Selbsttest: Wie gestresst bin ich?

Work-Life-Balance

Wie Stress unser Wohlbefinden beeinflusst

Stress entsteht im Kopf. Doch er wirkt sich unmittelbar auf unseren Körper und auf unser Gehirn aus. Unser Gehirn nimmt Außenreize aller Art als stresserzeugend wahr – Kritik vom Chef, Arbeitsüberlastung ohne ausreichende Auszeiten, die Sorge um die Kinder oder die Gesundheit der eigenen Eltern. Die Stressursache fällt weniger ins Gewicht als die Art, wie wir diese Stressauslöser wahrnehmen. Dummerweise setzt unser Gehirn nämlich immer den gleichen, eingeschliffenen Reaktionszyklus in Gang: Es schüttet Cortisol aus, ein Hormon, das unser Gehirn überschwemmt und Gefühle wie Anspannung, Sorgen und Ängste verursacht. Ein zu hoher Cortisolspiegel zermürbt buchstäblich unser Herz (erzeugt gefährliche Blutdruckspitzen und begünstigt Herzinfarkte und Herzerkrankungen), unser Immunsystem und unsere Fähigkeit, klar zu denken. Gemeinsam beeinträchtigen diese negativen Stressreaktionen die Fähigkeit, innere Zufriedenheit und Freude zu empfinden. Sie führen zu Depressionen und Angstzuständen. Sie berauben uns unseres Wohlbefindens. 

Stress kann zerstörerisch sein, und deshalb solltest du folgende Fragen beantworten, um dir bewusst zu machen, in welchem Ausmaß du in deinen Alltag unter Stress stehst.

 

 

Achtsamkeit als bewährtes Mittel gegen Stress

Warum erfreut sich Achtsamkeit plötzlich so großer Beliebtheit? Warum springen so viele Wissenschaftler – von Neurowissenschaftlern bis hin zu Physikern, Ärzten, Psychologen und Biologen – auf den Meditationszug auf? Weil wir alle das Gefühl haben, unter Stress zu stehen! Und Meditation und Achtsamkeitsübungen tragen nachweislich zum Abbau von Stress bei. Eine Meditation von zehn bis fünfzehn Minuten Dauer (oder eine andere Form von Achtsamkeitsübung) senkt den Blutdruck, beruhigt das Nerven- und stärkt das Immunsystem.

Seit ich die Achtsamkeit fest in meinen Alltag integriert habe, fühle ich mich gesünder, ausgeglichener, klarer und zufriedener als je zuvor. Das bedeutet nicht, dass ich mich jedes Mal im Schneidersitz auf den Boden hocke und eine Stunde lang chante, sprich Mantren rezitiere oder spirituelle Gesänge anstimme. Und es bedeutet auch nicht, dass ich jeden Morgen oder Abend einen Meditationskurs besuche – obwohl beide Möglichkeiten bestehen, wenn jemand Lust dazu hat. Achtsamkeit ist für mich mit vier einfachen Dingen verbunden:

  • Mich bewusst mit meinem Atem verbinden
  • Die bewusste Atmung nutzen, um auf meine Gedanken und Gefühle aufmerksam zu werden
  • Meine Gedanken und Gefühle aktiv beobachten
  • Meine Gedanken und Gefühle loslassen und meinen Geist wandern lassen

Jede Art von Meditation oder Achtsamkeitsübungen hat das gleiche Ziel: innere Ruhe, Klarheit und Zufriedenheit. Alle Übungen können dazu beitragen, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Konzentration und Entspannung zu finden, auf körperlicher und geistiger Ebene. Deshalb sind sie so wirkungsvoll. Sie steigern die mentale Energie, die wir für die wirklich wichtigen Dinge nutzen können.

 

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