Granatapfel - Was die exotische Power-Frucht alles kann

Gesundheit & Ernährung

Bioaktive Substanzen des Granatapfels bringen dein Immunsystem auf Trab

Die rubinroten bis blassgelben Samen der Granatäpfel enthalten im Fruchtfleisch und in den Kernen einen ganzen Cocktail von Mineralstoffen wie Natrium, Eisen und Kalium sowie bioaktive Stoffe. Polyphenole, Flavonoide, Gallotannine und Antioxidantien und verschiedenste Vitamine sind die Substanzen mit direkter medizinischer Wirkung. Das Granatapfelkernöl in den kleinen Kernen im Fruchtfleisch ist überdies reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren – darunter auch die für den Körper wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Die genannten bioaktiven Substanzen und Mineralstoffe wirken unter anderem Entzündungen entgegen und einige machen als Antioxidans von sich reden.

Die kleinen Früchte einschließlich der Fruchtkerne sind aber nicht nur überaus gesund, sondern sie schmecken auch noch ziemlich gut mit leicht exotischer Geschmacksrichtung und sind sehr süß. Das erklärt, warum die Früchte als außerordentliche Power-Spender gelten, die dir zu einem unmittelbaren Energieschub verhelfen. Sie können in frisch ausgepultem Zustand direkt verzehrt werden, und sie passen hervorragend als Zutat zu Salaten, Saucen oder zu Süßspeisen. Auch in Form von kaltgepresstem Saft schmecken die Granatapfelfrüchte sehr gut.

 

Der regelmäßige Verzehr von Granatapfelsaft fördert die Durchblutung und kann einer beginnenden Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) entgegenwirken.
Redaktion

Mit der Power-Frucht das Wohlbefinden fördern und der Arteriosklerose den Kampf ansagen

Es sind vor allem die Polyphenole, die das Immunsystem sogar bei der Bekämpfung verschiedener Krebsarten und bei Entzündungen unterstützen sollen. Beispielsweise können sie die Bildung körpereigener Östrogene hemmen und damit auch das Wachstum bestimmter Brustkrebszellen, die zu ihrem Wachstum auf das Hormon angewiesen sind. Ebenso konnte durch regelmäßigen Verzehr von Granatäpfeln das Wachstum von Prostatakrebs deutlich verlangsamt werden. Auch bei Krebsarten, deren Zellen auf eine Neubildung von Blutgefäßen (Neoangiogenese) angewiesen sind, wurde eine hemmende Wirkung durch Polyphenole des Granatapfels nachgewiesen.

In mehreren Studien wurde gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Granatapfelsaft die Durchblutung fördert und einer beginnenden Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) entgegenwirken kann. Die Arterien werden wieder elastischer, so dass sich auch ein niedrigerer Blutdruck einstellt. Die Blutdrucksenkung zieht wiederum viele weitere positive gesundheitliche Effekte nach sich. Als besonders wirksam hat sich dabei fermentierter (vergorener) Granatapfelsaft erwiesen.

 

Granatapfelkernöl wirkt deiner Hautalterung entgegen

Die Zusammensetzung des Granatapfelkernöls ist besonders günstig für die Haut. Vor allem die Eigenschaften einiger Inhaltsstoffe als Antioxidans kommen dabei zur Geltung. Granatapfelkernöl wirkt damit einer vorzeitigen Hautalterung entgegen. Pigmentflecken und Runzeln, die durch das UV-Licht der Sonne begünstigt werden, haben es dann sehr viel schwerer. Die verzehrten Granatapfelkerne wirken systemisch von innen über den Stoffwechsel, zeigen aber auch direkte Wirkung, wenn das Öl oder spezielle Granatapfelextrakte direkt auf die betroffenen oder gefährdeten Hautpartien aufgetragen werden.

 

Pflückreife Granatäpfel gibt es nur von September bis Februar

Granatäpfel werden seit Tausenden von Jahren im Mittelmeerraum und in Ländern des Vorderen und Mittleren Orients kultiviert. Die Haupterntezeit liegt zwischen September und Dezember. Im Lebensmittelhandel werden sie aber meist noch bis März angeboten. Da Granatäpfel zu den nicht nachreifenden Früchten gehören, ist beim Kauf im Februar und März besondere Vorsicht geboten. Die äußere Schale sollte sich ledrig fest anfühlen mit einer gelblichen bis dunkelvioletten Farbe. Wenn du weiche Stellen an der Schale entdeckst, kauf die Frucht besser nicht, weil das meist ein Zeichen für beginnenden Verderb ist. Du kannst die Früchte im Kühlschrank über mehrere Wochen ohne Qualitätsverlust aufbewahren. In den Monaten, in denen keine Granatäpfel angeboten werden, empfiehlt sich fermentierter, also vergorener Granatapfelsaft, der allerdings aus zuverlässiger Quelle stammen sollte.

 

Tipps für das Auspulen der Samen, ohne dass dir der Spaß vergeht

Im Iran dient Granatapfelsaft als beliebtes Färbemittel für Teppiche. Das deutet auf die starke Färbekraft der Frucht hin. Vorsicht ist beim Auspulen der saftigen Fruchtkerne geboten, um Flecken auf Bluse oder Hemd zu vermeiden. Eine bewährte Methode besteht darin, die Frucht oben anzuschneiden und dann die vier weißen Scheidewände einzuschneiden. Dann kann die gesamte Frucht vorsichtig auseinander gezogen werden. Die kleinen Saftbomben können dann ausgepult werden. Einige Experten empfehlen, das „Ernten“ in einer großen Schüssel mit Wasser vorzunehmen, um zu verhindern, dass sich geplatzte Früchte auf deiner Kleidung oder in deiner Küche mit dauerhaften roten Flecken verewigen.

 

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