Workaholic: Warum du im Urlaub nicht arbeiten solltest

Leben & Balance

Warum ein Workaholic auch im Urlaub nicht abschaltet

Wenn du oder ein dir nahestehender Mensch zu jenen gehören, die ihre Arbeit sehr ernst nehmen, dann ist Erholung nicht immer einfach. Oft schweifen die Gedanken zu dringenden Projekten und die Freizeit wird mit Arbeiten angefüllt, die eigentlich warten können. Arbeitssucht ist eine ernst zu nehmende Belastung für das Gleichgewicht von Körper und Seele. Die Work-Life-Balance neigt sich immer mehr Richtung Arbeit und Betroffene können nicht mehr richtig abschalten.

Selbst wenn du als Betroffener in der Freizeit nichts für den Beruf erledigst, neigen Workaholics dazu, den Tag mit anderen Tätigkeiten zu füllen. Einfach einmal entspannt den Tag genießen, scheint gar nicht mehr möglich zu sein. Wenn du das Gefühl hast, dass die Arbeitssucht langsam den Alltag bestimmt, wird es Zeit, etwas zu ändern. Achtsamkeit für das eigene Wohlbefinden und das von lieben Menschen sollte eine wichtige Schlüsselrolle einnehmen. 

 

Wenn das Grübeln nach Lösungen den Feierabend bestimmt, könnte dies ein erstes Anzeichen für einen Workaholic sein.
Redaktion

So erkennst du einen Workaholic 

Meist fängt der Übereifer ganz harmlos an. Betroffene versuchen besonders effizient zu sein und denken über schwierige Jobprobleme auch noch in den eigenen vier Wänden nach. Wenn das Grübeln nach Lösungen den Feierabend bestimmt, könnte dies ein erstes Anzeichen für einen Workaholic sein. Meist geschieht dieser Prozess schleichend. So ist es nicht leicht zu erkennen, ob die Arbeit gerade einfach in einer heißen Phase steckt oder der Workaholic in dir schon geweckt wurde. Wenn du an dir oder einem lieben Menschen Anzeichen von Erschöpfung bemerkst, wird es Zeit für eine Pause.

Der Urlaub sollte der Erholung dienen und nicht übermäßig für alltägliche Pflichten verwendet werden. Die Reisezeit ist weder dazu gedacht, um liegen gebliebene Arbeiten aufzuholen, noch um zum Beispiel eine Renovierung der Wohnung in Betracht zu ziehen. Wer eine Auszeit braucht, sollte nicht in den Ferien mit solchen Dingen anfangen. Wenn du also Anzeichen dafür entdeckst, dass dich der Arbeitseifer zu sehr gepackt hat, nimm dir Freiräume. Wie das für die Ferien am besten funktioniert, zeigen dir die folgenden Ratschläge.

 

Fünf Tipps: So erholst du dich in den Ferien richtig

Je größer deine beruflichen Herausforderungen sind, desto schwieriger ist es, diese aus deinen Gedanken zu verbannen. Aber das ist notwendig, damit du Kraft tanken kannst. Mit neuer Energie und frischem Elan gelingt die Arbeit wieder viel leichter. Deshalb leg auch als überzeugter Workaholic regelmäßig eine Pause ein. So geht’s: 

1. Vermeide jeglichen Kontakt zur Arbeit: keine Anrufe, keine Mails, keine SMS. Abwesenheitsnotizen helfen dabei, Kunden und Mitarbeitern freundlich mitzuteilen, dass du in deinen verdienten Ferien bist. Du hast ganz hartnäckige Fälle dabei? Kein Problem: Notfalls hilft es auch, ein Urlaubsziel zu wählen, in dem die Erreichbarkeit nicht gewährleistet ist.

2. Such dir für deine Auszeit einen Ort, den du noch nicht kennst. Die vielen neuen Eindrücke füllen den Tag und erlauben deinem Geist abzuschweifen. Die Seele erfreut sich an den Anblicken von stillen Gewässern, weiten Tälern oder aufregenden Berglandschaften.

3. Unternimm spannende Dinge, die deine Reise bereichern. Versuche, immer etwas Neues zu entdecken. Mach einen Ausflug, gönn dir eine sportliche Erfahrung, die dich schon lange reizt, oder fordere deinen Geist mit lehrreichen Besichtigungen.

4. Verbringe die Freizeit mit deinem Partner oder der Familie. Genieße die Verbundenheit und nimm gemeinsame Eindrücke mit in den Alltag.

5. In einer so entspannten Umgebung sind auch die Gedanken besonders frei: Wenn du in den Ferien doch noch Ideen für den Job hast, schreib sie schnell auf – und vergiss sie dann erst einmal wieder. So startest du mit neuer Kraft und deinen glänzenden Ideen zur Hand wieder gestärkt in den Alltag.

 

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