Gelassenheit to go: Finde deinen Faden im Alltag

Work-Life-Balance
Finde deinen roten Faden im Alltag

Mit Geduld zu mehr Achtsamkeit

Aus einem einzelnen Faden kannst du keinen Vorhang zaubern. Und genauso wenig kannst du mit einem Vitamin-Shake oder einem 2-wöchigen Yogakurs einen kranken Menschen heilen.

Nachhaltig Erfolg werden wir erst dann haben, wenn wir neu erworbenen Gewohnheiten zu einer verlässlichen Konstante in unserem Leben machen. Es braucht Zeit, bis Rituale und Übungen neue neuronale Verbindungen im Gehirn schaffen und sich als unterstützende Elemente in unseren Alltag integriert haben. 

Hier findest du ausgewählte Impulse und die dazugehörigen Methoden als Basis für den Alltag, der dich darin unterstützt, gelassener mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.
Sie können dir als Beispiele dafür dienen, wie du deinen Alltag bewusster gestalten kannst.

Wenn nötig, pass die Impulse und Methoden deinen Bedürfnissen und deinem Leben an. Gestalte daraus dein ganz persönliches Übungsprogramm.
Variiere, optimiere, modelliere die Beispiele so, dass sie zu dir passen und dich darin unterstützen, Gelassenheit und inneren Frieden zu entwickeln. 

Sei kreativ! Miteinander verwoben, entstehen aus neuen, konstruktiven Impulsen stärkende Denkmuster, die eine strapazierfähige Struktur des Wohlbefindens bilden. Wenn bereits eine einzige neue Gewohnheit die Chance bietet, dein Leben positiv zu verändern, wie gewaltig muss dann erst die Kraft sein, wenn du verschiedene positive Gedanken über den Tag verteilt miteinander verknüpfst und Ängste, Selbstzweifel und Sorgen loslässt.

Probier’s aus! Webe dein Leben neu und positiv! Du kannst es!

Impuls: Festige deine Intention 

Methode:

Beginn den Tag mit einem Vorhaben. Am besten noch dann, wenn du im Bett liegst. Atme tief ein und benenne deine Intention beim Ausatmen: »Heute bin ich ganz ruhig« oder »Ich verbringe den ganzen Tag in innerem Frieden«. Benutz das Präsens, so als ob du dein Vorhaben schon umgesetzt hättest.

Spür, wie der Frieden langsam in dich einströmt. Finde einen Satz, der für dich stimmig ist und der genau das zum Ausdruck bringt, was du dir wünschst. Etwa: »Heute entscheide ich mich für Frieden« oder »Jeder Tag hat positive Momente« oder »Ich strahle heute Frieden aus«. Erlaube dir, jeden Tag mit einer friedlichen Intention zu beginnen. 

Zweck:

Wenn wir uns nach dem Aufwachen einen Moment Zeit nehmen, uns unserer Gedanken bewusst sind und dann in Ruhe eine Intention setzen, starten wir gelassen und friedlich in den Tag und durchbrechen den Kreislauf der automatischen, meist negativen Aufwachgedanken.

Wenn dir als Erstes der Satz »Wie soll ich diesen stressigen Tag nur überstehen?« durch den Kopf schießt, ist das nicht gerade ein erfolgversprechender Start.

Lenk deine Aufmerksamkeit lieber auf solche Gedanken, die geeignet sind, deinen inneren Frieden oder deine Gelassenheit zu fördern. Nach und nach bildet sich durch einen solch bewussten Umgang mit deinen Gedanken in unserem Gehirn ein neues Verhaltensmuster: Du kannst einen von Frieden und Wohlwollen bestimmten Tag beginnen.

Diese Übung kannst du auch gut abends vor dem Einschlafen machen. Die fünf Minuten vor unserem Schlaf sind ausschlaggebend für die Qualität der bevorstehenden Nacht.
Achte deshalb auch hier auf die Qualität deiner Gedanken und bette dich in Frieden, Wohlwollen und Entspannung. Vermeide Themen, die dir den Schlaf rauben oder an deiner Gelassenheit nagen.

 

Impuls: Lass Negatives abfließen (morgens und abends unter der Dusche)

Methode:

Denk an deine drei größten Ängste – Dinge, die dich ganz besonders stressen. »Fang« die damit einhergehenden negativen Gefühle ein und gib ihnen einen Namen: zum Beispiel Angst, Verdruss, Verurteilung oder Leiden.

Stell dir dann vor, wie du jedes einzelne Gefühl mit dem Wasserstrahl der Dusche im Abfluss verschwinden lässt. Sag zum Beispiel: »Ich lasse los und spüle meine Angst vor Kritik an meiner beruflichen Leistung weg« oder »Ich lasse los und spüle meine Angst weg, dass meine Tochter heute allein Auto fährt«. Entlasse alle Gedanken in den Fluss des Lebens und schwimm voller Vertrauen mit dem Strom.

Zweck:

Viele unserer fest verwurzelten negativen Gedanken verunsichern uns. Wie schleichendes Gift beeinträchtigen sie unbewusst unser Wohlbefinden. Aber sobald du dich davon befreist, bist du wieder in der Lage, klar zu denken und Spaß am Leben zu haben.

Die Dusche ist ein besonders guter Ort, um negative Gedanken »einzufangen« und sie mit dem Wasser »abfließen« zu lassen. Lass sie einfach los!
Werde dir bewusst, dass viele Dinge, um die du dich sorgst, außerhalb deiner Einflussmöglichkeiten liegen.

 

Wir können das Leben nicht kontrollieren. Aber wir können unsere negativen Gedankenmuster erkennen und loslassen.
Redaktion

Erst wenn wir uns bewusst von ihnen distanzieren, verlieren sie ihre Kraft und können Platz für Neues und Positives schaffen. 

 

Impuls: Schaff dir Momente ganz für dich 

Methode:

Achte darauf, dass du im Verlauf eines Tages immer wieder kleine Pausen nur für dich allein in deinen Alltag einbaust. Sie brauchen nicht länger zu sein als ein paar Atemzüge.

Atme durch die Nase ein und zähl bis fünf. Konzentrier dich auf die Luft, die durch die Nasenlöcher in den Körper strömt und sich in der Lunge ausbreitet.
Halt die Luft an und zähl erneut bis fünf. Atme durch den Mund aus und zähl bis fünf. Gerne auch etwas länger. Forme bei der Ausatmung den Mund so, als würdest du durch einen Strohhalm pusten.

Wiederhol den Vorgang mehrere Male und genieß das Gefühl der Entspannung.

Zweck:

Atemübungen sind elementar wichtig für gute Erdung, Entspannung und Belebung des Körpers. Tiefes Ausatmen stimuliert die Beruhigungsmechanismen unseres Körpers. Beim Anhalten des Atems wird die Lunge elastischer, was zu einer Verbesserung deiner Gesundheit beiträgt. 

 

Fazit: Wenn es dir gelingt, deinen Geist morgens und abends bewusst auf Positives auszurichten und du dadurch negativen Gedanken keinen Nährboden mehr gibst, wird dein Leben leichter und fröhlicher.

Wenn du dir dann noch kleine Auszeiten über den Tag verteilt nimmst, in denen du dich spürst und dabei bewusst auf deinen Atem achtest, wirst du nach und nach einen roten Faden für dein Leben finden.

 

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