesten Gefäß anbrennen und mit der rauchenden Schale durch die Räume gehen.
  • Öffne Fenster und Türen, damit sich die ungewünschten Energien dann zusammen mit dem Rauch aus der Wohnung verziehen können. 
  • Starte immer an der Tür des Raumes und gehe im Uhrzeigersinn an den Wänden entlang.
  • Mit einer Feder kannst du den Rauch auch quer durch den Raum, bis an die Decke und in alle Ecken wedeln.
  • Dabei kannst du laut oder in Gedanken den Pflanzengeist bitten, dir beim Reinigen deiner Räume zu helfen. 

 

2. Wohnung räuchern mit Palo Santo

Das heilige Holz stammt vom südamerikanischen Balsambaum – die Hölzer verbreiten einen süßlich-aromatischen Duft, der buchstäblich Balsam für die Seele ist. Der Rauch soll eine medizinisch und therapeutisch wirksame Heilenergie verströmen. Auch mit dem Palo Santo kannst du deine Räume reinigen.

Anleitung:

  • Zünde das Holz an einem Ende an und lasse es ungefähr 30 Sekunden lang brennen.
  • Blase das Feuer dann aus und puste sanft auf die Glut, um genug Rauch für die gesamte Räucherung zu erzeugen.
  • Auch hier kannst du den Pflanzengeist um Hilfe bitten.
  • Gestatte dann dem Rauch und dem aromatischen Duft, den Raum auszufüllen.
  • Starte an der Tür und gehe im Uhrzeigersinn an den Wänden der einzelnen Räume entlang.

 

3. Räuchern mit Weihrauch

Viele von uns kennen Weihrauch nur aus der Kirche – auch hier hat er das Ziel einer rituellen Reinigung. Das Aroma des Harzes vom Weihrauchbaum ist sehr intensiv und nicht für jeden geeignet. Beim Räuchern verleiht er aber Schutz und ein höheres, spirituelles Bewusstsein. Er dient auch oft zur Stimmungsaufhellung und zur Linderung von Ängsten.

Anleitung:

  • Da es sich bei Weihrauch um Harz handelt, legst du ihn am besten auf ein Stück glühende Kohle, bis sich Rauch bildet.
  • Mit der feuerfesten Schale kannst du wie auch mit Salbei und Palo Santo durch deine Räume gehen und den Geist des Weihrauchs bitten, die Energie der Zimmer zu reinigen. 

 

4. Wohnung ausräuchern mit Räucherstäbchen

Zum Ausräuchern deines Raumes brauchst du nicht immer Räucherkohle oder gebundene Räucherzweige. Gerade wenn du mal weniger Zeit hast, um Räucherzweige zu binden oder ein platzsparendes Pendent suchst, dass du als Backup lagerst, kannst du auch Räucherstäbchen für dein Ritual nutzen. Diese hast du vermutlich sowieso zu Hause und sind sehr einfach in der Handhabung.

  • Achte bei der Auswahl der Räucherstäbchen aber darauf, dass du dein Räucherritual mit hochwertigen, naturreinen Räucherstäbchen durchführst, da parfümierte und sehr kostengünstige Räucherstäbchen eher zur oberflächlichen Raumbeduftung dienen, als eine energetische Wirkung zeigen.
     
  • Nutze am besten reine Pflanzenräucherstäbchen aus Zeder, Wacholder, weißem Salbei, Weihrauch, Copal, Drachenblut, Lavendel oder Beifuß.

 

Mache das Räuchern zu einer Gewohnheit

Um die Raumreinigung lassen sich ganze Rituale bilden. So kannst du dich etwa vor dem Räuchern zur Meditation hinsetzen. Halte dabei das Hilfsmittel deiner Wahl bereits in den Händen und stimme dich geistig voll und ganz auf das bevorstehende Räuchern ein. Du kannst auch eine Kerze anzünden und dir entspannende Musik anmachen.

Beim Räuchern selbst ist es wichtig, dass du während des Rituals voll und ganz präsent bist. Sei im Augenblick und mache dir bewusst, dass du gerade räucherst, wieso du es tust und welche positiven Gedanken du manifestieren möchtest. So können die frischen, positiven Schwingungen im Raum gleich mit einer bestimmten Intention besetzt werden. Dadurch kannst du dich zu Hause wieder wie in deinem sicheren Hafen fühlen, in dem du wachsen kannst.

Das Ausräuchern deiner Wohnung kann dir dabei helfen, symbolisch negative Emotionen, Glaubenssätze und Erlebnisse loszulassen und aufzulösen. So kann es dir leichter fallen, einen Neuanfang zu wagen und gibt dir ein Gefühl von innerem Frieden. Zudem können die bestimmten Kräuter dein Wohlbefinden steigern.

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