Karima Stockmann: Social Media Zeit = Meditationszeit

Meditation & Achtsamkeit
Frau schaut auf ihr Smartphone und trinkt Kaffe

Wie dein Smartphone zu deinem persönlichen Anti-Stress-Coach wird

Das Smartphone hat sich zum treuesten Begleiter der Menschheit entwickelt. Laut einer Studie von Morgan Stanley haben 91 % der Handynutzer ihr Telefon 24 h am Tag in Reichweite ihrer Hand, also maximal eine Armlänge von sich entfernt - selbst dann, wenn sie es eigentlich gerade nicht benötigen.

Doch wann immer möglich, werfen wir einen Blick auf das Display, checken unsere Nachrichten oder die News unserer Social Media Kanäle. Unsere Finger texten, wischen oder „swipen“ nicht selten im Sekundentakt über den Bildschirm. Was auf den ersten Blick nach einer kurzen, entspannten Auszeit aussieht, bedeutet für Körper und Geist oft das genaue Gegenteil: Nackenverspannungen, Kopfschmerzen und Fehlhaltungen, vor allem aber auch geistige Erschöpfung durch die übermäßige Flut an Informationen können die Folge sein. 

Bestseller-Autorin und Stressmanagement-Trainerin Karima Stockmann möchte nun Schluss damit machen und lädt dich ein, deine nächste Social Media Sitzung für eine „echte“ Erholungspause zu nutzen. Viel Freude mit deiner Social Media Meditation nach dem lebensfreude-heute-Prinzip:

 

Lass deinem Kopfkino freien Lauf und verwöhne dich mit so vielen, angenehmen imaginären Sinneseindrücken wie möglich.
Karima Stockmann

Die Social Media Meditation Schritt für Schritt

Vorbereitungsphase:

1. Kreise etwa 10 Mal mit deinen Schultern und strecke dich dann genüsslich in die Länge.

2. Greife dein Smartphone hinter deinem Rücken mit beiden Händen und dann schiebe deine Hände mit gestreckten Armen nach hinten, so dass sich dein Brustbereich weitet.

3. Dehne sanft deinen Nacken, indem Du deinen Kopf abwechselnd Richtung linker und rechter Schulter ziehst.

4. Setze dich nun mit Blick auf dein Smartphone in eine bequeme Position, bei der du deinen Nacken entspannen kannst – gerne anlehnen. Vor allem aber ist es wichtig, dass dein Blick dabei gerade aus geht und sich dein Smartphone-Bildschirm in Höhe deiner Augen befindet.

5. Öffne eine Social Media-Plattform, auf der überwiegend positive Impressionen geteilt werden und starte nun mit einer der drei folgenden Übungen.

Jede Übungsphase ist für mindestens 10 Bilder/Posts geeignet.

 

Übung 1: Atem

Nimm bei jedem Beitrag mindestens einen tiefen, achtsamen Atemzug, bevor du zum nächsten schiebst. Richte deinen Fokus vor allem darauf, etwas länger auszuatmen. Für den Start eignet sich beispielsweise ein Atemrhythmus, bei dem du 4 Sekunden lang ein- und 6 Sekunden lang ausatmest. Beim nächsten Bild das gleiche Spiel.

 

Übung 2: Körperwahrnehmung

Nimm mit deinen Fingern die Oberfläche deines Smartphones wahr und spüre ganz bewusst das Gewicht deines Telefons. 

Beim nächsten Beitrag wandere mit deiner Aufmerksamkeit zu deinen Füßen. Spüre, wie und wo sie den Boden berühren, ehe du zum nächsten Beitrag wechselst. Kannst du auch deine Zehen wahrnehmen? Vielleicht hilft es dir, wenn du mit deinen Zehen wackelst. 

Beim nächsten Bild richte deinen Fokus auf alle anderen Körperteile, mit denen du auf etwas sitzt oder lehnst? Kannst du beispielsweise die Beschaffenheit deines Stuhls spüren? Ist die Sitzfläche weich oder hart? Warm oder kalt? 

Wiederhole bei den nächsten Beiträgen/Bildern alle drei Wahrnehmungen – Smartphone, Füße, Sitzfläche. Wenn du möchtest, kannst du sie auch miteinander kombinieren.

 

Übung 3: Imagination

Wähle für diese Übung ein Bildmotiv aus, das dir ein positives Gefühl schenkt. Beispielsweise eine Landschaft, die dir auch in Realität gefallen würde. Betrachte dieses Bild ganz genau – so als wolltest du es gleich nachzeichnen. Schließe dann die Augen und begebe dich in Gedanken an diesen Ort. Nimm im Geiste jedes Detail wahr, das du dir eben eingeprägt hast. Schalte nun auch deine anderen Sinne ein und lass in deiner Phantasie Geräusche, Düfte und weitere Sinneseindrücke entstehen. 

Was kannst du hören, riechen, spüren? Kannst du den Duft von Kiefernnadeln oder salziger Meeresluft einatmen? Zwitschern fröhlich ein paar Vögel in der Ferne oder plätschert ein kleiner Bach in deiner Nähe? Bläst ein frischer Wind oder genießt du ein paar wärmende Sonnenstrahlen?

Lass deinem Kopfkino freien Lauf und verwöhne dich mit so vielen, angenehmen imaginären Sinneseindrücken wie möglich.

 

Dein Weg zu mehr Entschleunigung, Achtsamkeit und Zufriedenheit

Ich wünsche dir viele erholsame Social Media Meditationen und hoffe, du lässt dich auf das Abenteuer Achtsamkeit ein.

Durch das regelmäßige Durchführen dieser Meditationen an mindestens 30 Tagen am Stück wird es dir leichter fallen, Achtsamkeit und bewusstes Atmen zu einem treuen Wegbegleiter zu machen – online wie offline. Wie wäre es also, jeden Morgen bewusst und gestärkt damit in den Tag zu starten? Oder möchtest Du dir jeden Abend vor dem zu Bett gehen eine Trainingseinheit in Sachen Achtsamkeit gönnen?

Lass es dir gut gehen und viel Freude auf deinem Weg zu mehr Entschleunigung, Achtsamkeit und Zufriedenheit!

Deine Karima Stockmann | Lebensfreude-Stifterin und Autorin von „Ich bin ganz bei mir selbst“ 

 

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