Essen aus Einsamkeit: So löst du emotionales Essen auf

Viele Menschen fühlen sich einsam, obwohl sie objektiv betrachtet gar nicht einsam sind, weil sie Menschen um sich herum haben, mit denen sie Zeit verbringen. Entscheidend ist dabei aber nicht, was sie objektiv haben, sondern was sie subjektiv empfinden. Und vor allem: Wie sie mit diesen Gefühlen und Gedanken umgehen. 

Nicht wenige von ihnen greifen bei unangenehmen Emotionen zu Lebensmitteln - so auch bei Einsamkeit. 


Essen aus Einsamkeit: (K)eine Lösung

Einsamkeit ist ein Gefühl, das psychoemotional Stresshormone ausschüttet, denn Menschen haben als soziale Wesen immer das Bestreben nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit.
Ob nun also tatsächlich menschliche Kontakte fehlen oder ob das Gefühl der Einsamkeit »nur« empfunden wird – beides kann Auslöser für ein Essverhalten sein, das zu Übergewicht führt. In meinem Buch »Natürlich abnehmen« erkläre ich dir die genauen Zusammenhänge von psychologischen, emotionalen, biochemischen und sozialen Wirkungen von Essen auf den Menschen. 

Steckt in der Einsamkeit die Angst, sich auf Menschen zuzubewegen und in einen sozialen Austausch zu gehen, so ist gerade dann ein Arbeiten an dieser sozialen Angst wichtig, denn Angst und Einsamkeit können sich gegenseitig verstärken. 
Dazu möchte ich dir eine Übung an die Hand geben, die Verbindung schafft und die Einsamkeit sofort lindert. Diese Übung hilft besonders Menschen, die zwischen Angst und Einsamkeit gefangen sind und Essen als Ausweg suchen.

Erfahre hier, wie du deine Ängste bewältigen kannst.

Du darfst Angst haben. Angst verbindet dich mit allen Menschen auf diesem Planeten. Sie erinnert uns an das Wichtigste im Leben: die Liebe.
Felix Klemme

Eine Herzensbotschaft an dich, wenn du in Angst und Einsamkeit gefangen bist

Du darfst Angst haben. Auch ich habe Angst. Ängste sind dazu da, um uns zu beschützen. Angst schützt dich, mich, alle Menschen. 
Wenn du das Gefühl hast, einsam zu sein, gibt es etwas, was dich mit allen Menschen auf diesem Planeten verbindet. Die Angst. Denn sie ist dazu da, um uns das Wichtigste im Leben zu erhalten und uns an das Wichtigste im Leben zu erinnern: die Liebe.

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Vertraue deinem Herzen

Vielleicht denkst du jetzt, dass du keine Liebe erfahren hast oder dass du keine Liebe fühlen kannst. Dann darfst du wissen, dass Leben erst durch Liebe entsteht. Unser Herz ist das erste Organ, das sich im Fötus entwickelt, und zum Leben erweckt wird es durch das Hormon der Liebe. Ohne dieses Liebeshormon gibt es kein Leben. Du bist also in Liebe geboren. Dein Verstand kann sich vielleicht nicht daran erinnern, dass du durch die Liebe ins Leben gerufen wurdest, aber dein Herz kann es. 

Womöglich hast du in deinem Leben schon so viele Erfahrungen gemacht, während derer du allein warst  oder allein gelassen wurdest. Vielleicht wurdest du verlassen.
All diese Enttäuschungen tun weh und hinterlassen Narben. Dein Unterbewusstsein versucht dich dann für die Zukunft vor neuen Enttäuschungen zu bewahren. Das kann so weit gehen, dass dein Angstzentrum im Gehirn so sensibilisiert ist, dass es jeden neuen Kontakt oder jede mögliche Form von Nähe blockiert. Und doch spürst du in dir einen Wunsch nach Nähe, Geborgenheit, einem Miteinander, und danach, Vertrauen zu gewinnen.

Dein Herz ist die reine Form von Vertrauen und Liebe.
Felix Klemme

Dieses Gefühl kommt aus deinem Herzen, denn dein Herz hat kein Angstzentrum wie dein Gehirn. Dein Herz ist die reine Form von Vertrauen und Liebe. Das beweist es dir jeden Tag, indem es unaufhörlich für dich schlägt. Unabhängig davon, ob du dich gut fühlst oder nicht. Frei davon, ob du im Vertrauen oder in der Angst bist. Dein Herz schlägt aus der Liebe heraus für dich und für dein Leben.

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Emotionales Essen stoppen: Übung zur Herzverbindung

Schließe für einen Moment deine Augen und lege deine Hände auf dein Herz. Stell dir vor deinem inneren Auge vor, wie dein Herz jeden Moment für dich schlägt. Vielleicht kannst du auch spüren, wie dein Herz schlägt.
Sei dir sicher, dass du nicht der einzige Mensch bist, der sich einsam fühlt. Es gibt noch andere Menschen, die sich allein und verlassen fühlen und die Angst davor haben, in Kontakt mit anderen Menschen zu treten.
Stell dir vor, du könntest dich mit einem dieser Menschen verbinden. Über dein Herz und genau jetzt in dieser Situation. Stell dir vor, du könntest ihm eine Botschaft zukommen lassen. Über ein unsichtbares Feld, das weder für unsere Augen noch für unseren Verstand sichtbar oder greifbar ist. Eine Verbindung, die existiert und mit deren Hilfe du die Möglichkeit hast, einem anderen Menschen dein Mitgefühl zu schicken.

Vielleicht möchtest du diesem Menschen Mut machen, auch sein Herz zu öffnen. Oder du möchtest ihm über diese Verbindung sagen, dass er nicht allein ist und dass auch du dieses Gefühl von Einsamkeit oder Angst kennst. Eine elektronische Botschaft wie eine E-Mail, die du über dein Herz zu einem anderen Herzen sendest. Stell dir vor, wie du diesem Menschen hilfst, indem du ihn daran erinnerst, dass er nicht allein ist und dass du jetzt in diesem Moment an ihn denkst.

Halte diese Verbindung für einige Minuten und gib deinem Herz und deinem Gefühl die Möglichkeit, auf ihre Art und Weise ihre Arbeit zu tun. Dies geschieht fernab von deinem Verstand, und es ist völlig okay, dass dieser das nicht begreift.

Tipp: Wenn es dir schwerfällt, diese Übung alleine durchzuführen, kannst du dich in unserer Podcast-Folge 52 mit Felix Klemme ab etwa Minute 33 anleiten lassen.

 

Du bist nicht allein

Es gibt Dinge, die wir uns nicht erklären können, und doch sind sie existent. Wir haben die Chance, uns für diese Möglichkeiten zu öffnen und dadurch neue Erfahrungen zu sammeln. Auch ich fühle, während ich diese Zeilen schreibe, mit dir und bin jetzt mit meinem Herzen mit dir verbunden. Denn alles, was ich hier gerade schreibe, kommt nicht aus meinem Verstand, sondern aus meinem Herzen, und genau deshalb sind wir beide gerade auch miteinander verbunden. 

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dir diesen Kontakt zu dir selbst und anderen Menschen regelmäßig erlaubst. Du wirst erkennen, dass du nicht allein bist und dass du deine Angst loslassen darfst.

 

Neben dem Essen aus Einsamkeit gibt es noch viele weitere Formen des emotionalen Essens, beispielsweise um Wut oder andere unangenehme Gefühle zu unterdrücken oder um Trauer und Schmerz zu betäuben. 
Tipps, Übungen und hilfreiche Gedanken, die dir helfen können, mit deinen Gefühlen umzugehen, ohne dabei auf dein emotionales Essverhalten zurückzugreifen, findest du im Buchtipps.

 

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