Kürbis-Salbei-Pasta und: Was unser Körper im Herbst braucht

Gesundheit & Ernährung

Wenn die Blätter fallen und trocken auf den Straßen rascheln, wenn ein kühler Wind die letzten warmen Tage wegpustet und die Natur rot, gelb und braun leuchtet, verändert sich nicht nur unsere Umgebung, sondern auch unser Körper. So wie die Blätter an den Bäumen wird auch er trockener und kälter. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Herbst die Saison der Lungen und des Dickdarms. Beide Organe nähren den Körper, einmal durch Sauerstoff, einmal durch Essen, sind aber auch fürs Loslassen verantwortlich, indem sie Kohlendioxid und Nahrungsreste ausscheiden.

Deshalb ist der Herbst die ideale Jahreszeit, um auch auf anderen Ebenen loszulassen, das Leben aufzuräumen, Projekte zu einem guten Ende zu bringen und Klarheit zu schaffen. Gleichzeitig ist es wichtig, die Verdauung zu entlasten und den Körper zu wärmen. Natürlich ist es kein Zufall, dass in der Natur jetzt Obst und Gemüse reift, das genau diese Funktionen erfüllt. Und was ist wärmender und nährender als ein warmes Kürbisgericht an einem kühlen Herbstabend? 

 

Kürbis: Nahrungs- und Heilmittel

Kürbis wird schon seit Jahrhunderten als Nahrungs- und Heilmittel geschätzt. In der chinesischen Medizin wird er zur Stärkung der Blase und bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In alten Indianer-Kulturen wurde er als entzündungshemmendes Mittel von innen und außen angewendet, und auch bei den Benediktinermönchen war er fester Bestandteil der Klosterapotheke. Heute weiß man, dass Kürbis große Mengen an Alpha- und Beta-Carotin enthält, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, Entzündungen hemmt und die Immunfunktionen verbessert.

Der Hokkaido ist eine Kürbiszüchtung aus Japan und ist einer der wenigen Kürbisse, die mitsamt Schale gekocht und verzehrt werden können. Im Vergleich zu anderen Kürbissorten enthält er siebenmal mehr zellschützendes Beta-Carotin. Und das geht glücklicherweise noch nicht mal während des langen Lagerns oder Kochens verloren. Studien weisen sogar darauf hin, dass das Beta-Carotin durch Erhitzen noch besser vom Körper verwertet werden kann. 
 
Am liebsten backe ich Hokkaidokürbis im Ofen mit etwas Olivenöl. So kommt sein volles Aroma zur Geltung. Gemischt mit Nudeln, Salbei und Mandelparmesan ergibt er eine wunderbar wärmende Herbstmahlzeit. Bon appétit!

 

Kürbis-Salbei-Pasta

Kürbis-Salbei-Pasta für 4 Personen

Zutaten:

  • 1 kg Hokkaidokürbis, entkernt und in mundgerechte Würfel geschnitten
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 500 g Spirelli-Nudeln (ich habe glutenfreie Mais-Spirelli verwendet)
  • 100 ml Olivenöl (alternativ: 80 g Ghee)
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
  • 1 Handvoll Salbeiblätter
  • Salz und Pfeffer

Für den Mandelparmesan: 

  • 4 EL Olivenöl
  • 6 EL gemahlene Mandeln
  • 2 EL Nährhefe (optional)
  • 1/5 TL Salz
     

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Den Kürbis in einer Schüssel mit Olivenöl, Salz und Pfeffer vermischen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und ca. 30 Minuten backen.
Die Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abgießen und im Topf warm halten.
In der Zwischenzeit Olivenöl in einem Topf sanft erhitzen. Den Knoblauch und die Salbeiblätter hinzufügen und ca. 3 Minuten leise köcheln lassen. Dabei aufpassen, dass die Blätter nicht zu dunkel werden. Salzen und pfeffern.
Für den Mandelparmesan Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen und gemahlene Mandeln und Nährhefe kurz darin anbraten und mit Salz abschmecken.
Das Salbei-Öl und den Kürbis zu den Nudeln in den Topf geben und gut vermischen. Gegebenenfalls noch mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Tellern verteilen und mit Mandelparmesan bestreut servieren.

Zeitaufwand: ca. 45 Minuten

Weitere tolle Rezepte findest du auch auf meinem Blog Wellcuisine

 

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