Digital Detox: So funktioniert's!

Leben & Balance

Einfach abschalten: das Handy, das Internet und den Geist. Dazu fordern Krankenkassen auf, die nach mehreren Studien im täglichen Online-Modus mentale und gesundheitliche Belastungsformen erkennen. Ums Entspannen ohne digitale Medien geht es bei Digital Detox. Diese digitale Entgiftung tut deiner Energiebilanz gleich auf mehreren Ebenen gut, indem sie die Akkus deiner Digitalgeräte schont und auch dir mehr Energie verspricht.

 

Digital Detox: Verbanne die Arbeit vom Nachtkästchen

Ständig erreichbar, jederzeit einsatzbereit und allerorts informiert ist der moderne Arbeitnehmer im Digitalzeitalter. Neue Medien wie das Internet regieren mittlerweile jeden Lebensbereich, wodurch Arbeit und Leben miteinander verschmelzen. Mit dem Smartphone liegt ein Tor zur Arbeitswelt auf deinem Nachtkästchen, das dir außerhalb der Arbeitszeiten einfachen Zugang zu den neuesten Jobentwicklungen ermöglicht. Bei Bedarf kannst du vom Bett aus an Meetings teilnehmen, besuchst im Strandurlaub Fortbildungen und reduzierst dein Arbeitspensum, indem du schon auf dem Arbeitsweg in der Bahn deine E-Mails beantwortest. Einerseits hört sich das nach Chancen für deine Work-Life-Balance an, aber andererseits wird so aus deinem Leben selbst permanente Arbeit. 

 

Auf Digital-Diät: Reduziere mit Digital Detox das Gewicht der Digitalbelastung

Die neuen Medien verführen dich zur Reizüberflutung, indem sie deinen Geist permanent in die digitale Informationswelt entführen. Die ständige Erreichbarkeit und das Gewicht von stets verfügbarer Information lassen deinen Stresshormonspiegel ansteigen, wodurch digitale Medien neben Konzentrationsunfähigkeit auch Schlafstörungen und Überlastungserkrankungen begünstigen. Erwiesenermaßen tut ständige Ablenkung durch Internet und Co. weder der Freizeit noch der Arbeitsleistung gut. Sogar Digitalunternehmen wie Facebook verschreiben ihren Mitarbeitern mittlerweile regelmäßige Offline-Tage. Damit folgen sie dem Beispiel von Gesundheitsexperten, die der Krankheitsprävention zuliebe genauso vehement zur Informationsgewichtsreduktion durch entgiftende Digital-Diäten auffordern wie einst zur körperlichen Gewichtsreduktion. Obwohl in Gebieten wie Kalifornien mittlerweile ganze Camps für Digital Detox existieren, erzielst du durch konsequentes Selbstmanagement im Alltag ebenso gute Ergebnisse.

 

Mehr Ich-Zeit: Gib digitalen Postfächern feste Zeiten

Laut Studien des britischen King's College beeinträchtigt die Ablenkung durch das E-Mail-Postfach den IQ stärker als Drogenkonsum. Sperre Digitalpostfächer deshalb ab, um deinen Geist für die Umwelt zu öffnen. Indem du feste Tageszeiten zum E-Mail-Checken festlegst und nebenbei nicht ständig ins Postfach schaust, erhöhst du deine Entspannungszeit und Konzentrationsfähigkeit.

 

Mehr Offline-Leben: Budgetiere deinen Online-Modus

Durchschnittlich sind Deutsche mit 40 Stunden pro Woche genauso lange online, wie sie arbeiten. Um deinem Geist Erholung zu ermöglichen, lege feste Budgets für dein Surfverhalten fest und gib dir im Überschreitungsfall eine kleine Strafe.

 

Mehr Entspannung: Verhänge Digitalverbote

Der erste Griff am Morgen führt genauso viele Deutsche ans Handy wie der letzte Griff am Abend, wodurch Studien zufolge die Schlafqualität sinkt. Verbanne digitale Medien deshalb aus dem Schlafzimmer und gönne dir in den eigenen vier Wänden so wenigstens einen erholsamen Offline-Raum. Auch über den Esstisch, das Einkaufen, Ausgehen oder Spazierengehen lassen sich Digitalverbote verhängen.

 

Mehr Konzentration: Sperre Sperrbildschirmbenachrichtigungen und Vibrationsfunktionen

Bis zu 90 Prozent aller Handynutzer bilden sich regelmäßig Vibrationen ein. Indem du die Benachrichtigungsfunktionen deines Smartphones einschränkst, beugst du Angsterkrankungen vor. Lass dich vom Sperrbildschirm nicht mehr über den Eingang von Werbeemails und unwichtigen Nachrichten auf Facebook informieren, damit dein Geist dem Druck von ständigem Leuchten und Vibrieren entgeht. Dadurch reagierst du auf eingehende Information nicht mehr automatisch, sondern entscheidest dich Mal für Mal bewusst zum Öffnen bestimmter Apps. Noch drastischer und erholsamer ist die endgültige Beseitigung bestimmter App-Verknüpfungen von deinem Telefon.

 

Mehr(-)Wert: Führe digitalmedienfreie Tage ein

Im Silicon Valley praktizieren verschiedene Unternehmen im Rahmen von Digital Detox schon seit Jahren den sogenannten Handyfrei-Tag. Mach es ihnen nach, indem du mindestens einen Tag pro Woche digitale Medien aus deinem Alltag verbannst und dadurch lebst wie vor 100 Jahren. Durch belebende Waldspaziergänge ohne Navigationsgerät, aufmerksamkeitsschärfende Yoga- oder Meditationsübungen ohne störende Anrufe und entspannende Lesestunden ohne Digitalablenkung erreichst du erst dein Innerstes, bevor du dich für andere erreichbar machst.

 

Mehr für dich