Bakterien als Helfer für die Gesundheit

Gesundheit & Ernährung

Glaubst du, dass Bakterien bedrohlich sind?

Dass sie gefährliche Krankheitserreger sind, vor denen du dich schützen musst? - Die meisten Menschen meinen das, aber in Wahrheit ist es völlig anders, wie auch die Forschung seit Kurzem wiederentdeckt. Wir können nur zusammen mit einer Fülle und Vielfalt Bakterien leben. 
Je mehr, desto besser. 

Die alte Ansicht stammt aus dem 19. Jahrhundert, als man durch modernere Mikroskope Einzeller, zu denen Bakterien zählen, besser sehen konnte. Damals glaubte man, Lebewesen wie Mensch und Tier seien weitgehend steril. Folglich seien Bakterien Feinde, die von uns abgehalten werden müssten. Zugleich belegten Forscher die Einzeller mit den militärischen Begriffen des damaligen Zeitgeistes: sie seien „Angreifer“ und „Eroberer“ in „Heerscharen“ und bildeten „Kolonien“. Dagegen sei das Immunsystem eine „Abwehrfront“ mit „Killerzellen“ zur „Verteidigung“. Damals wurde dem natürlichen Leben Kampf und Krieg unterstellt.

Diese Begriffe sind immer noch in der Wissenschaft gängig, aber Quatsch. Sie sind unberechtigte Projektionen der Menschen und ihrer Ängste auf die Kleinstlebewesen. Es ist ganz anders. 

 

Besser ist es, die Bakterien helfen zu lassen. Und zwar so, wie sie es natürlicherweise tun würden, das heißt: im Team.
Dr. Anne Katharina Zschocke

Bakterien im Gleichgewicht

Auf der Erde ist seit ihrer Entstehung jede Oberfläche natürlicherweise bakteriell besiedelt. Bakterien bildeten sogar die feste Masse, die Atmosphäre und jegliches Leben mit aus. Pflanzen, Tiere, Menschen, alles wurde in der Entwicklungsgeschichte von Bakterien begleitet. 

Seither wohnen sie überall: Ob in der Küche, der Katze oder im heißen Vulkankrater, ob im Darm, im Acker oder im Packeis der Arktis, ob auf der Haut, in der Salzwüste oder in heißen Tiefseequellen. Auf unserem Planeten ist ein Lebensraum dann gesund, wenn eine Vielfalt von speziell an den Ort angepassten Einzellern tätig ist.
Das bedeutet für dich vielleicht eine Revolution im Weltbild. Gleichzeitig bietet es dir Chancen für Heilung.

Wenn du irgendwo ein Problem hast, sind nämlich die Einzeller beteiligt, und wenn du mit ihrer Hilfe Änderungen bewirkst, lösen sich viele Probleme einfach auf.

Die Vielfalt der Einzeller ergänzt sich gegenseitig in ihrem Stoffwechsel. Sie leben in „friedlicher Koexistenz“ und arbeiten durch feine Kommunikation immer zusammen. Dabei geben sie eine Menge an lebensfördernden Stoffen ab. Wird ihr Lebensraum gestört, geht das nicht mehr und es kommt zum Bakterienmangel oder -Durcheinander. 

Wenn es im Bad zu nass ist, wächst Schimmel, ist eine Topfpflanze zu trocken, kommen Läuse, bei zu viel Futter im Gartenteich wuchern Algen. Ob im Katzenklo oder im Garten, beim Wasser oder im Menschen: es sind die Bakterien, die den Unterschied machen. Wenn es irgendwo stinkt oder fault, kümmerlich ist oder krank, sind die Einzeller vor Ort im Ungleichgewicht.

Wie löst du dann so ein Problem? Bekämpfen kostet viel und führt selten zu dauerhaftem Erfolg. Besser ist es, die Bakterien helfen zu lassen. Und zwar so, wie sie es natürlicherweise tun würden, das heißt: im Team.

 

Effektive Mikroorganismen als Helfer

Dafür gibt es eine spezielle Mikrobenmischung, die „Effektive Mikroorganismen“ genannt wird, abgekürzt EM. Sie werden aus Milchsäurebakterien, die du vom Joghurt kennst, mit Bierhefen (Saccharoymces cerevisii) und Photosynthesebakterien, die aus der alten Zeit der Erdgeschichte stammen, gemeinsam in Stufen so kultiviert, dass sie dabei eine wirksame Gemeinschaft bilden. (Jedenfalls wenn es sich um die ursprüngliche Herstellungsweise handelt. Der Begriff „Effektive Mikroorganismen“ ist nicht schütz bar und wird inzwischen auch für Präparate verwendet, die einfach aus einzelnen Bakterienstämmen zusammengemischt sind).

EM als Multimikrobengemeinschaft in flüssiger Lösung sind fähig, in einen gestörten Lebensraum einen Impuls zu geben, so dass sich die dort vorhandenen Einzeller anregen lassen, sich ebenfalls nach den Gegebenheiten des Ortes neu zu organisieren. 

Was kompliziert klingt, ist in der Anwendung ganz einfach: Kranke Pflanzen gießt man damit, dann fangen sie wieder an gesund zu blühen und fruchten. Wenn es stinkt, versprüht man EM im Raum, und der Geruch verschwindet. Man kann sie zur Fellpflege, zur Wundbehandlung, zur Rettung alter Bäume, bei Fußpilz oder für die Gesundheit im Schweinestall einsetzen.

 

Eine geniale Hilfe bei vielen Problemen

Wir sind es nicht gewöhnt, dass es eine Lösung für verschiedene Lebensräume gibt. Du nutzt wahrscheinlich ein anderes Mittel für die Katze als zum Putzen. Aber den Bakterien ist es egal, ob sie auf einem Fell sitzen oder auf einem Fenster. Wenn sie im Ungleichgewicht sind, brauchen sie Harmonisierung. Und wenn mit den EM ein freundschaftlicher Bakterien„hinweis“ kommt, wie sie wieder in Harmonie tätig sein können, so ist dies fast überall möglich. Die EM helfen quasi den Bakterien vor Ort bei ihrer Tätigkeit.

Am besten probierst du es einfach aus. Die meisten Menschen sind zunächst skeptisch, wenn sie von den vielen Möglichkeiten der EM hören. Machen sie dann ihre eigenen Erfahrungen sind sie verblüfft und begeistert über die Wirkung, ob für die Umgebung oder für die eigene Gesundheit. Wie man es macht und in welcher Dosierungen sie gegeben werden und auch Erfahrungsberichte findest du in meinen Büchern. 

Wenn immer du ein Problem hast, frag die Bakterien, ob sie dir helfen können. Du wirst staunen!

Übrigens: Die Handelsbezeichungen der EM im deutschsprachigen Europa lauten „Farming“, „Urlösung“ und „EM1“. Es gibt EM-Lösungen, die speziell für die Einnahme beim Menschen vorgesehen sind wie  „Mikroveda life pur“ oder „Multi-Impuls“.

 

©Alexandra Kaumanns

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