Berufung: So findest du in deinem Job Erfüllung

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Berufung: So findest du in deinem Job Erfüllung

Hört man sich im Freundeskreis um oder schaut am Montagmorgen in die sozialen Netzwerke, stellt man fest: Das Jammern über den eigenen Job ist gewaltig. Und doch scheint es ein paar Menschen zu geben, die auch nach Jahren noch mit Freude zur Arbeit gehen. Woran liegt das? Am Arbeitsumfeld? Sicher auch. Aber noch wichtiger ist wohl ihre Sichtweise: Sie haben das Gefühl, ihre Berufung gefunden zu haben. Und dieser Blickwinkel ist zum guten Teil steuerbar.

 

Wie siehst du deine Arbeit?

Deinen Job kannst du ganz unterschiedlich wahrnehmen: als notwendiges Übel zum Beispiel, bei dem du nur den Feierabend oder den nächsten Urlaub abwartest. Dass das nicht glücklich macht, ist klar.

Auch die Karrieresicht ist zu einseitig: Hier fungiert die Arbeit nur als Mittel zum Zweck, als Weg zu Erfolg, Wohlstand und Anerkennung.

Die dritte mögliche Sichtweise ist diese: In deiner Arbeit kannst du etwas Sinnvolles tun, du machst die Welt ein klitzekleines Stückchen besser und entwickelst dich selbst weiter. Diese Sichtweise bringt dir Erfüllung und macht dich zufrieden. Doch wie kommst du zu diesem Blick?

 

Wenn du dich beruflich verbessern kannst, sodass du dich wohler fühlst, dann solltest du das tun.
Redaktion

Der Einfluss der Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen sind nicht alleine entscheidend dafür, wie du deinen Arbeitsalltag wahrnimmst, aber sie haben schon einen wichtigen Einfluss: Das Geld sollte zum Leben reichen, sodass du nicht ständig Geldsorgen haben musst. Der Umgang mit Kollegen und Chef sollte halbwegs respektvoll verlaufen. Und das Arbeitspensum sollte schaffbar, aber nicht unterfordernd sein. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, macht es Sinn, über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nachzudenken. Allerdings ist das nicht immer möglich. In manchen Branchen, zum Beispiel in der Pflege, sind die Rahmenbedingungen schon strukturbedingt so schlecht, dass ein Wechsel nur wenig bringt. Trotzdem gibt es viele Pflegekräfte, die es als ihre Herzensaufgabe sehen, für kranke oder alte Menschen zu sorgen, und die (trotz aller Probleme) mit dieser Arbeit glücklich sind.

Deshalb gilt als Faustformel: Wenn du dich beruflich verbessern kannst, sodass du dich wohler fühlst, dann solltest du das natürlich tun. Aber ein perfekter Arbeitsplatz ist keine Voraussetzung für deine Selbstverwirklichung.

 

Jeder Job kann erfüllend sein!

Forscher der amerikanischen Yale Universität haben festgestellt: Die Art der Arbeit ist nicht entscheidend dafür, wie erfüllend wir sie wahrnehmen. In jedem Beruf gibt es Facetten, die ihn sinnvoll erscheinen lassen und uns Raum zur Selbstverwirklichung geben. Ein paar Beispiele:

Als Programmiererin trägst du dazu bei, anderen mit nützlicher Software die Arbeit zu erleichtern oder spannende Freizeitangebote zur Verfügung zu stellen.

Als Putzkraft sorgst du für ein angenehmes Umfeld, in dem es sich gesünder und zufriedener arbeiten oder leben lässt.

Als Fernfahrerin bringst du Dinge an Ort und Stelle, die vielleicht jemand dringend braucht oder über die sich jemand sehr freuen wird.

Als Bankangestellte hilfst du Menschen in einem wichtigen Lebensbereich, der viele überfordert.

Als Kellnerin hast du Anteil daran, dass andere einen schönen Abend oder eine entspannte Mittagspause genießen und wieder erholt in ihren Alltag starten können.

All das sind wichtige und wertvolle Tätigkeiten, die – ganzheitlich betrachtet – die Welt ein bisschen besser machen.

Frage dich deshalb: Was macht meinen Job zu einer wichtigen Aufgabe? Welche Facetten meiner Arbeit liebe ich und mache ich gut? Wie helfe ich anderen mit meiner Tätigkeit? Welche meiner Talente kann ich am Arbeitsplatz ausleben und weiterentwickeln? Und welche Kleinigkeiten sind es, die mich ganzheitlich glücklich machen? Wenn du es schaffst, dich öfter auf diese Seiten deiner Arbeit zu konzentrieren, dann wirst du sie schon bald mehr als Berufung als Job empfinden.

 

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