Self Care (8/9) – Deine Gedanken befreien

Meditation & Achtsamkeit

Negative Gedanken

Manchmal grüblen wir stundenlang, und das kann depressiv machen. Wir können uns auch durch Katastrophengedanken  – unnötig – Angst machen, weil wir mit Schreckensvisionen beschäftigt sind, was Schlimmes passieren könnte. Auch wenn der Fall dann nie einritt. Wir flüstern uns selbst zu, was wir alles nicht können oder schaffen, und wie unzulänglich wir sind. Diese einschränkenden Gedanken können dich behindern und entmutigen. Umso wichtiger ist es auch deine andern Gedanken zuzulassen.

 

Befreite Gedanken

Unsere Gedanken können uns auch groß, weit und innerlich frei werden lassen. Du kennst das bestimmt: Manchmal passiert etwas in unserem Leben, was besser und schöner ist, als wir es uns jemals hätten vorstellen können. Eine noch schönere Wohnung, ein unglaublich wunderbarer Mensch, ein toller neuer Job mit unfassbar netten Leuten. Dann merken wir im Rückblick, dass unsere Vorstellungskraft vorher doch noch recht begrenzt war.

Wenn deine Gedanken freier werden, würdest du nicht mehr so viel grübeln, sondern zügig entscheiden und danach einfach tun, was eben getan werden muss. Du könntest ohne innere Verbote in jede Richtung denken. Du könntest auch annehmen, was das Leben dir bringt, anstatt mit dem zu hadern, was nicht perfekt ist.

Für diese befreiten Gedanken können wir viel tun. Du kannst einschränkende Denkweisen abschwächen oder sogar ganz beenden. Ich arbeite in Seminaren und Coachings viel mit einer Methode namens „Logosynthese®“, einer hochwirksamen energiepsychologischen Methode, die du in meinem Buch und Hörbuch kennenlernen und von mir angeleitet ausprobieren kannst.

Du kannst damit innere Blockaden rasch und nachhaltig im Unbewussten auflösen und auch einschränkende Gedanken dauerhaft loslassen. Um die Methode sicher für dich selbst anzuwenden, für dein Selbstcoaching, musst du sie allerdings erst einmal erlernen. Das kannst du mit meinem Online-Seminar „Self Care Werkzeuge“ (mit Live-Coachingtermin) tun. 

Dort lernst du alles, was du für die Selbstanwendung brauchst. Ebenso erlernst du dort das Schreibdenken, das ich dir hier gleich vorstellen möchte.

 

Selbstcoaching mit Schreibdenken

Das Schreibdenken ist eine hochwirksames Werkzeug, um deine Gedanken zu verändern und zu befreien. Beim Schreibdenken nutzt du das Schreiben als Denk-, Lern- und Fühlwerkzeug – nicht, um einen öffentlichen Text zu schreiben. Niemand außer dir wird den Text lesen. So denkst du jedenfalls, während du gerade schreibst. Hinterher kannst du nochmal neu überlegen.  Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, wie hilfreich diese Art des Schreibens wirkt: Emotional entlastend, klärend und fokussierend.

Wenn du aufschreibst, was dich belastet, verliert es seine Dringlichkeit und Dramatik, oft augenblicklich, oder einige Stunden später.
Wenn du aufschreibst, was noch verwirrend oder unentschieden durch deinen Kopf geistert, so kann es sein, dass du schon während des Schreibens Klarheit und Entscheidungsfähigkeit gewinnst.

Wenn du eine Menge an Gedanken aufgeschrieben hast, kannst du sie danach noch einmal durchlesen und markieren, was du besonders wichtig findest. Vielleicht noch einen Kernsatz darunter schreiben - und schon bist du fokussierter als vorher.
Schreiben ist wie ein Treffen mit einer guten Freundin oder einem guten Freund. Du kannst in diesem schriftlichen Gespräch all das ausdrücken, was dir wichtig ist, dein Buch hört dir zu, und dadurch entlastest und veränderst du dich und entwickelst dich weiter.

 

Self Care-Zeit beim Schreiben

Ich empfehle dir deshalb – weil das Schreibdenken so effektiv und hilfreich ist – dass du dir eine möglichst tägliche Self-Care-Zeit reservierst, in der du dir ein Notizbuch oder eine andere Form zum Aufschreiben aussuchst und dort deine Begegnung mit dir selbst kultivierst. Ich habe zu meinem Buch „Self Care – Du bist wertvoll“ ein Self Care Journal entwickelt, das du auch überall im Buchhandel kaufen kannst. Dort findest du schön gestaltet die Kategorien für die Self Care Morgen- und Abendseiten, die ich dir im Buch und auch hier vorstellen möchte. Auf meiner Seite zum Buch „Self Care“ findest du außer der Bestellmöglichkeit für die Bücher auch viele andere Infos und Links zu „Self Care“.

Ich schreibe mit den Morgen- und Abendseiten seit Langem fast jeden Tag in meinem Self Care Journal, und ich habe gemerkt, wie nach einer Weile mein Unbewusstes mitarbeitet, dadurch eine gedankliche und emotionale Neuausrichtung stattfindet und ich um ein Vielfaches fokussierter durch meinen Tag gehe. Teste doch, wie es bei dir wirkt, wenn du das Journal ein paar Tage oder Wochen geführt hast!

 

Das Self Care Journal

Mit einem Self Care Journal, das dir helfen soll, gut für dich zu sorgen, widmest du dich besonders intensiv deiner Self Care. Dabei schlägst du neue Denkwege ein und wirst schnell merken – meist schon nach ein paar Tagen – wie das Schreibdenken dein Denken im gesamten Alltag verändert, zum Positiven. Du wirst gelassener, denkst freier und zugleich kommen deine Gedanken zur Ruhe. Der Kopf ist nicht mehr so „überhitzt“, wie er es sonst oft ist, wenn die Gedanken unablässig hochaktiv kreisen.

Wie wäre es, wenn du dich am Abend gemütlich aufs Sofa setzt, dir deine Lieblingsmusik auflegst oder ein paar Momente auf die Stille oder die Geräusche lauschst, die nun mal da sind, und dann einen schönen Stift und etwas zu schreiben, Notizbuch, das Self Care Journal, zur Hand nimmst, und dann folgende Kategorien ausprobierst.

Zu jeder Kategorie kannst du einfach ein paar Sätze schreiben, ohne langes Nachdenken – was dir gerade in den Sinn kommt. Eine Seite insgesamt reicht, denn es soll ja keine Last und keine Pflichtaufgabe mit viel Zeiteinsatz werden. Solche Aufgaben hast du am Tag ohnehin schon genug.

 

Die Abendseiten im Self Care Journal

Hier sind die Kategorien, die ich dir für den Abend vorschlage, und die du auf den Abendseiten auch im Self Care Journal findest.

1. Kategorie „Danke“: Hier kannst du mehrere Dinge aufschreiben, für die du an dem Tag oder grundsätzlich dankbar bist. Diese Übung ist sehr bekannt, weil viele Menschen merken, wie umfassend sie sich auf das Leben auswirkt. Wenn du das öfters machst, wirst du bald merken, wie beschenkt und erfüllt du dich fühlst. Deine Gedanken werden wie von selbst weit und frei, weil du dein Augenmerk auf all das richtest, was das Leben dir schenkt. Das ist ein ganz anderer Fokus als die gedankliche Ausrichtung auf das, was du nicht hast, was im Vergleich vielleicht andere besser als du haben, oder wo du dir noch und noch mehr wünschst, ohne dass es sich erfüllt. Das kann wirklich Spaß machen und manche entwickeln bei dieser Kategorie einen regelrechten Ehrgeiz, auch tagsüber nach Dingen zu suchen, für die man dankbar ist. Umso besser! Dankbarkeitsanlässe zu finden und Dankbarkeit zu empfinden kann man nie genug.

2. Kategorie „Lernen“: Was hast du heute gelernt? Was waren Lernfrüchte des Tages? Die Grundidee dabei ist ähnlich wie bei der „Danke“-Kategorie: Du siehst, was dir das Leben gibt und schenkt, anstatt zu klagen, was alles schwierig ist. Dein Denken wird dadurch freier. Der folgende Satz kann dir zusätzlich dabei helfen, in diese Richtung zu denken:

 

Wenn der Tag nicht dein Freund war, war er dein Lehrer.
Ulrike Scheuermann

3. Eine weitere Kategorie ist das „Loslassen“. Gerade am Abend ist es überaus bedeutsam, die Erlebnisse und Gedanken des Tages NICHT mit ins Bett zu nehmen, sondern zur Ruhe kommen lassen. Doch wie gelingt das Loslassen? Mit Schreibdenken. Aufschreiben ist die ideale Form, um belastende, überaktive und kreisende Gedanken loszulassen. Alles, was du aufschreibst, ist raus aus dem Kopf. Es steht auf dem Papier und geistert nicht mehr im Kopf herum. Wenn du über Dinge nachdenkst, die du weiterverfolgen möchtest, hast du damit auch die Sicherheit, dass dir nichts verlorengeht. Am nächsten Tag kannst du nochmal nachlesen und dich weiter damit beschäftigen. Aber eben nicht in der Nacht.

4. Zum Schluss kannst du noch aufschreiben, was „Das Wichtigste“ für den Moment für dich ist. Die EINE wichtigste Sache, auf die du besonderen Wert legst. Eine Erkenntnis. Etwas, das besonders schön war am Tag. Eine Lernerfahrung. Eine Begegnung. Oder etwas ganz Schlichtes, es müssen nicht immer große Dinge sein: Ich schreibe am Abend manchmal einfach nur noch als Wichtigstes auf: „Schlafengehen“, weil ich müde bin und mich aufs Schlafen freue.

 

Und mit diesem letzten Satz klappst du dein Self Care Journal zu und gehst zu Bett. Deine Gedanken sind zur Ruhe bekommen, zugleich sind sie befreit und wandern nicht mehr in deinem Kopf herum. Was für eine gute Grundlage, um sanft und friedlich einzuschlafen!

Ich wünsche dir viel Freude mit freien, ruhigen Gedanken und deinem Self Care Journal. 

Und im nächsten Artikel zu "Self Care" erfährst du, wie du deine Seele befreien und deine Lebensaufgabe finden und leben kannst. Denn auch das gehört zu Self Care dazu.

 

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