Michaela Russmann: Herbstzeit – die Köstlichkeiten der Rohkost

Gesunde Ernährung
Kürbiseis

Herbstliche Geschmäcker

Wenn sich der Sommer zu Ende neigt, die Blätter von den Bäumen schweben und die warmen Pullover aus dem Schrank geholt werden, fühlt sich der ein oder andere eher der heißen Gemüsesuppe und dem wärmenden Ingwertee zugetan, als der Rohkost. Dabei hat die Rohkost auch im Herbst seinen ungebrochenen Reiz. Gerade die Herbstzeit, rund um Erntedank, präsentiert sich in einer kunterbunten Vielfalt. Die breite Palette von heimischen Obst und Gemüse reicht von frischen Äpfel und Salaten über Kohlgemüse, Birnen und Wurzelgemüse. Täglich zugegriffen versorgt man seinen Körper mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen und beugt einer Verkühlung in der Übergangszeit vor. 

Die große Vielfalt wärmender Lebensmittel reicht von Chili, Ingwer, Koriander, Kardamom, Kreuzkümmel und Muskat über Zwetschke, Granatapfel, Fenchel, Kürbis, Petersilienwurzel und Kren.

Aber auch das Auge kommt im Herbst auf seine Kosten. Bunt, bunter, Rohkostherbst, könnten die Steigerungsformen lauten. Eine Riesenschüsseln gemischter Salat mit allem was der Garten (oder das Gemüseregal) hergibt, erfreut nicht nur das eigene kulinarische Herbst, sondern auch das der lieben Familie, Bekannte und Freunde.

Und auch die Rezeptvielfalt ist ganz in ROHGENUSS Manier sehr vielfältig und wie angekündigt sehr bunt. Hier eine Auswahl aus dem Kochbuch „ROHGENUSS – Die vier Jahreszeiten“:

 

Geminzte Spinatcremesuppe mit Curry

Für einen Suppentopf für Zwei

  • 450g Spinat (frisch oder TK-Ware)
  • 5g frische Minze
  • 300ml Wasser
  • 1 Suppenwürfel
  • 2 glatte TL süßes Currypulver
  • 1 TL geriebener frischer Ingwer
  • Salz und weißer Pfeffer

Die Minzblätter vom Stiel zupfen. Die restlichen Zutaten in einem Standmixer zu einer cremigen Suppe pürieren. Die Minze kurz vor Ende kurz mitmixen. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Die Zusammensetzung von Currypulver besteht je nach Zubereitung aus etwa 13 verschiedenen Komponenten. Manche Gewürze finden sich jedoch in den meisten Currymischungen wieder, vor allem Kurkuma, der dem Currypulver seine charakteristische Farbe gibt.

 

Saatenknödel

Für 8 Powerknödel

  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 50g Kürbiskerne
  • 5 Stk getrocknete Tomaten
  • 100ml Wasser
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 1 Bund Petersilie
  • Kräutersalz
  • 3 EL ungeschälter Sesam

Die Kürbiskerne und Sonnenblumenkernen sehr fein hacken. Rosmarin, gepressten Knoblauch, kleingehackte Petersilie, Kräutersalz und sehr fein geschnittene getrocknete Tomaten mit der Sonnenblumen, Kürbiskernmasse vermengen. Wasser dazugießen und die Masse gut verrühren, bis ein formbarer Teig entsteht. Aus dem Teig Kugeln formen und in Sesam wälzen.

Tipp: Die Powerknödel passen gut zu einem großen gemischten Salat.

Ölsaaten sind mit großer Sorgfalt zu lagern, da durch den Sauerstoff der Luft die reichlich vorhandenen ungesättigten Fettsäuren leicht oxidiert werden können.

Die Aufbewahrung von Ölsaaten sollte daher grundsätzlich kühl, dunkel und in fest verschließbaren Vorratsbehältern erfolgen.

 

Cremiges Kürbiseis

Für 2 dekadente Eisliebhaber

  • 250g Hokkaido Kürbis
  • 200ml Mandeldrink
  • 60g Cashewkerne
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 8 Stk Physalis
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Vanillepulver
  • 1 EL Kürbiskerne

Den Kürbis in kleine Stücke schneiden. Kürbisstücke, Mandelmilch, Cashewkerne, Agavendicksaft, Physalis, Zimt und Vanille in einem Standmixer pürieren. Die Kürbismasse nochmals abschmecken. Eventuell nachsüßen oder bei mehr Säurebedarf etwas Zitronensaft zufügen.

Die Eismasse in eine geeignete Form gießen und einige Stunden härten lassen. Die gehärtete Masse 10 Minuten antauen lassen und dann mit einem Messer in Stücke schneiden. Die Kürbiseiswürfel nochmals im Standmixer pürieren um eine cremige Konsistenz zu erlangen.

Mit einem Eisportionierer Kugeln formen und sofort servieren. Mit Kürbiskernen dekorieren.

 

ROH ROCKT!!

 

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