Yoga-Arten: Wir stellen dir die verschiedenen Stile vor

Meditation & Achtsamkeit
Frau in Yoga-Pose auf Matte

HATHA-YOGA

Hatha-Yoga ist wohl diie bekannteste und traditionellste Yoga-Richtung, die den Begriff von Yoga im Westen maßgeblich geprägt hat. Diese Yoga-Art eignet sich besonders für Einsteiger, die Yoga von Grund auf richtig lernen wollen (Gründer des modernen Hatha: Krishnamacharya, Indien). Alle meist in Indien oder den USA entwickelten Yoga-Stile basieren auf Hatha – zum Beispiel:

1. Ashtanga: der anstrengendste und forderndste aller Yoga-Stile (Pattabhi Jois/Indien). Westliche Varianten: Vinyasa Flow (Shiva Rea, USA) und Power-Yoga (Bryan Kest, USA), beide sind sehr dynamisch und anstrengend mit fließenden Übergängen zwischen den Stellungen.

2. Bikram: festes Übungsset bei 38 Grad Raumtemperatur; sehr nüchterner, eher sportlicher Yoga (Bikram Choudhury, Indien).

3. Iyengar: bekannt für große Exaktheit in der Ausführung der Stellungen; Iyengar Yoga verfolgt einen eher wissenschaftlichen, nüchternen Stil (B.K.S. Iyengar, Indien). Westlicher Ableger: Anusara (John Friend, USA) ebenfalls auf Präzision aus; fließendere Übergänge; auch Entfaltung von Herzlichkeit.

 

4. Jivamukti: fließende Bewegungen kombiniert mit dem Atem; viel Musik dazu; bunte, hippe Szene (Sharon Gannon, USA).

5. Sivananda: festes Übungsset mit Atempraxis (Rishikesh-Reihe); ganzheitlicher Yoga, der den Körperaspekt wieder stärker mit liebender Hingabe (Bhakti-Yoga), gutem Handeln (Karma-Yoga) und Weisheit (Jnana-Yoga) verbunden hat (Sivananda, Indien). Schüler Vishnudevananda bringt diesen Stil in den Westen. Yoga-Vidya: Größte Yoga-Gemeinschaft in Deutschland steht in dieser Tradition; Spiritualität kommt hier mehr zum Tragen (Sukadev Bretz, Deutschland).

6. TriYoga: verbindet Atem, Bewegungen und Mudras; wieder ein sehr dynamischer Stil (Kali Ray, USA).

7. Vini-Yoga: sehr sanfte Praxis; auf das Individuum zugeschnittene, sehr authentische Übungen; Yoga als Heilmethode (T. K. V. Desikachar, Indien).

8. Yin-Yoga: sehr ruhiger, langsamer Stil; langes Verweilen in den Positionen und tiefe Entspannung; Verbindung zur chinesischen Spiritualität „Yin/Yang“ (Paulie Zink, USA). Yin-Yoga ist ein Gegentrend zu den ganzen Power-Varianten. In diesem Zusammenhang steht auch der Trend Faszien-Yoga. Ebenfalls mit der Brücke zur chinesischen Spiritualität „Fünf Elemente“: Wellness-Yoga.

 

KUNDALINI-YOGA

Kundalini-Yoga fußt auf einer eigenen, alten Tradition, die im indischen Sikhismus begründet ist. Der Inder Yogi Bhajan hat diesen sehr ganzheitlichen, kompetenten Yoga in den Westen gebracht und angepasst. Übungen an sich eher einfach – fordernd durch langes Halten oder häufige Wiederholungen von Bewegungen; starke Atem- und Mudra-Praxis; viel Spiritualität; weißes Tantra.     

 

KRIYA-YOGA

Kriya-Yoga geht in einer langen Tradition auf den Meister Babaji zurück; vor allem Atem- und Mantra-Praxis; eher meditativer Stil. Ausbreitung im Westen durch den Inder Yogananda.

 

INTEGRALER YOGA

Integraler Yoga ist ebenfalls eher ein Raja-Yoga, ein Yoga der Meditation. Gründer war der Inder Sri Aurobindo. 

 

TANTRA

Tantra ist letztlich älter als Hatha und holt ursprünglich den spirituellen Weg aus der asketischen Ausrichtung ins alltägliche Leben. Hierzulande häufig ausschließlich mit Sexualität in Verbindung gebracht, was sehr verkürzt ist. Wichtigster Vermittler im Westen ist der Franzose Daniel Odier. 

 

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