Gemüsechips-wirklich die gesündere Alternative zu herkömmlichen Chips?

Gesunde Ernährung

Wie du mit Gemüsechips ganz einfach gesünder snackst

Wann hattest du denn den letzten Abend, an dem du es dir mit Kartoffelchips auf dem Sofa gemütlich gemacht hast? Manchmal braucht die Seele einfach etwas Deftiges zum Knabbern. Auch der Mädelsabend gelingt gleich noch einmal so gut, wenn etwas Leckeres auf dem Couchtisch steht. Der Katzenjammer folgt jedoch auf dem Fuß. Nicht nur, dass es sich bei Kartoffelchips um pures Hüftgold handelt. Der fettige Snack enthält zudem Acrylamid. Dieser Stoff bildet sich in großen Mengen, wenn aus Stärke bestehende Lebensmittel frittiert oder gebraten werden. Wie Wissenschaftlicher aus den Niederlanden kürzlich herausgefunden haben, kann sich ein regelmäßiger Verzehr von Acrylamid langfristig auf die Gesundheit auswirken. Frauen sprechen scheinbar intensiver auf den Stoff an. Während du daher von Pommes besser Abstand nimmst, musst du auf die Chips zum gemütlichen Fernsehabend allerdings nicht verzichten. Denn mit Gemüsechips steht dir ein ebenso gesunder wie leckerer Ersatz zur Verfügung. Selbst wenn du kein ausgemachter Veggie bist, wirst du an den Chips aus verschiedenen Gemüsesorten deine Freude haben.

 

Eine Tüte Snacks für Veggies zu kaufen, bedeutet nicht, dass du automatisch gesünder unterwegs bist.
Redaktion

Worauf du bei Gemüsechips achten musst

Gemüsechips findest du in jedem Supermarkt. Sie kommen als Möhrenchips daher oder als andere Gemüsesorten wie Pastinake, Wirsing, Süßkartoffel und Rote Bete. Ein Blick auf die Nährwerte verrät dir schnell, dass du offensichtlich hier ohne Reue snacken kannst. Denn der Knabberkram ist glutenfrei, passt mit wenig Kohlenhydraten perfekt in ein Ernährungskonzept nach Low Carb und enthält jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. So genügen 100 Gramm Wirsing, um deinen Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Doch eine Tüte Snacks für Veggies zu kaufen, bedeutet trotzdem nicht, dass du automatisch gesünder unterwegs bist. Denn wenn Möhrenchips & Co. frittiert sind, hast du nicht wirklich etwas gewonnen. Das betrifft vor allem den Kaloriengehalt. 100 Gramm Kartoffelchips haben 530 Kalorien und stolze 35 Gramm Fett. Die Gemüsechips vom Regal nebenan warten ebenfalls mit 35 Gramm Fett auf und haben immerhin 517 Kalorien. Wenn schon Snacks aus dem Supermarkt, dann solltest du darauf achten, die gedörrte oder gebackene Variante in Bioqualität zu kaufen, denn die ist deutlich fett- und kalorienärmer.

 

Glutenfreie Veggiechips kannst du leicht selbst machen

Wie wäre es denn, wenn du deine Veggiechips einfach selbst machst? Du kannst die gesunde Knabberei nämlich im Handumdrehen selber herstellen. Nimm dir dein Lieblingsgemüse und tupfe es nach dem Waschen gut trocken. Danach versuchst du, möglichst dünne Scheiben zu schneiden. Noch leichter geht das mit einem Gemüsehobel. Je weniger Wasser in den Gemüsestücken enthalten ist, desto knuspriger wird das Endergebnis. Am besten salzt du alles gut ein und lässt es etwa eine Viertelstunde in einer Schüssel stehen. Danach kannst du das dünn gehobelte Gemüse nach Herzenslust würzen. Curry eignet sich ebenso gut wie Paprikapulver oder Kräuter der Provence. Manche mögen auch Sesamkörner oder eine orientalische Würzmischung. Gib am Schluss einen Schuss hochwertiges Olivenöl in Bioqualität dazu und vermenge die Gemüsestücke gut mit dieser Marinade. Das Fett kannst du natürlich auch einsparen und deine gesunde Knabberei einfach auf einem Blech, das mit Backpapier ausgelegt wurde, in den Backofen schieben, den du mit 175 Grad Umluft vorgeheizt hast. Die Backzeit deiner Snacks hängt von verschiedenen Faktoren wie den verwendeten Gemüsesorten und dem restlichen Wassergehalt der Zutaten ab: 20 bis 45 Minuten musst du auf jeden Fall einplanen. Während der Backzeit solltest du öfter den Ofen öffnen, damit die restliche Feuchtigkeit abzieht und deine Knabberei schön kross wird. Wenn die Chips wellig sind, kannst du sie herausnehmen und nach kurzem Abkühlen mit einem selbstgemachten Dip oder Salsa genießen.

 

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