Yoga gegen Stress

Leben & Balance

Balance ist der Schlüssel

Alles im Leben dreht sich um Balance, um ein Gleichgewicht der Kräfte und Energien. Darum, was wir geben und nehmen, wie wir mit den Herausforderungen des Lebens fließen – auch wenn wir uns dessen im Alltag kaum bewusst sind. Läuft alles gut, geschieht es automatisch. Meist merken wir erst etwas, wenn wir aus dem Gleichgewicht kommen – wenn wir zu viel arbeiten, zu wenig entspannen, zu viel Stress haben, zu wenig Freude erleben, zu vielen Energieräubern begegnen und unsere Batterien nicht genügend aufladen. Mit folgenden Übungen kannst du deine Batterien aufladen und dafür sorgen, dass du im Gleichgewicht bleibst – und deinen Stress im Alltag reduzierst.

Mache sie möglichst regelmäßig. Am besten schenkst du dir jeden Tag zur gleichen Zeit ein paar Minuten, um dein Körper-Geist-System auszugleichen. Am Anfang braucht es vielleicht ein bisschen Disziplin, diese Übungen auch noch in deinen bereits übervollen Alltag zu packen. Aber nach kurzer Zeit wirst du schon nicht mehr darauf verzichten wollen.

 

Einfache Atemmeditation

Diese Übung sollte am besten täglich nach dem Erwachen praktiziert werden. Sie ist simpel, wohltuend und effektiv und stellt eine natürliche Verbindung zur inneren Kraftquelle her.
Setz dich im Schneidersitz (Einfache Haltung) auf eine Yoga- Matte, ein Meditationskissen oder aufrecht und ohne dich auf einem Stuhl anzulehnen. Schließ die Augen und leg die Hände mit nach oben geöffneten Handflächen auf Knie oder Oberschenkel. 

Bring Zeigefinger und Daumen zusammen. Diese Fingerhaltung heißt Gyan Mudra, das Mudra der Weisheit. Der Daumen steht für das Ego, der Zeigefinger für die Weisheit. Du verbindest das Ich mit der Weisheit. Werde dir deines Atems bewusst, des ganz natürlichen Atems. Spüre, wie der Atem durch die Nase ein- und ausströmt. Nimm den feinen Luftzug am Gaumen und in der Kehle wahr. 

Beim Einatmen weitet sich der Brustkorb, und der Bauch wölbt sich vor. Gib deinem Atem Raum und erlaub dir, den Bauch rund, weich und weit werden zu lassen. Beim Ausatmen fließt die Luft vollständig aus, Bauch und Brust sinken ein. Du wirst ganz leer. Versuch nicht, den Atem bewusst zu beeinflussen, sondern schau ihm vielmehr zu. Er wird sich automatisch verlangsamen und vertiefen. Richte all deine Aufmerksamkeit auf den Fluss des Atems. 

Spüre nun auch die kleine Atempause nach dem Ausatmen, bevor der Atem wieder einströmt, sowie die Atempause nach dem Einatmen, bevor du ausatmest. Versuch nicht, den Prozess zu forcieren, indem du die Luft anhälst, sondern schau zu, wie »es dich atmet«. Wenn Gedanken kommen, schau sie kurz an und lass sie mit dem nächsten Ausatmen los.


 

Durch die liebevolle Hinwendung zu dir selbst, die bewussten Bewegungen, das Dehnen und durch die achtsame Atemführung baut Yoga Stress ab.
Redaktion

Kriya zur Stärkung deines Magnetfelds

Die folgende Arm-Halte-Übungen arbeitet am Nervensystem. Ein starkes Nervensystem trägt dazu bei, dass unser Magnetfeld ausbalanciert ist und wir resistenter gegen Stress werden. Das hat nichts mit Abschottung vor anderen Menschen zu tun – ganz im Gegenteil. Wenn du Yoga praktizierst, wirst du dir immer mehr darüber bewusst werden, dass wir alle miteinander verbunden sind. 

Setz dich in die Einfache Haltung, mit gekreuzten Beinen, oder auf einen Stuhl, jedoch ohne dich anzulehnen. Wichtig ist, die Wirbelsäule aufzurichten. Verankere deine Sitzhöcker im Boden bzw. auf der Sitzfläche des Stuhls. Strecke die Arme zu den Seiten aus, wobei die Handflächen nach unten weisen. Mach kleine Kreise rückwärts. 

Nach einer Minute beende die Bewegung. Drehe die Arme, sodass die Handflächen nach oben zeigen. Beuge die Arme und berühre mit den Fingerspitzen die Schultern. Atme nun tief ein und halte den Atem, so lange du kannst. Ausatmend entspann die Arme und leg die Hände auf die Knie. Spüre, wie die Energie durch den Oberkörper zirkuliert. Spüre der Übung ein paar Minuten nach.

 

Stärkung deines zentralen Energiekanals

Inmitten der Wirbelsäule verläuft ein Energiekanal, namens Sushumna. Hier ist unsere Achse, unsere Aufrichtung angelegt, hier steigt die Energie auf, sei es Prana oder Kundalini. Dieser Kanal kann blockiert sein; es ist möglich, dass sich Ablagerungen bilden, die das freie Fließen der Lebensenergie einschränken. Blockaden in der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle oder -quetschungen sollten möglichst behandelt und gelöst werden. Wende dich dazu an einen Osteopathen. Höre möglichst nie auf, dich zu bewegen. Yoga und Bewegung sind unerlässlich, um Krankheiten vorzubeugen und zu lindern. Um gesund zu bleiben und den Anforderungen des Lebens kreativ zu begegnen, ist es wichtig, gelegentlich Übungen für die Sushumna zu praktizieren. 

Setz dich mit gerader Wirbelsäule in die Einfache Haltung oder auf einen Stuhl. Zieh das Kinn leicht ein, streck die Brust heraus, die Handinnenflächen liegen auf den Knien. Forme nun mit dem Mund ein »Löwenlächeln«. Dazu ziehst du die Lippen hoch und zeigst die Zähne. Die oberen Schneidezähne stehen über den unteren, ohne sie zu berühren. Atme kraftvoll durch den Mund ein und aus, wobei du einatmend den Bauch betont vorstreckst und ausatmend den Nabel ruckartig einziehst. Der Atem klingt beinahe wie Kanonenschüsse. Atme auf diese Weise vier Minuten lang. 

 

Hebe nun die Arme und strecke sie V-förmig nach oben. Drücke die Ellbogen durch. Schließe die Augen und stell dir eine riesige und unendlich tiefe Wasserfläche vor, in die du hineinspringen wirst. Bleib in dieser Stellung. Du springst noch nicht, bist aber kurz davor. Es ist die Erwartung des Kommenden, in der die Kraft liegt. Das Meer, das vor dir liegt, ist größer als jeder Ozean, und du siehst den Horizont nicht. Es ist die pure Unendlichkeit, die vor deinem geistigen Auge liegt. In dieser Position kannst du jegliche sinnliche und sexuelle Energie in große Klarheit und Reinheit verwandeln. 

Jetzt spring in deiner Vorstellung kopfüber in das Wasser, wobei du äußerlich die Asana hälst. Imaginiere, wie Tonnen und Abertonnen Wasser über dir sind, während du Meter um Meter und Kilometer um Kilometer tiefer sinkst. Falle tief und berühre mit den Händen den Boden. Dies dauert eine Minute. 

Atme ein, halte den Atem und entspanne den Körper. Stell dir vor, wie er an die Oberfläche treibt. Gib deinem Körper die Leichtigkeit des Atems und lass ihn aufsteigen. Lasse jeden Teil des Körpers bewusst los. Wenn dir der Atem ausgeht, steige schneller auf. Sobald dein Kopf die Wasseroberfläche durchbricht, atme aus und entspanne dich. Dieser Übungsteil dauert ebenfalls eine Minute.

 

Diese Übungen regelmäßig ausgeführt, werden dich in deine Mitte bringen. Bist du dort erst einmal angelangt, wird dich nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringen und dein Stresspegel wird automatisch sinken. Aber bitte denke daran, dass die Betonung auf Regelmäßigkeit liegt. Es heißt, dass bereits sieben Minuten täglich reichen, um dich zu unterstützen. Schenk dir diese Zeit. Du wirst es nicht bereuen.

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