Selbstversuch: Deocreme

Work-Life-Balance
Zero Waste: Deocreme selber machen

Schon seit einigen Jahren habe ich gute Erfahrungen mit Deocreme gemacht, die ich im Internet gekauft habe. Der Umstieg vom Sprühdeo ist mir nicht schwergefallen. Die Hauptkritik, die ich im Vorfeld über Deocreme (oder aluminiumfreies Deo) gehört habe ist, dass man mehr schwitzt als vorher, da die Aluminiumsalze dafür verantwortlich sind, die Schweißdrüsen der Haut zu verschließen. Da ich generell eher wenig schwitze, war dieser Aspekt jedoch kein Hinderungsgrund für mich, die Deocreme auszuprobieren. 

 

Seit dem ersten Versuch bin ich nicht mehr umgestiegen

Meine erste Deocreme kam in einem 50 ml-Tiegel daher. Das klingt erstmal nach einer kleinen Portionsgröße, tatsächlich hat ein solcher Tiegel bei mir aber immer ein gutes halbes Jahr gehalten. Ich habe jeden Morgen etwa eine erbsengroße Menge genommen, zwischen den Fingern verrieben und unter beiden Achseln verteilt. 
Meine Erfahrungen mit der Deocreme waren durchweg gut, auch wenn sie das Schwitzen aus den oben genannten Gründen nicht verhindert hat. Dennoch war ich im Sommer wie im Winter, an Tagen mit und ohne Sport, mit meiner morgendlichen Dosis gut versorgt und konnte auch abends keinen Schweißgeruch feststellen. Insgesamt würde ich sogar sagen, dass ich nach einigen Monaten mit der Deocreme bis heute weniger schwitze als vorher.
 

 

Zero Waste

Im letzten Jahr habe ich durch die Zero Waste-Bewegung sehr viel experimentiert, ob und wie man Kosmetik und Haushaltsprodukte mithilfe von Hausmitteln selbst herstellen kann. Dabei habe ich auch nach einem Rezept für Deocreme gesucht. Es sollte möglichst einfach herzustellen sein, mit Zutaten, die man in jeder Drogerie oder in jedem Supermarkt findet.

Im Internet habe ich ein Rezept gefunden, das aus nur drei Grundzutaten besteht:

  • Kokosöl
  • Natron
  • Speisestärke
  • Bei Bedarf: ätherisches Öl

 

Die Zubereitung ist simpel

Um ein 100 ml-Schraubglas zu füllen, habe ich etwa 3 Esslöffel Kokosöl verwendet. Das Kokosöl sollte flüssig sein. Entweder ist es das bereits aufgrund der Außentemperatur oder man erhitzt es schnell im Wasserbad. Anschließend fügt man Natron und Speisestärke zu gleichen Teilen hinzu, bis eine cremige Paste entsteht. Anschließend habe ich einige Tropfen Lavendelöl hinzugefügt, um den neutralen Duft etwas zu verstärken. Achtung! Hier sollte man sparsam sein, da ätherische Öle meist sehr ergiebig sind.


 

Warum diese Zutaten?

Sowohl Kokosöl als auch Natron wirken antibakteriell und schützen die Haut somit vor Bakterien und anderen Erregern. Da Schweiß erst anfängt, unangenehm zu riechen, wenn er mit Bakterien in Berührung kommt, reichen diese wenigen Zutaten schon, um den Schweißgeruch zu hemmen. Kokosöl pflegt zudem die Haut sanft und das Lavendelöl wirkt zusätzlich hautberuhigend. 

 

Ich kann jedem empfehlen, Deocreme mal selbst auszuprobieren.
Redaktion

Selbstgemacht vs. Gekauft

Mit der selbstgemachten Deocreme bin ich mindestens genauso zufrieden wie mit dem gekauften Produkt. Außerdem kann ich dabei noch Geld, Verpackungsmüll und Lieferwege sparen und selbst mit Düften experimentieren. Bei der Wirkungsweise habe ich außerdem keine Nachteile gegenüber dem gekauften Produkt feststellen können. 

Mein einziges Problem bei beiden Varianten der Deocreme ist, dass meine Haut bei frisch rasierten Achseln leicht gereizt reagiert hat und vor allem kurz nach dem Auftragen brannte. Dieses Problem hatte ich aber bei den meisten Sprühdeos ebenso.

Daher kann ich jedem empfehlen, Deocreme mal selbst auszuprobieren. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Marken oder Rezeptvariationen, sodass sicher für jeden Hauttyp das Richtige dabei ist.

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