Entsäuerung: Methoden für deine Säure-Basen-Balance

Gesundheit & Ernährung

Detox: Viel mehr als nur ein Trend

Entgiftungsmaßnahmen und -methoden sind kein Teil der schulmedizinischen Ausbildung und werden häufig als Modeerscheinung, zum Beispiel unter dem Namen "Detox", als Geldmacherei abgetan. Dabei muss es gar keine teure Kur mit speziellen Produkten und Anwendungen sein - du kannst deinen Körper bei seinen natürlichen Entschlackungsprozessen durch ganz einfache Änderungen in deinem Alltag unterstützen.

Wenn das Säure-Basen-Gleichgewicht in deinem Körper wiederhergestellt ist, wirst du mit Wohlbefinden, Gesundheit, schöner Haut, glänzenden Haaren, starken Fingernägeln, weniger Müdigkeit und Heißhunger belohnt.

 

Entsäuerung: Wasser ist die preiswerteste Medizin

Fehlt deinem Organismus Wasser, fließen Stoffwechselsubstanzen nicht ab. Die Trinkmenge entscheidet über die Konzentration und Verdünnung von Säuren, das Lösen von Ablagerungen, den Nährstofftransport und Sauerstoff in den Zellen. Wasser ist elementar für uns: Der gesamte Stoffaustausch, jede Informationsübertragung, jede zelluläre Aktivität geschieht über Wasser. Bei einem Körpergewicht von 60 Kilogramm entfallen ca. 42 Liter auf Wasser.

 

Welches Wasser sollte es sein?

Dein Körper benötigt reines, klares, aufnahmefähiges Wasser. Je »leichter« das Wasser, umso besser dient es als Transportmittel und zur Entschlackung. Besonders leicht ist ein ayurvedisches Wasser (Indischer Champagner), das zehn Minuten abgekocht und körperwarm getrunken wird. Es nimmt ein Vielfaches an Schlackenstoffen auf und leitet sie aus. 

Du trinkst lieber stilles Wasser anstelle von Mineralwasser? Auch das ist eine gute Lösung: Leitungswasser wird ständig von den Wasserbehörden überwacht und kann qualitativ hochwertiger sein als ein gekauftes aus der Flasche. Außerdem umgehst du so mögliche Schadstoffe, die aus PET-Flaschen ins Mineralwasser übergehen können.

 

Gesundheit, Schönheit und Vitalität können nur erhalten werden, wenn die Säure-Basen-Bilanz stimmt.
Redaktion

Gesunde Ernährung für deinen Säure-Basen-Haushalt

Über die »richtige« Ernährung wird je nach wissenschaftlichem Standpunkt und »neuesten« Erkenntnissen sehr viel Widersprüchliches geschrieben. Unstrittig ist jedenfalls: Gesundheit, Schönheit und Vitalität können nur erhalten werden, wenn die Säure-Basen-Bilanz stimmt.

Im Bereich Ernährung geht es darum, dass dem Körper - gerade in der heutigen Zeit - mehr basische Lebenmittel zugeführt werden sollten. Die meisten Menschen ernähren sich zu ungefähr 80 Prozent säurelastig und nur zu 20 Prozent basenüberschüssig. Vor einem halben Jahrhundert war das Verhältnis umgekehrt. Basenspender wurden aus dem eigenen Garten geerntet. Säurebildende Lebensmittel standen eher selten auf dem Speiseplan.

     

    Basenbildende Lebensmittel

    Basenbildende Lebensmittel führen während der körpereigenen Oxidationsprozesse zu keinen überschüssigen Säuren, während säurebildende Nahrung im Verlauf des Verdauungsprozesses und der Verarbeitung innerhalb der Zellen zu sauren Substanzen wird. Basenbildende Lebensmittel werden besser aufgeschlossen, und ihre Brennwerte in Kilokalorien sind niedriger.

    Ohne Radikalmaßnahmen schmelzen die Säuredepots dahin. Der Stoffwechsel verbessert sich. Fett und Eiweiß werden zunehmend leichter abgebaut. Ein weiterer Vorteil der Umstellung liegt darin, alte und ungesunde Angewohnheiten abzulegen, ohne dabei fanatisch irgendeiner Ideologie anzuhängen. 

    Zu den basischen Lebensmitteln zählen insbesondere pflanzliche Lebensmittel wie die folgenden:

    • Gemüse und Salate aller Art wie Feldsalat, Artischocken, Auberginen, Bambussprossen, Bohnen, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Champignons, Dillgurken, Endivien, Erbsen, Gurken, Grünkohl, Karotten, Kresse, Kürbis, Kartoffeln, Kohlrabi, Lauch, Löwenzahn, Mais, Mangold, Paprika, Porree, Pfifferlinge, Radieschen, Rosenkohl, Rot- und Weißkraut, Rote Bete, Sauerkraut, Spargel, Spinat, Schwarzwurzel, Sellerie, Steinpilze, Tomaten, Topinambur, Wirsing, Zucchini
    • Obst, Trockenfrüchte und süße Früchte wie Apfelsinen, Aprikosen, Bananen, Feigen, Grapefruits, Hagebutten, Honigmelonen, Kirschen, Mandarinen, Mirabellen, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Quitten, Sanddorn, Zitronen
    • Süßungsmittel wie Bienenhonig, Apfelkraut, Ahornsirup, Rübenkraut

    Neutrale Lebensmittel

    Neben den basenbildenden Lebensmitteln sind auch neutrale Lebensmittel geeignet, um den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten:

    • Ananas, Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Johannisbeeren, Preiselbeeren und Datteln
    • Haselnüsse und Mandeln
    • Gerste, Hirse, Graupen, Grieß, Haferflocken, Bier, Vollkorngetreideprodukte, Knäckebrot, Grahambrot, Linsen, Vollkornreis und -nudeln,
    • Weichkäse (Brie, Camembert, Frischkäse), Quark, Rohmilch, Schafskäse, Molke, Joghurt, süße Sahne, Butter und Ziegenkäse.

    Wenn du jetzt noch auf Bio-Lebensmittel setzt, muss sich dein Körper weniger mit Chemikalien auseinandersetzen und du verhinderst das Risiko, gegen Medikamente resistente Bakterien aufzunehmen. In der Regel enthalten Nahrungsmittel aus kontrolliert biologischem Anbau auch mehr Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe und weisen eine niedrigere Schwermetallbelastung und geringere Pestizidrückstände auf.

     

    Bitterstoffe 

    Tipp: Die Phase einer Entsäuerung kann effektiver gestaltet werden, wenn regelmäßig kurz vor den Mahlzeiten bitterstoffhaltige Pflanzentees oder Tinkturen eingenommen werden. Bitterstoffe regen unsere Verdauungstätigkeit an und regulieren den Säure-Basen-Haushalt. Dabei erhöhen sie die körpereigenen Puffersysteme, die einer Übersäuerung des Körpers vorbeugen.

    In Bitterstoff-Nahrungsergänzungsmitteln können die Bitterstoffkräuter Wermut, Kalmus, Kardamom, Gewürznelken, Koriander, Gelber Enzian, Löwenzahn, Tausendgüldenkraut und Ingwer enthalten sein.

     

    Neutrale Lebensmittel 'verstoffwechseln' sich selbst und halten so eine Balance zwischen Säuren und Basen.
    Redaktion

    Entsäuern, Entgiften, Entschlacken mit Fasten

    In allen Weltreligionen gehört das Fasten traditionell zur rituellen Reinigung des Körpers, die mindestens einmal im Jahr zelebriert wird. Nur in unserem Kulturkreis scheint dieses Ritual fast verloren gegangen zu sein. Schade, denn gerade in unserer Überflussgesellschaft kann es sehr gesundheitsförderlich und eine Reifeprüfung für den bewussten Verzicht sein.

    Dabei soll es keineswegs eine Gewalttour sein, die die Menschen aus dem gewohnten Alltag reißt. Vielmehr ist die körperliche Entgiftung und Entsäuerung auch mit einem Rückzug von einlullendem, permanentem Nachrichtenmüll und geschürten Konflikten verbunden. Anhänger des Fastens stellen an sich selbst eine wohltuende geistige Entschlackung fest. Manche berichten von Glücksgefühlen und besserem Denkvermögen.

     

    Was passiert beim Fasten im Körper?

    Fasten bedeutet Urlaub für unseren Körper, für die Sinne und unsere Seele. Fasten räumt sozusagen richtig auf.  Der eigene Fokus richtet sich nach innen und bietet so eine Chance für die Entwicklung deiner Spiritualität und manche überfällige Neuorientierung. 

    Auf der körperlichen Ebene werden zu Beginn des Fastens Kohlenhydratreserven verbraucht. Nach den kritischen drei bis vier Tagen schaltet der Körper auf die Verbrennung des Fettes um, das als Reserve für Notzeiten deponiert worden ist. Ist die Umstellungsphase auf Sparflamme vorüber und es erfolgt die Verbrennung von körpereigenen Reserven, fühlen sich Fastende topfit und leistungsfähig.

     

    Vorgehensweise beim Fasten

    Neben dem Durchspülen mit viel Flüssigkeit sollte die Darmentleerung Berücksichtigung finden. Dazu eignet sich ein Einlauf oder das Trinken von einem halben Liter Glaubersalzlösung. Die Phase ohne Nahrung sollte idealerweise zehn Tage dauern. Die empfohlene Fastendauer variiert jedoch von Person zu Person, denn jeder Körper ist anders. Daher solltest du vor dem Fasten mit deiner Ärztin/deinem Arzt oder HeilpraktikerIn sprechen. 

    Dem eigentlichen Fasten gehen am besten zwei Entlastungstage voraus, um den Körper langsam einzustimmen. Am ersten richtigen Fastentag beginnt man mit einem Abführtag und gönnt sich Ruhe. Die Entgiftungstendenzen setzen meist ab dem vierten Tag ein, nachdem die Fastenkrise überwunden wurde. Nach einer Woche scheidet der Körper hartnäckige Gifte aus. Nach dem zehnten Fastentag wird mit einem Aufbautag, an dem leichte Kost (z.B. püriertes Obst und Gemüse oder ein geriebener Apfel) langsam zu sich genommen wird, das Fastenbrechen eingeleitet.

     

    Ohne Massagen keine Entgiftung

    Im Zusammenhang mit einer Gewebeübersäuerung können Massagen unterstützend und lindernd wirken. 
    Das Unterhautgewebe ist ein bevorzugter Ort, an dem der Körper unliebsame Substanzen ablagert. Als Reaktion auf Belastungen mit Schadstoffen quillt die Haut auf und wird prall elastisch, denn der Körper versucht, Giftstoffe im Gewebe durch Wasserretentionen (Einlagerungen) zu verdünnen. Wird das Bindegewebe nicht entschlackt, erschlafft die Haut mit der Zeit, denn die Elastizität der Bindegewebsfasern geht zurück. Die Haut wird faltig und dünner.

    Massagen entspannen die Muskulatur, fördern die Durchblutung der Haut und des Bindegewebes und lindern Schmerzen. Massagen lösen »Glykosierung«, »Verzuckerung« bzw. »Verklebungen« aus dem Unterhautgewebe. Das »mechanische« Lösen von Ablagerungen kann schmerzhaft sein. Der Massierende findet häufig in der Nacken- und Rückenmuskulatur schmerzhafte »Myogelosen«, wo Harnsäureeinlagerungen zu Entzündungen führen können.

     

    Die Bedeutung der Lymphe

    Unterstützt wird eine medizinische Massage durch eine gekonnte Lymphdrainage. Lymphbahnen durchziehen unseren gesamten Körper. In den »Schläuchen« fließt die Lymphflüssigkeit, kurz Lymphe (lat. Lymphe = Quellwasser, fließendes Wasser), die alle lebenden Zellen umspült. Die Lymphe transportiert lebensnotwendige Stoffe, Nährstoffe, Hormone vom Blut zur Zelle. Und umgekehrt leitet die Lymphe verbrauchte Stoffe zurück zum Blutsystem, damit sie zu den Entgiftungsorganen gelangen. Im System der Lymphbahnen sind Filterstationen eingeschaltet, die die Lymphe von Krankheitserregern, Medikamentenresten und schadhaften Zellen usw. reinigen. Diese tastbaren Lymphknoten schwellen bei starker Belastung an, müssen aber stets beweglich sein. 

    Sanfter Druck und kreisende Bewegungen beschleunigen den Abfluss gestauter Flüssigkeiten über das lymphatische System. Nach dem Lösungsvorgang erfolgt mit der Drainage die Ableitung der Stoffwechselstauungen. Massiert wird immer in Abflussrichtung der Lymphgefäße. Verschiedene Grifftechniken aktivieren des Lymphsystem, indem die Pumpleistung und die Durchflussrate gesteigert werden. Außerdem kann der Therapeut Ödemflüssigkeit durch das oberflächliche Lymphgefäßsystem über die sogenannten Wasserscheiden von einem gestauten Areal in ein gesundes Areal verschieben.

     

    Körper entsäuern mit Homöopathie

    Die eigentliche Definition der Homöopathie beruht darauf, nach der Ähnlichkeitsregel für die Behandlung eines kranken Menschen genau das Arzneimittel auszuwählen, das beim Gesunden eine ähnliche Symptomatik hervorrufen würde. Später stellte man fest, dass die Wirkung umso stärker ist, je öfter man die Ursubstanz verdünnt und verschüttelt.

    Mit homöopathischen Potenzen lassen sich Verdichtungen aus der Zellmatrix lösen. In der Naturheilkunde und in heilpraktischen Praxen ist die Berücksichtigung des Pischinger-Raumes nahezu Standard. Jeder Heilpraktiker weiß, dass er sich um die Grundregulation kümmern muss. Bei vielen Patienten ist die Zellflüssigkeit so sehr verdichtet, dass schwache Potenzen nicht ausreichen und hohe Potenzierungen unangenehme Erstverschlimmerungen hervorrufen.

    Um die typischen Heilkrisen beim Lösen mit homöopathischen Potenzen zu verhindern, empfiehlt sich zunächst eine Vorbereitung mit dem Erfolgskonzept spezieller Blüten- oder Kräutertees, Abpufferung mit basischen Mineralstoffen wie Magnesium und Kalzium und Ausleitung mit basischen Bädern. Dieses Entsäuerungskonzept ist einer sofort verordneten Hochpotenz vorzuziehen.

    Abschließend sei ergänzt, dass die Homöopathie nicht Krankheitssymptome unterdrückt, sondern aktiviert und nach dem Grundsatz Ähnliches mit Ähnlichem die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt. Sie wirkt gerade dort, wo körpereigene Regulationen noch vorhanden sind, und eignet sich hervorragend als komplementärmedizinische Ergänzung.

    Wenn du mehr zum Thema Selbstheilungskräfte erfahren möchtest, empfehlen wir dir einen Blick in die folgenden Artikel:

    Mehr für dich