Kontakt zu Verstorbenen: Wie du deine medialen Fähigkeiten entdeckst
Was Medialität bedeutet und wie du Kontakt zum Jenseits aufbaust
Was bedeutet Medialität?
Unter Medialität versteht man die Fähigkeit, Informationen aus einer nicht-physischen Ebene wahrzunehmen und zu übermitteln. Medialität geht davon aus, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und das Bewusstsein weiter besteht, sodass es möglich ist, mit dieser geistigen Ebene im Jenseits in Kontakt zu treten.
Dabei berichten Menschen, die sich als Medium verstehen, von sechs unterschiedlichen Wahrnehmungsformen dieses Kontakts:
- Hellsehen: Bilder oder innere Filme ohne Anlass
- Hellhören: Worte, Sätze oder Namen ohne Gesprochenes
- Hellfühlen: Emotionen oder körperliche Empfindungen ohne erkennbaren Auslöser
- Hellwissen: plötzliches inneres Wissen ohne erkennbare Quelle
- Hellschmecken: plötzlicher Geschmack auf der Zunge, ohne gegessen oder getrunken zu haben
- Hellriechen: eher selten, plötzlicher Geruch in der Nase (Parfüm, Blumen, Essen) ohne äußere Quelle
In der Spiritualität gilt Medialität tatsächlich nicht als »übernatürlich«. Sie gilt als eine Fähigkeit, die grundsätzlich in jedem Menschen angelegt ist – ähnlich wie Intuition oder Mitgefühl.
Mit Verstorbenen kommunizieren: Medialität als Übersetzung des Jenseits
Wenn es nach der Annahme der Medien geht, sind wir Menschen energetische Wesen. Wir stehen ständig in Verbindung und Resonanz mit unserer Umwelt – und dem Jenseits. Wie stark oder intensiv unsere Resonanz ist, hängt dabei immer von unseren eigenen Prozessen und Lebensthemen ab.
Medien übersetzen aus der Fremdsprache, die in der Geistigen Welt gesprochen wird. Bei Kontakt ins Jenseits gilt es allerdings, nicht nur eine Fremdsprache zu verstehen. Jede:r Verstorbene spricht eine eigene Sprache, übermittelt auf verschiedene Arten Informationen, die Medien dann mit ihren sechs Hellsinnen empfangen.
Medien versetzen sich in einen erweiterten Bewusstseinszustand. Das geschieht oft durch Meditation oder Konzentration. Sie stellen die innere Wahrnehmung auf besonders feine Impulse ein, um Kontakt zu Verstorbenen aufzunehmen.
Ein typischer Ablauf einer medialen Sitzung sieht wie folgt aus:
- Einstimmung: Das Medium sammelt sich und hebt seine Aufmerksamkeit an
- Kontaktphase: Es nimmt Eindrücke wahr – Bilder, Worte, Gefühle
- Übermittlung: Diese Informationen werden an die sitzende Person weitergegeben
- Validierung: Der/Die Klient:in bestätigt oder verneint Details
Wie kann ich selbst Kontakt mit Verstorbenen aufnehmen?
Auch wenn du im Hier und Jetzt präsent bist, kannst du dich gleichzeitig in der Geistigen Welt »bewegen«. Allerdings musst du dazu deinen Bewusstseinszustand verändern. Um mit Verstorbenen zu kommunizieren, solltest du also in der Lage sein, deine Energie entsprechend zu verändern, sie anzuheben. Auf der anderen Seite kommt dir die Geistige Welt aber auch entgegen, wenn sie deine Bereitschaft wahrnimmt.
Um die Energie der Geistigen Welt zu erkennen, musst du allerdings stark vertraut damit sein, wie sich deine eigene Energie anfühlt. Sonst ist es schwierig zu erkennen, ob du in deiner eigenen Gedankenwelt unterwegs bist oder tatsächlich Kontakt zur Geistigen Welt besteht. Indem wir unseren eigenen Energiekörper reinigen und stärken, erkennen wir auch, ob wir andere Energie übernommen haben und inwieweit wir bei uns selbst sind – oder in den Geschichten anderer herumschwirren.
Kann man mediale Fähigkeiten lernen?
In spirituellen Kreisen besteht die Annahme, dass Medialität erlernbar ist. Sie sei wie ein Muskel, der trainiert werden kann. Gleichzeitig braucht es Selbstreflexion und psychische Stabilität. Ein gesunder Realismus schützt davor, jede innere Regung vorschnell als Botschaft aus dem Jenseits zu interpretieren. Mögliche Wege sind regelmäßige Meditation, Schulung der Intuition, Achtsamkeitsübungen und die Arbeit mit einem Traumtagebuch.
Wenn du bewusst Kontakt mit Verstorbenen aufnehmen möchtest, kannst du behutsam vorgehen:
1. Innere Ruhe schaffen
Meditation oder stille Momente helfen, den Geist zu klären. Ein ruhiger Zustand erhöht die Sensibilität für feine Wahrnehmungen. Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir eine Übung, wie du diese Zustand erreichst.
2. Klare Intention formulieren
Sprich gedanklich oder laut aus, wen du im Jenseits erreichen möchtest. Eine einfache, offene Bitte genügt.
3. Zeichen wahrnehmen – ohne Erwartungsdruck
Kontakt mit Verstorbenen geschieht nach spiritueller Auffassung subtil. Oft sind es leise Impulse statt spektakulärer Ereignisse. Lerne, auf die kleinen Signale zu achten.
4. Vertrauen entwickeln
Zweifel blockieren nicht zwingend, aber Offenheit erleichtert das Erleben. Viele spirituelle Lehrende betonen: Es geht weniger darum, »etwas zu erzwingen«, als viel mehr darum, die eigene Wahrnehmung zu verfeinern.
Übung: Mediale Fähigkeiten entwickeln
Das Medium Vanessa Spaleck beschreibt eine Übung, die hilft, sich mit der eigenen Energie bekannt zu machen. Langfristig kann sie die Fähigkeit fördern, mit Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. So geht ihre Übung »Sitting in your power«:
- Setze dich bequem hin. Achte darauf, dass deine Füße den Boden berühren und du ungestört bist.
- Schließe deine Augen und beginne, ganz bewusst zu atmen. Spüre, wie du mit jedem Atemzug mehr bei dir ankommst. Mit jedem Atemzug sinkst du tiefer in deine innere Welt. Wenn du gut bei dir angekommen bist, stellst du dir ein weißes Licht in deiner Brust vor. Du versuchst, dieses Licht nicht nur zu sehen, sondern zu fühlen. Vertraue darauf: Es ist da!
- Dann beginnst du, dieses weiße Licht beim Einatmen immer größer werden zu lassen. Beim Ausatmen wird es immer heller, strahlender, leuchtender. Bis es dich nach einer Weile vollständig durchströmt. Und nicht nur deinen Körper. Du wirst erfahren, wie dich das Licht über deine Körpergrenzen hinaus umhüllt, und dich mit der Zeit sogar selbst in diesem leuchtenden Lichtkreis sitzen sehen und vor allem spüren. Einatmen – größer, ausatmen – heller, strahlender, leuchtender. Das ist deine Energie.
- Sitze in der Kraft dieser Energie und übe, sie zu halten. Den Fokus zu wahren. Mit der Zeit wirst du merken, wie sich die Übung verändert, wie du immer mehr wahrnimmst. Dieser Zustand ist die Grundlage für den Kontakt zu Verstorbenen.
Fazit: Mit Medialität Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen
Medialität ist die Fähigkeit, Informationen aus einer nicht-physischen, geistigen Ebene wahrzunehmen und zu übermitteln. Dabei wird davon ausgegangen, dass das Bewusstsein nach dem Tod weiter besteht und ein Kontakt mit Verstorbenen möglich ist.
- In spirituellen Traditionen gilt Medialität nicht als übernatürlich, sondern als grundsätzlich in jedem Menschen angelegte Fähigkeit. Sie muss jedoch geschult werden.
- Wer selbst Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen möchte, sollte lernen, die eigene Energie wahrzunehmen und von fremden Einflüssen zu unterscheiden.
- Wichtig sind innere Ruhe, eine klare Intention, Offenheit und Selbstreflexion. Medialität wird dabei häufig mit einem Muskel verglichen, der durch Meditation, Achtsamkeit und Übung gestärkt werden kann.
- Die Übung »Sitting in your power«, kann dir helfen, deine eigene Energie bewusst wahrzunehmen und zu stärken. Das ist die Grundlage für möglichen Jenseitskontakt.
Wichtig: Medialität kann Trost spenden, um mit dem Verlust eines Verstorbenen umzugehen – aber sie ersetzt keine Trauerarbeit und keine therapeutische Begleitung. Seriöse Begleiter:innen erkennen diese Grenzen an. Sie versprechen keine Wunder und keine garantierten Kontakte. Am Ende liegt der Kern von Medialität weniger im »Beweis« für den Kontakt mit Verstorbenen. Er liegt vielmehr in der Erfahrung von Verbundenheit.