Deine Füße und du: Schenke ihnen Zeit, sie schenken dir Gesundheit

Meditation & Achtsamkeit

Schenke deinen Füßen Zeit - sie schenken dir Gesundheit

Wir brauchen sie so dringend wie kaum einen anderen Teil unseres Körpers, um selbstständig durch die Welt zu gehen: unsere Füße. Und trotzdem behandeln wir sie schlecht. Wir stecken sie in zu kleine, zu hohe oder zu enge Schuhe. Beim Einkauf achten wir auf gutes Aussehen, aber nicht auf gutes Material.

Dabei haben unsere Füße weitaus mehr Wertschätzung verdient. In Asien erhalten sie die Beachtung, die ihnen zusteht. In Klöstern findet man Fußabdrücke großer spiritueller Meister, die mit Blumen geschmückt und mit weißen Schals verehrt werden. Und Fußmassagen werden dort in vielen kleinen Massagesalons angeboten.

Hierzulande sind die meisten von uns mittlerweile so in den virtuellen Welten des Internets verloren oder primär im Kopf zu Hause, dass sie kaum noch in Kontakt mit ihren Füßen sind. Irgendwann fordern diese jedoch ihren Tribut. Eine solch konstante Ignoranz führt zu Fehlstellungen in den Füßen, die wiederum der Grund sind für Schmerzen in den Knien, den Hüften, im Rücken und im Nacken- und Schulterbereich. Manchmal ist diese Ursachenkette jedoch auch umgekehrt, d.h. sie geht von der Halswirbelsäule oder der Lendenwirbelsäule aus zu den Füßen.

Schenkst du deinen Füßen hingegen täglich etwas Aufmerksamkeit, wirst du schnell erkennen, wie alles miteinander verbunden ist. Und dazu braucht es nicht viel! Du kannst gleich hier und jetzt anfangen.

 

Wann immer du die Möglichkeit hast, in der Natur barfuß zu gehen, nutze sie.
Redaktion

Barfuß gehen

Die einfachste und zugleich effektivste Art, um mit deinen Füßen in Kontakt zu kommen, ist das Barfußgehen. Das kannst du überall üben, und es kostet nichts!

So geht’s: Sei offen und neugierig und probier aus, wie sich die verschiedenen Unterlagen anfühlen, auf denen du gehst. Wie läuft es sich auf einem Parkett? Was spürst du, wenn du auf einem PVC-Boden schreitest? Was kannst du wahrnehmen, wenn du auf Gras, Beton, Steinen, Kieseln, Waldboden, Sand, einer Wiese oder auf einem Fell gehst? Versuch bei dieser Übung mit deiner ganzen Aufmerksamkeit raus aus dem Kopf und runter in die Füße zu gehen. Kannst du den ganzen Fuß am Boden spüren? Nimmst du den vorderen Teil des Fußes bewusster wahr als den hinteren Teil?

Manchmal kann ein spitzer Stein im ersten Moment wehtun. Geh dann ganz bewusst einen Schritt zurück, konzentrier dich auf deinen Atem im Unterbauch und entspann dich. Atme mehrmals bewusst tief ein und aus. Lenke deinen Atem dann in die Fußsohlen und konzentrier dich bewusst auf diese Region. Geh dann wieder einen Schritt nach vorne und sei ganz offen. Wahrscheinlich ist der Schmerz dann verschwunden, bzw. der spitze Stein wird sich dann nicht mehr ganz so spitz anfühlen.

Wann immer du die Möglichkeit hast, in der Natur barfuß zu gehen, nutze sie. Tautreten am Morgen wird deinen ganzen Organismus beleben und dir ein Gefühl von Verbundenheit mit der Natur geben. Barfuß wandern in den Bergen oder am Meer vermittelt deinen Füßen Vitalität und massiert gleichzeitig die Organe, weil an den Fußsohlen die Reflexzonen des ganzen Körpers verlaufen.

 

Wechselbäder für die Füße fördern die Durchblutung
Redaktion

Kalte und heiße Fußbäder

Gönn dir auch immer wieder ein Fußbad. Probier es aus, und du wirst erleben, dass es nicht nur deinen Füßen guttut, sondern dass dein ganzes Wohlbefinden gesteigert wird. Schließlich wird über deine Füße der gesamte Körper erreicht.

Aber achte darauf, dass sich Fußbäder ganz unterschiedlich auf Körper und Geist auswirken, abhängig davon, ob du sie mit kaltem oder warmem Wasser verwöhnst und welche Zutaten du hineingibst. Während ein warmes Fußbad eine entspannende und entkrampfende Wirkung hat, regt ein kaltes den Kreislauf an und sorgt dafür, dass du wieder wach wirst.

Kalte Füße solltest du nie in warmen Wasser baden. Massier sie vorher, damit sie schön durchblutet werden. Wechselbäder für die Füße (warm/kalt/warm/kalt usw.) fördern die Durchblutung.

 

Wohltuende Badezusätze

Was das Salz für die Suppe ist, ist die richtige Zutat für dein Fußbad. Verwöhn deine Füße immer wieder mit einem schönen Bad. Du wirst dich körperlich wohler fühlen und auch geistig präsenter sein. Folgende Badezusätze empfehlen sich besonders:

  • Basisches Badesalz: eignet sich sehr gut bei Fußschmerzen. Darüber hinaus entgiftet und reinigt es den Körper
  • Rosmarin und Arnika: fördern die Durchblutung und wirken anregend. Rosmarin ist auch bei Muskelkater hilfreich
  • Lavendel: hat eine beruhigende und entspannende Wirkung
  • Rose: wärmt und erfreut die Sinne
  • Salbei: mindert Fußschweiß
  • Calendula (Ringelblume): hat eine harmonisierende und pflegende Wirkung

Wichtig ist, dass du die Füße nach einem Bad richtig abtrocknest und im Idealfall sogar die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zehen föhnst. Dies ist eine wundervolle Methode, Fußpilz zu vermeiden, und empfiehlt sich besonders nach einem Besuch im Schwimmbad.

 

Hilfe bei Fußbeschwerden

Die wenigsten Fußbeschwerden sind uns in die Wiege gelegt worden, die meisten entstehen durch Haltungs- und Bewegungsfehler. Deshalb gilt bei allen Problemen mit den Füßen: Lenke deine ganze Aufmerksamkeit und deine ganze Liebe auf die Stelle deines Fußes, die gerade schmerzt. Es ist die Hinwendung, die einen Heilungsprozess unterstützt. Darum achte auf folgende Basics im Umgang mit deinen Füßen:

  • Wende dich deinen Füßen nach Möglichkeit täglich mit einem Gefühl der Dankbarkeit zu.
  • Schenke ihnen kleine Massagen.
  • Lächle ihnen zu und atme währenddessen tief und bewusst langsam ein und aus.
  • Achte darauf, dass sich deine Füße in Schuhen wohlfühlen, dass sie dort genug Platz haben und atmen können.
  • Solltest du gerne Absätze tragen, so wechsle die Höhen immer wieder, damit sich dein Becken bei jedem Schritt frei bewegen und mitschwingen kann.
  • Übe so häufig wie möglich das Stehen an der Wand und im Lot, dadurch verbessert sich deine Aufrichtung. Achte dabei darauf, dass sich die gebeugten Knie exakt über der Mitte deines Fußes befinden (2./3. Zehe).
  • Beuge so oft wie möglich deine große Zehe oder auch alle Zehen nach unten. Diese Bewegung versorgt dich mit frischer Energie.
  • Gehe immer wieder barfuß, und das so achtsam und sanft wie möglich.

Ein paar Minuten täglich werden dir eine ganz neue Aufrichtung und Lebendigkeit schenken. Wir sind eben doch viel mehr als nur das, was wir denken.

Weitere wertvolle Tipps findest du in dem Buch „Das FußHeilbuch“ von Inka Jochum. Sie gibt dir zahlreiche einfache Übungen an die Hand, um Beschwerden zu lindern und lange gut zu Fuß zu sein.

 

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