Felix Klemme: Mit positiven Gedanken gegen den Stress

Work-Life-Balance
Frau unter einem Palmenschirm

Zu viel Stress macht krank

„Ich habe Stress.“ Ich wette, auch du wirst diesen Satz schon häufig benutzt haben. Wenn wir sagen, dass wir Stress haben, meinen wir damit dieses atemlose Gefühl von Zeitnot, zu viel Arbeit bei zu wenig Zeit, Frust in der Beziehung, Ärger mit dem Chef oder dem nervigen Nachbarn. Wir fühlen uns unter Druck gesetzt, bedrängt, und manchmal bleibt uns vor lauter Anspannung fast die Luft weg. Dauert dieser Zustand zu lange an, werden wir krank.

 

Wenn du mit positiven Gefühlen geladen bist, haben negative Gefühle weniger Platz.
Felix Klemme

Mach dir positive Gedanken

Alles, was du nicht gerne machst und mit einer negativen Emotion verbindest, wird teuer, denn immer wiederkehrende negative Gedanken führen zu Stress. Und Stress kostet eine Menge Energie! Da der Mensch dazu neigt, sich auf die negativen Seiten des Lebens zu konzentrieren, kommen positive Gedanken oft zu kurz. Dabei machen sie das Leben wirklich leichter. Also such dir Dinge, die sich für dich positiv anfühlen. 

Was könnte das sein? Fahrrad fahren, laut Musik hören, klettern, schnorcheln, einen schmalzigen Liebesroman lesen, Fotobücher durchblättern, auf einer Bank an einem See sitzen, den Blick vom Berg ins Tal schweifen lassen, ein Haufen spielender Hundewelpen, der Duft einer besonderen Blüte oder ein tiefer Blick in die Augen eines Menschen, den du magst? Positive Momente machen dein Leben leichter. Schaffe dir mehr von diesen Momenten. Wenn du mit positiven Gefühlen geladen bist, haben negative Gefühle weniger Platz.

 

Hier ein paar praktische Tipps:

Starte den Tag mit einem freudigen Gedanken

Schreibe dir heute Abend für morgen früh einen kleinen Zettel, auf dem etwas steht, worüber du dich morgen früh freuen wirst. Notiere eine schöne Erinnerung, ein Zitat, das dir gefällt, den Namen eines lieben Menschen, an den du gerne denkst, oder einen albernen Reim – irgendetwas, das dir hilft, dich gut zu fühlen.

Sei freundlich

Lächele den ersten Menschen an, der dir begegnet. Schenke der alten Dame, die immer die Tauben füttert, eine Blume. Ohne Worte. Oder halte jemandem die Tür auf, obwohl er sie eigentlich dir aufhalten sollte.

Sei dankbar

Dankbarkeit macht zufrieden. Überlege dir, wofür du dankbar bist. Das muss nichts Großes sein. Bist du vielleicht dankbar, dass du eine gute Freundin hast? Dass du gesund bist? Dass du in einem friedlichen Land lebst?

Die negativen Gefühle anderer

Nicht jeder Tag ist leicht. Wenn negative Dinge auftauchen, lass sie dort, wo sie herkommen. Sie gehören nicht zu dir. Wenn jemand dich an der Ampel anhupt, hat er es eilig, und nicht du. Fahr los und verzeih ihm seine Ungeduld. Ja, ohne “Blödmann” hintendran. Nicht ganz leicht, geht aber.
 
Sei geduldig

Wenn du dein Leben bisher mit Grummeln und Frust verbracht hast, die Welt ungerecht zu dir war und die Nachbarn sowieso alle doof sind, braucht es ein wenig Zeit, gute Gedanken in dein Leben zu integrieren. Mach kleine Schritte, aber übe regelmäßig.

 

Höre nicht auf deinen inneren Nörgler!

Das alles mag im ersten Moment etwas komisch klingen. Klar! Aber versuch es doch einfach mal! Was hast du zu verlieren außer ein paar negativen Gedanken und deinem alten Muster, das gerade sagt: „Das ist doch alles Quatsch. Lass den Blödsinn und mach einfach so weiter wie bisher. Läuft doch alles. Du bist erwachsen und kein kleines Kind. Und am besten ziehst du dir morgen noch Sandalen und Wollsocken an, nachdem du dir die Räucherstäbchen angezündet hast und 50-mal Ommmm gemacht hast … So ein Schwachsinn.“

Merkst du was? Dein innerer Nörgler versucht, dich davon abzuhalten, etwas zu ändern. Aber du hast das Ruder in der Hand. Hör nicht auf ihn. Nimm wahr, was er sagt, aber dann entscheide dich für das, was du willst. Es geht um dich und deine Gedanken und Wünsche. Du hast es verdient, dass dein Leben leichter wird.

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