Mit Minimalismus das Wesentliche erkennen

Meditation & Achtsamkeit
Minimalismus

Minimalismus: einfach leben

Kennst du das auch, dass du „vor lauter Bäumen den Wald nicht siehst“?! Du möchtest im Supermarkt nur schnell ein paar Äpfel kaufen und kommst mit einem riesigen Korb voller Lebensmittel nach Hause? Dein Kleiderschrank ist so voll, dass er überquillt – und trotzdem weißt du oft nicht, was du anziehen sollst? In deinem Job sollst du meist drei Dinge gleichzeitig tun und dann klingelt nebenbei auch noch das Telefon? Und dann erst die Freizeit: Sport, Freunde, Familie, Hobbys – wie bringst du das bloß alles unter einen Hut?

Stell dir vor, du könntest das ganze Hamsterrad einfach mal anhalten und zu dir selber kommen. Stell dir vor, wie befreiend es wäre, wenn du alles Unwichtige aussortieren und dich aufs Wesentliche konzentrieren könntest! Einfach leben – genau das ist es, was der Minimalismus bezwecken soll.

 

Verzichten: gar nicht so einfach

Minimalismus ist ein Gegenkonzept zum Konsumwahn der westlichen Überflussgesellschaft. Die minimalistische Lebensweise zeichnet sich durch bewussten Verzicht auf Unnötiges aus. Was aber so einfach klingt, fällt vielen zunächst richtig schwer. 

Welche Dinge brauchst du wirklich in deinem Leben, welche machen dich glücklich und welche sind Ballast? Von welchen Reisen und Veranstaltungen profitierst du wirklich und welche dienen nur zum oberflächlichen Zeitvertreib? Schon allein die Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Um darüber nachzudenken, könntest du zum Beispiel anstelle der nächsten Shopping-Tour einen schönen Waldspaziergang machen und draußen in der Natur die Seele baumeln lassen. Man kann dabei sehr gut meditieren und sich über vieles klar werden.

 

Du wirst staunen, wie viel Raum plötzlich entsteht und wie befreiend das ist!
Redaktion

Ballast: einfach loslassen

Minimalismus und Konsumverzicht bedeuten nicht nur, weniger oder bewusster einzukaufen. Zu einer minimalistischen Lebensweise gehört es auch, den überflüssigen Ballast abzuwerfen, den du bereits mit dir herumschleppst oder der sich in deinen Schränken angesammelt hat. 

Wie oft hast du zum Beispiel den alten Mixer noch benutzt, den du beim Kauf des neuen „für alle Fälle“ aufgehoben hast? Wann, glaubst du, wirst du die alten Hosen noch einmal anziehen, die schon seit fünf Jahren ungenutzt im Schrank liegen? Und brauchst du auf deinem Schreibtisch wirklich 15 verschiedene Kugelschreiber?
„Loslassen“ – so heißt ab jetzt für dich die Devise. Nimm einfach mal einen großen Korb, geh durch deine Wohnung und sammle alles ein, was du seit Jahren nicht mehr in der Hand hattest oder was dir schon lange nicht mehr gefällt (oder vielleicht noch nie gefallen hat). Du wirst sehen, wie viel Raum da plötzlich entsteht und wie befreiend das ist!

Weniger Ballast – das heißt außerdem auch, dass du weniger abstauben, weniger putzen und weniger reparieren musst. Die Zeit, die du dadurch gewinnst, ist nun frei fürs Wesentliche. 

 

Minimalismus und Nachhaltigkeit

Das Aussortieren überflüssiger Konsumgüter steht keineswegs im Widerspruch zur Nachhaltigkeit – ganz im Gegenteil: Indem du Gegenstände verkaufst, tauschst oder verschenkst, führst du sie einer sinnvollen Weiterverwendung zu. Tauschbörsen, Flohmärkte oder Kleinanzeigen im Internet bringen dich mit Gleichgesinnten in Kontakt und bieten den entsprechenden Marktplatz. 

Um auf Dauer eine minimalistische Lebensweise beizubehalten, brauchst du eine gewisse Disziplin. Wehre den Anfängen und lass dich nicht wieder zum Kauf von Dingen verleiten, die du nicht wirklich benötigst. Je besser du dich auf deinen neuen Lebensstil eingestellt hast, desto mehr wirst du die neue Freiheit genießen, die er mit sich bringt.

 

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