Welcher Essenstyp bin ich?

Gesundheit & Ernährung

Gerade Frauen haben oft ein negatives Körperbild und hadern mit ihrer Figur: Ein flacherer Bauch, schlankere Beine, ein fester, straffer Po. 
Um ihre Traumfigur zu erreichen, unterwerfen sie sich nicht selten strengen Regeln oder den neuesten Diättrends. 

Doch auf lange Sicht funktionieren davon die wenigsten - hast du dich auch schon einmal gefragt, weshalb?

Ganz einfach: Jeder Körper und jeder Mensch funktioniert anders. Es gibt nicht die eine Ernährungsform, die uns alle schlank und glücklich macht. Das Geheimnis zur Wohlfühlfigur lautet: Intuitives Essen.

Aber um überhaupt wieder ein Gespür für deinen Körper und seine Bedürfnisse zu entwickeln, gilt es zunächst zu identifizieren, welcher Essenstyp du bist. So kannst du im ersten Schritt herausfinden, welche Herausforderungen du auf dem Weg zu deinem Wohlfühl-Ich meistern musst.

Im Folgenden findest du vier Gruppen von Essenstypen, entwickelt von der Ärztin und Expertin für intuitives Essen Mareike Awe. 

Sieh dir an, welche Eigenschaften, Denkmuster und Verhaltensweisen den jeweiligen Essenstypen ausmachen und entscheide, welchem du am stärksten ähnelst. 

Du findest dich in mehreren Beschreibungen wieder? Super, denn dann bist du ein Mischtyp und kannst dich noch achtsamer mit hemmenden Verhaltensmustern auseinandersetzen. 

Ein Tipp, bevor du startest: Sei wirklich ehrlich mit dir. Sich einzugestehen, welche ungeliebten Verhaltens- und Denkweisen in uns verankert sind, kann manchmal ganz schön wehtun und viele von uns verdrängen das gerne. So kommst du aber nicht zum Ziel. 

Los geht's!

 

Die vier Essenstypen: Welcher bist du?

1. Der Kugelfisch-Typ (Diäthaltende Esserin)

Zu diesem Essenstypen gehörst du, wenn du ...

  • wie ein Kugelfisch mal dünn, mal kugelrund bist (denke an Diäthaltende, die in die Jojo-Falle tappen).
  • dein Essensverhalten mit Regeln, Verboten und Kontrollen einzuschränken versuchst.
  • immer auf der Suche nach der perfekten Lösung für dein Gewichtsproblem bist.

 

Über 90% aller Diäten scheitern langfristig - Betroffene geraten in einen wahren Diät-Teufelskreis, der nach dem Jojo-Effekt von Neuem beginnt.
Dr. Mareike Awe

Wenn du zu diesem Essenstyp gehörst, wird es dir helfen, zunächst einmal von strengen und disziplinierten Vorschriften wegzukommen.  Denn diese führen früher oder später zu Ausrutschern und "Sünden", einem schlechten Gewissen und noch rigoroseren Diätregeln - ein Teufelskreis.

Beschäftige dich intensiv mit den Grundsätzen der intuitiven Ernährung und der Wahrnehmung deines eigenen Körperbildes.

 

2. Der Schildkröten-Typ (Emotionale Esserin)

Du kannst dich zu diesem Essenstypen zählen, wenn du ...

  • Essen als eine Art dicken Schutzpanzer nutzt: Bei unangenehmen Gefühlen wie Stress, Langeweile oder Trauer greifst du zu Nervennahrung und Seelentröstern, um dich kurzfristig besser zu fühlen.
  • mit Essen emotionale Bedürfnisse stillen möchtest, obwohl du weißt, dass dieses Verhalten dich langfristig unglücklich macht.

Auch als emotionaler Esserin kann es dir helfen, dich ausführlich mit den vier Grundsätzen der intuitiven Ernährung auseinanderzusetzen.
Außerdem solltest du lernen, emotionalen und körperlichen Hunger zu unterscheiden und einen anderen Weg finden, deine Emotionen zu regulieren, als durch Essen.

 

 

3. Der Blauwal-Typ (Unbewusste Esserin)

Diesem Essenstyp gehörst du an, wenn ...

  • du wie ein Blauwal mit offenem Mund durch den Ozean schwimmst: Alles, was dir in die Quere kommt, landet in deinem Mund.
  • du Essen geradezu verschlingst, ohne es bewusst wahrzunehmen.
  • Unmengen an Nahrung in deinem Bauch landet, darunter viel unnützes Zeug, das deinen Magen verstimmt.
  • du häufig isst, ohne überhaupt nachzudenken, ob du gerade Hunger hast.
  • du grundsätzlich deinen Teller leer isst - vielleicht weil du denkst, es gehöre sich so oder weil du überhaupt nicht spürst, ob du noch Hunger hast oder nicht.
  • du grundsätzlich deine körperlichen Signale kaum wahrnimmst - echte Hunger- oder Sättigungsgefühle spürst du fast nie.

 

Der Blauwal-Essenstyp isst ohne körperlichen Hunger - zum Beispiel zu festen Uhrzeiten.
Dr. Mareike Awe

Auch als unbewusste Esserin kannst du dein Essverhalten mit den Grundsätzen des intuitiven Essens bessern. 
Zusätzlich kann es dir helfen, ungeliebte Verhaltensmuster zu durchbrechen, wenn du an der Wahrnehmung deines Körperbilds arbeitest - so wird sich automatisch dein Körpergefühl bessern und du isst nicht mehr, ohne Körper- und Sättigungssignale zu übergehen.

 

4. Der Wohlfühlmensch-Typ (Intuitive Esserin)

Dieser Essenstyp ist so etwas wie das Ideal. Du kannst dich dazuzählen, wenn du ...

  • Lebensmittel zu dir nimmst, die dir guttun und gleichzeitig gut schmecken.
  • deine Mahlzeiten bei körperlichem Hunger beginnst und bei angenehmer Sättigung beendest.
  • langsam und bewusst isst.
  • Essen aus emotionalen Gründen eher weniger kennst.
  • im Einklang mit deinen natürlichen Körpersignalen lebst und dich dabei pudelwohl fühlst.

 

Dieser Essenstyp macht schon vieles richtig.

Um dein gesundes Essverhalten zu stärken oder sogar neue Anregungen für das intuitive Essen zu gewinnen, kannst du dich mit jedem der Tipps für die anderen Gruppen auseinandersetzen und schauen, was dich in deinem Wohlfühl-Essen noch bestärkt

 

Wenn du dich in einem der vier Essenstypen wiedergefunden hast, weißt du jetzt, was dich am Erreichen deines Wohlfühlgewichts hindert.

Jetzt gilt es, von der Theorie in die Praxis zu wechseln: Welche Tipps und Übungen können dir helfen, deine persönlichen Herausforderungen zu meistern? Wie schaffst du es, aus alten Verhaltensmustern und Essgewohnheiten auszubrechen und ganz intuitiv deine Wohlfühlfigur zu erreichen?

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