Feierabend: So schaffst du es am Ende des Arbeitstages abzuschalten

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Feierabend: So schaffst du es, am Ende des Arbeitstages abzuschalten

Siehst du deine Arbeitskollegen seit einiger Zeit öfter als deine Familie? Und wenn du dann endlich zu Hause bist, kreisen deine Gedanken immer noch um das aktuelle Projekt in deinem Unternehmen? Dann bist du auf dem besten Weg, den Cut zwischen Arbeit und Privatleben nicht zu schaffen. Dass du damit nicht allein bist, beweist das nordrhein-westfälische Landesinstitut für Arbeitsgestaltung. Laut einer Studie des Instituts können 40 Prozent aller Beschäftigten nach Feierabend nicht richtig abschalten. Begegne dieser Entwicklung effektiv, indem du die folgenden Tipps beherzigst.

 

Mach wirklich Feierabend!

Wie willst du richtig abschalten und den Alltag vergessen, wenn du bis tief in die späten Abendstunden hinein arbeitest? Hast du nach der Ankunft in deiner Wohnung nur noch Zeit zum Duschen und Zähneputzen, läuft etwas schief. Vermeide Überstunden aus diesem Grund so gut es geht. Wichtig ist dieser Aspekt vor allem dann, wenn du nach Arbeitsschluss noch weiteren „Aufgaben“ beziehungsweise zusätzlichem „Stress“ ausgesetzt bist. Dies sind insbesondere die daheim auf dich wartenden Kinder, die Pflege eines Angehörigen oder auch der lange Heimweg – Stichwort: Pendeln. 

 

Sei nicht immer erreichbar!
Redaktion

Lass die Arbeit komplett hinter dir!

Wenn deine Gedanken einfach nicht zu Hause ankommen wollen und viel lieber im Büro bleiben, dann ist diese Situation häufig hausgemacht. Viele Beschäftigte bleiben auch nach Feierabend für ihre Kollegen oder den Chef erreichbar. Klingelt das Handy, gehen sie ran – meldet der Posteingang eine neue E-Mail, checken sie diese. Dabei reichen bereits ein paar Sekunden aus, um deine Aufmerksamkeit von daheim zurück ins Büro zu lenken. Sei während der Arbeitsruhe daher stets unerreichbar und instruiere deine Kollegen, dass sie dich nur im äußersten Notfall kontaktieren. Schalte am besten alle technischen Geräte aus und konzentriere dich auf das was zählt: dich! 

 

Such dir ein Hobby!

Deine Freizeit ist für dich beziehungsweise deine Familie da. Mach nach Dienstschluss deshalb auch nur etwas, das mit deiner Arbeit nichts gemeinsam hat. Solltest du den ganzen Tag im Büro sitzen, dann ist Sport ein geeigneter Gegenpol zu deiner bewegungsarmen Tätigkeit am Tag. Bist du aber während der Arbeit körperlich aktiv, kannst du dich guten Gewissens nach Feierabend auf dem Sofa ausruhen, fernsehen oder ein spannendes Buch lesen. Such dir ein Hobby, das dich fordert und deine Gedanken gar nicht erst auf die Arbeit lenkt. Entwickle ein Ritual – beispielsweise Joggen – und baue so den Stress ab.

 

Lerne, richtig abzuschalten!

Abschalten will gelernt sein. Was sich wie ein inhaltsleerer Spruch anhört, ist exakt das Gegenteil: Denn mit autogenem Training, Yoga und Meditieren findest du zu dir selbst. Du lernst, dich zu spüren und auf deinen Körper zu achten. Möglicherweise ist dir Henning Allmer ein Begriff, der 1996 mit seinem so genannten „Phasenmodell der Erholung“ auf sich aufmerksam machte. Es beinhaltet drei Elemente:

  • distanzieren
  • regenerieren
  • orientieren

Demnach kannst du deinen Feierabend nur dann entspannt genießen, wenn du dich vorher gedanklich von der Arbeit verabschiedest. Nach der Erholungsphase schaust du, was als Nächstes ansteht.

 

Überprüfe deine sozialen Kontakte nach Feierabend

Nach Arbeitsschluss solltest du nicht mehr allzu viel über deine Tätigkeit sprechen. Selbstverständlich berichtest du deinen Liebsten, was bei dir tagsüber Interessantes geschehen ist. Natürlich wird da auch deine Arbeit auftauchen. Beschränke dies aber auf wenige Minuten, da kannst du daheim eine Regel einführen. Genauso wichtig ist der Umstand: Arbeitskollegen sind manchmal auch gute Freunde. Dies führt dazu, dass du auch in deiner Freizeit nach der Arbeit mit deinen Kollegen Zeit verbringst. Fast unmöglich, dann nicht über den Job zu sprechen, oder? Keine Angst, du musst deinen Arbeitskollegen nicht gleich die Freundschaft kündigen. Falls ihr fast täglich noch viel Zeit nach Dienstschluss verbringt, könntest du diese aber minimieren oder ihr legt gemeinsam ein paar No-Go-Themen fest. So hast du viel gewonnen: Freunde, Freizeit und einen spannenden Austausch.

 

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