Matthias Opdenhövel: Pilates leicht gemacht – Full Body Integration

Leben & Balance
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Full Body Integration – Ganzer Körper

Bei der Full Body Integration geht es nicht um einen speziellen Bereich des Körpers, sondern mehr um Koordination und Timing und die Verbesserung des Bewegungsablaufs. Das erfordert einen hohen Grad an Konzentration und ein tiefes Verständnis für den eigenen Körper. Oft sind die Übungen sehr komplex, was auch gleichzeitig bedeutet, dass mehrere Muskelgruppen im Wechsel oder gleichzeitig angesprochen werden. Aber keine Sorge, die Übungen sind sehr gut umzusetzen. Solange du die Grundspannung im Körperzentrum und im Schultergürtel gut organisieren kannst, müsste das sehr gut funktionieren.

 

Ich gehe jede Wette ein: Wer die Übung zum ersten Mal ausprobiert, wird scheitern.
Matthias Opdenhövel

Full Pike – Die Mutprobe

Auf dem Wunda Chair mache ich normalerweise nicht viele Übungen, aber diese ist sensationell. Natürlich sehen sie auf den ersten Blick nach nichts aus. Aber ich gehe jede Wette ein: Wer sie zum ersten Mal ausprobiert, wird scheitern. Das macht aber überhaupt nichts. Denn es macht einen demütig, wie wichtig Koordination, Timing und Vertrauen in den eigenen Körper sind.

Das erste Mal steht man auf dem Federpedal und denkt, wie soll ich denn nun mein ganzes Gewicht genau anheben? Mit Schwung? Funktioniert nicht. Nur mit den Armen? Genauso wenig. Es muss alles zusammenspielen: Atmung, Anspannung, Kraft. Und plötzlich hebt es einen vom Boden weg. Ein super Gefühl. Als wäre ein Wunda geschehen …

 

Kurz & bündig

Ausgangsposition: Stand auf Pedal Richtung Wunda Chair, Beine parallel, Hände auf hinterem Teil des Gerätes, Schultern über Händen
Federwiderstand: mittel
Bewegungsablauf: beim Ausatmen Rumpf rund machen, Pedal heben, beim Einatmen Rumpf absenken

 

Übung im Detail

Mit dem Ausatmen ziehst du die Bauchmuskeln nach innen und oben und machst den Rücken ganz rund. Der Rumpf bewegt sich Richtung Decke, ohne dass sich die Schultern nach vorn bewegen. Sie müssen senkrecht über den Händen bleiben. Während des Einatmens senkt sich das Pedal sehr kontrolliert ab, ohne den Boden zu berühren. Die C-Kurven-Form im Rücken bleibt die ganze Zeit erhalten.

5 bis 8 Wiederholungen

 

Wozu diese Übung?

Für diese Übung braucht man eine Portion Mut, denn immerhin ist der Kopf die ganze Zeit unten, und dann soll man auch noch mit dem Po hochkommen. Es geht um Kraft im Bauch und in den Armen genauso wie um Stabilität der Schultern und Schulterblätter. Wenn du dieses Konzept nicht verstanden hast, wird es nicht möglich sein, ohne zu schummeln hochzukommen. Abgesehen davon macht es einfach Spaß, einen ungewohnten Bewegungsablauf auszuprobieren. Du brauchst auf jeden Fall Ehrgeiz, um den Dreh rauszubekommen. Viel Spaß dabei.

 

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